Sunny days...

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Flag of Thailand  , Phuket Province,
Monday, October 3, 2011

Als wir am nächsten Morgen (ok, irgendwann im Laufe des Vormittags..) aufgewacht sind, kamen ein paar Sonnenstrahlen zu uns ins Zimmer. Wir dachten, dass dies bestimmt nur eine kurze Phase vorm nächsten Regen sei und wollten diese ausnutzen. Also nichts wie auf zum Strand! Beladen mit Schnorchel, Taucherbrillen und Flossen, die wir uns praktischerweise umsonst im Hostel ausleihen konnten, gabs unterwegs noch schnell ne Ananans zum Frühstück und dann ab ins Wasser! Wir waren diesmal deutlich früher am Strand als an den anderen Tagen und es war ein ungewohntes Bild, dass die Flut bis hoch zu den Sonnenliegen reichte. Ungewohnt war auch der hohe Wellengang bei Sonnenschein, so hoch kannten wir den bisher nur von regnerischen/ stürmischen Tagen. Umso besser, bei Wellen macht das Meer gleich noch viel mehr Spaß :)

Bewaffnet mit der Unterwasserkamera entstanden wieder mal ein paar lustige Schnappschüsse und dann machten wir uns daran, die Schnorchelausrüstung zu testen. Ehrlich gesagt hatte ich mir die Verwendung von Schnorchel und Co einfacher vorgestellt, aber vielleicht waren auch nur die äußeren Umstände zu schlecht. Die Flossen waren mehr hinderlich als nützlich, sie boten den Strömungen der Wellen eine viel bessere Angriffsfläche, so dass ich ständig von den Füßen gerissen wurde und auch beim Schwimmen waren sie kontraproduktiv, da sie die ganze Zeit an die Wasseroberfläche getrieben wurden. Vielleicht benutzt man Flossen also lieber beim Tauchen..
Die Taucherbrille funktionierte da schon etwas besser, immerhin kam nur so viel Wasser rein, dass ich sie erst nach ca. drei- bis viermal untertauchen entleeren musste :P Am schlimmsten an der Taucherbrille war ein winziger Riss am Rand, der sich quasi in mein Gesicht fraß, also meine Haut einklemmte. Aua!
Der Schnorchel wäre an und für sich super gewesen, wären da nicht so viele Wellen gewesen, die es scheinbar lustig fanden, mir Wasser oben in den Schnorchel zu spucken.
Lange Rede, kurzer Sinn, der Schnorchelversuch ist vollständig in die Hose gegangen, wir sind nicht mal in die Nähe des Korallenriffs gekommen und haben auch außer von den Wellen aufgewirbeltem Sand nichts gesehen. Schade.

Der Tag war aber doch toller als erwartet, wir mussten nicht vor dem nächsten Monsun flüchten und waren ganze 5 Stunden am Strand. Das Resultat sahen wir dann, als wir wieder im Hostel waren.. Mr. und Mrs. Krabs lassen grüßen! Obwohl die Klamotten auf dem Sonnenbrand schon unangenehm waren, mussten wir trotzdem nochmal raus um was essen zu gehen. Auf dem Weg nach draußen trafen wir Paul und vier weitere Leute aus unserem Hostel, die gerade noch ein Spiel zuende spielen und dann ebenfalls was essen gehen wollten. So kam es, dass wir diesesmal in einer großen Gruppe in unserem Stammrestaurant Three Siblings (eigentlich eher eine Garage mit Plastikmöbeln und Garküche) saßen. Später im Hostel haben wir mit diesen Leuten dann auch noch lange zusammengesessen und Karten gespielt. Shithead war dabei der Favorit, ein sehr lustiges Spiel :)

