Rainy days...

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Flag of Thailand  , Phuket Province,
Wednesday, September 28, 2011

Bevor wir in Phuket ankamen, dachten wir noch, dass der Monsunregen relativ berechenbar ist. Jeden Tag nachmittags ein bis zwei Stündchen oder so (So wie es am Sonntag unserer Ankunft auf der Insel auch war). In den nächsten Tagen wurden wir aber eines besseren belehrt. Wenn wir nicht komplett durchnässt werden wollten, hatten wir keine andere Wahl, als im Hostel zu bleiben. Der Regen hier hat auch nichts mit dem zu tun, was wir von Deutschland kennen. Es beginnt plötzlich und schon nach ein paar Sekunden haben sich die Straßen in Flüsse verwandelt. Und wenn man Pech hat, so wie wir, hört es auch so schnell nicht mehr auf. Da können unsere dünnen Regenponchos, die wir mithaben, auch nicht mehr viel entgegensetzen. Am Dienstag ergriffen wir dann sofort die Chance, als der Regen kurz pausierte und machten uns auf, um den Hauptort von Karon zu erkunden (unser Hostel liegt eher am Randgebiet zu Kata). Ein paar hundert Meter konnten wir auch tatsächlich trockenen Fußes zurücklegen, dann waren die Ponchos gefragt. Karon an sich hat uns nicht besonders gefallen. Während sich hier in unserer Umgebung noch einige andere Hostels und Straßenstände zum Essen finden, ist dort alles noch mehr auf reiche Touristen ausgerichtet, mit schicken Resorts und teuren Restaurants. Unsere Suche nach etwas erschwinglichem zu Essen blieb erfolglos, lediglich einen Supermarkt fanden wir, der uns wohlgesonnen war und große Packungen Kellogs führte ;)
Das einzige Gebäude in Karon, das wohl nicht für die Touristen gebaut war (oder vielleicht doch?) war eine reich verzierte Tempelanlage. Mir kamen diese Verzierungen teilweise so übertrieben vor, dass ich das Gefühl hatte im Asia-Themenbereich eines europäischen Freizeitparks zu sein..aber wo war dann die Achterbahn?

Am Mittwoch hatten wir dann Glück. Der Regen legte schon gegen Mittag eine Pause ein und so schnappten wir uns direkt das GPS-Gerät und gingen mit Paul auf Schatzsuche. Bis auf einen kleinen Schauer, bei dem wir uns glücklicherweise unterstellen konnten, blieben wir auch tatsächlich trocken!
Die Tour war toll! Erst sind wir über einen kleinen Weg, der schon teilweise eingestürzt war (noch Überreste vom Tsunami?) bis zum äußersten Rand des Kata Beach gegangen, dann eine in die Felsen gebaute Treppe hinauf zu einem verlassen wirkenden Haus, bei dem wir uns auch vor dem Schauer schützen konnten. Weiter gings über Kieswege und Trampelpfade in den Dschungel auf der Landzunge zwischen Karon Beach und Kata Beach. Wir sind zwar zuerst in die falsche Richtung gegangen, hatten dafür aber tolle Aussichten auf das Meer, die Küste und die kleine Insel Koh Pu. Der richtige Weg führte uns dann über andere Trampelpfade zu einem Abhang, den wir bis zu den Felsen am Meer hinuntersteigen mussten. Das war wegen des vielen Regens der vergangenen Tage eine ziemlich rutschige Aktion und wir mussten jeden unserer Schritte behutsam setzen um nicht wegzurutschen und auf die Felsen zu stürzen. Unten angekommen waren wir jedoch noch nicht am Ziel. Dieses befand sich in einem Baum, also wieder rauf in den Dschungel. Wir trennten uns und kurz nachdem Marco und ich uns wiedergefunden hatten, rief Paul, er sei am Ziel. Wir nahmen den direkten Weg zu Paul, was bedeutete, dass wir teilweise auf den Füßen den Berg runtergerutscht sind, über Felsen mitten im Gebüsch geklettert und quer durchs Gebüsch gekrabbelt sind.
Noch abenteuerlicher war dann aber der Rückweg. Statt wieder den rutschigen Abhang hochzuklettern und durch den Dschungel zu gehen, hatten wir beschlossen, über die Felsformationen an der Küste zurück bis zum  Karon Beach zu klettern. Da die Felsen aber teilweise nass vom Meer waren, waren sie dort auch sehr glibschig und es galt genau wie vorher jeden Schritt vorsichtig vor den nächsten zu setzen. Dazu kam noch, einen Weg zu finden, den man auch schaffen konnte, teilweise auf Felsen zu klettern, die eigentlich zu hoch waren und von diesen auch wieder runterzukommen, ohne sich bei der Landung zu verletzen. Am imposantesten war es, durch eine Höhle zu klettern, die von drei Steinblöcken gebildet wurde, die gegeneinander lehnten. Am beängstigendsten war es, als in eben dieser Höhle ein Stein anfing beträchtlich zu wackeln, als Paul draufklettern wollte. Er hat dann doch lieber einen anderen Weg genommen..
Wir fühlten uns wie Äffchen und besonders Marco sah auch wie einer aus, da er in einer so unglaublichen Geschwindigkeit vorwärts kam, dass er alle paar Meter auf Paul und mich warten musste.
In Karon Beach trennten sich unsere Wege und während Paul zurück ins Hostel ging, verschlug es Marco und mich noch an den Strand in Kata, wo bei dem mittlerweile wieder sehr düsteren Wetter tolle Wellen waren, in die wir uns natürlich direkt stürzten. Toll, wie warm das Meer hier sogar bei Wind und Regen ist! So hätte es damals auf Langeoog auch sein müssen :D

(flummy)
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