In den nächsten paar Tagen fühlten wir uns wie Vampire. Wer schonmal einen Sonnenbrand hatte, weiß ja, dass der Schmerz erst noch größer wird.. Wir verbrachten den ganzen Tag in unserem Zimmer und gingen erst nach draußen, wenn die Sonne untergegangen war. Abends gab es dann noch weitere Kartenspielrunden mit den Hostelleuten.
Sonntagabend fühlten wir uns dann schon wieder so genesen, dass wir kurz vor Sonnenuntergang loszogen, um noch einen Schatz zu suchen. Paul war auch wieder dabei. Dieses Mal ging es quer durch Kata, über einen Berg, bis wir am kleinen Strand von Kata waren. Nicht so abenteuerlich wie die letzte Tour, aber dafür haben wir was von Kata und den kleinen, auch sehr schönen und viel ruhigeren Strand von Kata gesehen. Kata an sich scheint viel belebter zu sein als Karon und auf dem Rückweg haben wir tatsächlich ein Restaurant entdeckt, das anlässlich des Vegetarian Festivals, dass zur Zeit stattfindet, vegane Gerichte anbietet. Da diese auch noch supergünstig waren, haben wir natürlich sofort zugeschlagen. Lecker essen und ein schickes Lokal mit nettem Ambiente - sehr schön! :) Auf dem Rückweg zum Hostel kamen wir an einem Obststand vorbei, der auch Durian im Angebot hatte. Durian, auch bekannt als Stinkfrucht, ist wegen ihres Gestanks in einigen Hotels und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten, soll aber geschmacklich eine Delikatesse sein. Das wollten wir natürlich selbst testen und kauften eine völlig überteuerte halbe Frucht. Schon kurz darauf bereuten wir, dass wir überhaupt so viel davon genommen hatten. Die Frucht ist einfach nur widerlich! Sie stinkt, sieht eklig aus, ist schleimig, schmeckt ekelhaft (mich hats entfernt an Käsespätzle mit Zwiebeln erinnert, andere an vergammelten Vanillepudding) und man muss noch lange davon aufstoßen, was jedesmal den kompletten Geschmack und Geruch wieder hochbringt. Wirklich nicht zu empfehlen!

Am nächsten Tag haben wir uns dann endlich einen Roller gemietet und sind mit Paul zum Big Buddha gefahren. Big Buddha ist eine riesige Buddhafigur (Überraschung^^), die auf einem Berg sitzt und von einem Großteil der Insel zu sehen ist. Da in Thailand Linksverkehr herrscht, war es zunächst merkwürdig hier zu fahren und besonders beim Losfahren und Abbiegen muss man zweimal überlegen, wohin man nun muss. Es hat aber alles super geklappt und nach ein paar kurzen Unsicherheiten, den richtigen Weg betreffend, haben wir dann auch den richtigen Berg erklommen und Big Buddha erreicht. Sooo groß sah er von hier oben gar nicht mehr aus, aber die Aussicht war toll! Es war zwar recht wolkig, aber trotzdem konnten wir weiter gucken, als wir erwartet hatten. Auf dem Weg nach oben haben wir ein Paar Trekking-Elefanten und auch ein Elefantenbaby gesehen. Die armen Tiere! Man sieht ihnen richtig an, wie sie leiden! Sogar das Baby hatte schon diese psychischen Störungen, bei denen die Tiere nur noch auf der Stelle stehen und mit dem Kopf/ Körper hin- und herschwanken. Also wenn ihr im Urlaub mal angeboten bekommt, auf einem Elefanten zu reiten, macht das bloß nicht! Die Tiere machen das garantiert nicht freiwillig und haben auch keinen Spaß daran!
Auf dem Rückweg von Big Buddha trennten sich die Wege von Paul und uns, da er seinen Roller abgeben musste. Wir hielten noch an ein paar Aussichtspunkten und fuhren dann zurück nach Kata, wo wir wieder bei dem veganen Restaurant aßen, bevor wir uns noch auf zum Three-Bay-View Point südlich von Kata machten. Da wir den Weg nicht genau kannten und uns ein paarmal verfahren haben, kamen wir leider erst knapp nach Sonnenuntergang am Aussichtspunkt an. Eine schöne Aussicht über die drei Strände von Kata und Karon hatten wir trotzdem, nur die Fotos sind in der Dämmerung ohne Stativ leider nicht mehr soo gut geworden.

Obwohl wir schon so lange unterwegs waren, wollten wir danach immer noch nicht nach Hause. Das Rollerfahren bei den warmen Temperaturen machte auch einfach so viel Spaß!  Also sind wir noch nach Patong gebraust, dem nächsten Strand nördlich von Karon. Patong wird nicht umsonst als "Ballermann von Phuket" bezeichnet. Deutlich mehr Touristen, dementsprechend auch deutlich mehr Bars, Restaurants und Leute, die einem was verkaufen wollten. Am schlimmsten (und für Ballermann-Fans wohl am besten) war eine breite Straße, die nur für Fußgänger geöffnet war und die an beiden Seiten von Bars und Discos gesäumt war. Auf der Straße standen dann alle möglichen Leute, die Kunden für ihren Club werben wollten und auch die üblichen Straßenhändler, die Schnickschnack an den Mann bringen wollen, sowie eine Truppe grell geschminkter Ladyboys durfte nicht fehlen. Wir haben uns den ganzen Trubel aber nur im Vorbeigehen angeschaut und waren froh, dass wir vorher schon von dem Vergleich zum Ballermann wussten und nicht nach einem Hostel in Patong gesucht hatten. Fazit: Mal zum gucken ists ganz nett, aber wir waren froh, als wir wieder in unserem beschaulichen Karon waren. Einen gemütlichen Ausklang hatte der Abend dann wieder mit einer netten Kartenspielrunde im Hostel :)

(flummy)
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