Laut, stinkig, Bangkok...

Trip Start Sep 20, 2011
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Trip End Mar 12, 2012


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Where I stayed
Kawin Place Guesthouse Bangkok
Read my review - 4/5 stars

Flag of Thailand  ,
Wednesday, September 21, 2011

Der Flug nach Bangkok war auch wieder ganz ok. Dieses Mal war es hell und wir hatten Fensterplätze, das war super :) Dubai sieht von oben echt krass aus.. überall wo keine Bewässerungsanlagen waren, war einfach nur Sand. Ich frage mich, wieso Leute freiwillig in der Wüste wohnen wollen..
Gegen 19Uhr Ortszeit sind wir in Bangkok angekommen. Nachdem wir den Stempel in unseren Pass bekommen, unsere Rucksäcke abgeholt und die ersten Thai-Baht abgeholt haben, haben wir am Ticketautomaten vom Skytrain zwei Deutsche kennengelernt. Mit den beiden sind wir dann mit Skytrain und Taxi zur Khao San Road gefahren. Die Khao San Road ist die Backpacker-Straße in Bangkok überhaupt. Sie ist gesäumt von Hostels, Bars, Reisebüros und kleinen Läden und jede Menge Garküchen und Obststände stehen überall herum. Wir haben direkt im ersten Hostel, in dem wir gefragt haben, günstige Zimmer mit Klimaanlage bekommen. Nichtmal 5€ pro Nase und Nacht! Das Hostel liegt in einer kleinen Seitengasse von der Khao San Road, so dass man zwar mitten im Geschehen, jedoch etwas ruhiger wohnt.

Leider hat Marco im Taxi sein Portemonnaie verloren. Er hat es aber schon kurz nach unserer Ankunft in der Khao San gemerkt und mithilfe des Internets und seiner Eltern konnten die Bankkarten schnell gesperrt werden. Ansonsten war zum Glück nichts wichtiges im Portemonnaie. Am nächsten Tag dann die Überraschung! Ein deutsch-sprechender Herr aus Bangkok hatte bei Marco's Eltern angerufen. Ein Verwandter seiner Frau sei unser Taxifahrer vom Vorabend und hätte ihm das Portemonnaie gegeben. Wir sind dann also schnell in den nächsten seven eleven, haben uns eine Simkarte gekauft und bei dem Mann angerufen. Noch am gleichen Abend konnten wir das Portemonnaie abholen. Die Fahrt war abenteuerlich.. Mit TukTuk zum Skytrain, mit Skytrain, in dem die Klimaanlage übertrieben kalt ist, weiter und das letzte Stück mit Taxi, wobei sich der Fahrer zunächst gründlich verfahren hat und schon anfing zu fluchen, bis er schließlich Marco bat, sich am Handy von dem Mann den Weg erklären zu lassen. Dieser Weg führte uns mitten in ein Industriegebiet, über Straßen mit so tiefen Schlaglöchern, dass das Taxi mehrfach aufsetzte und ich schon Angst bekam, dass der Taxifahrer gleich keine Lust mehr haben könnte, noch weiter zu fahren. Aber schließlich hatten wir es doch geschafft und Marco sein Portemonnaie wieder :) Der Mann kam aus der Türkei, ist in Bielefeld aufgewachsen und schließlich nach Thailand ausgewandert. Ich glaube er hätte uns am liebsten noch länger zu Besuch gehabt, um mal wieder Deutsch sprechen zu können, aber der Taxifahrer wollte nicht warten und in dieser Einöde hätten wir sicher kein anderes Taxi bekommen. Der Rückweg zur Skytrain-Station ging übrigens deutlich schneller ;)

Am nächsten Tag haben wir eine typische TukTuk-Tour durch Bangkok gemacht. Eigentlich wollten wir zu Fuß ein paar Sehenswürdigkeiten in der Nähe abklappern, aber unterwegs wurden wir von einem "hilfsbereiten" Thai angesprochen (mittlerweile glauben wir, dass es auch Thais gibt, die beruflich als hilfsbereiter Passant unterwegs sind um den TukTuk-Fahrern und Thai-Geschäften ahnungslose Touristen zuzuspielen) und uns spontan umentschieden. Uns wurde eine Tour zu ein paar kostenlosen Sehenswürdigkeiten für 25Cent angeboten. Wir sollten lediglich zwischendurch in eine Fabrik reingucken, da der Fahrer dafür einen Tankgutschein bekäme.
Im Endeffekt waren wir bei drei Schneidern, einer Juwelen-Manufaktur, zwei Reisebüros und gerade mal drei Tempeln, von denen einer auch noch Eintritt wollte :D
Wir hatten aber auch nichts anderes erwartet, zumal unsere Nachbarn im Hostel am Abend vorher eine ganz ähnliche Geschichte erzählt hatten. Eine solche TukTuk-Tour gehört wohl einfach dazu, wenn man in Bangkok ist ;)
Abschließend waren wir dann noch auf dem Golden Mountain, einem künstlichen Berg in Bangkok, von dem man einen 360° Blick über die Stadt hat. Es ist unglaublich, wie riesig die Stadt ist! Obwohl man in jede Richtung richtig weit gucken konnte, haben wir keinen Stadtrand gesehen! Da kommt man sich schon ganz schön klein vor..
Ansonsten sieht Bangkok von oben aber genauso schmuddelig aus wie sonst auch. Lediglich der krasse Kontrast von Slum-artigen Häuserreihen zu den super gepflegten und schicken Tempeln war von oben noch deutlicher zu sehen.

Auf unserer TukTuk-Tour haben wir in einem der Reisebüros, das wir zunächst für das offizielle Reisebüro der Touristeninformation Thailands gehalten haben (mittlerweile sind wir uns da nicht mehr ganz so sicher.. komischerweise waren auf dem Schaufenster und auf allen Schildern das "A" der Abkürzung "T.A.T (Tourism Authority of Thailand) weggekratzt..) Bustickets für den Bus nach Phuket am folgenden Abend gebucht.
Am Samstag haben wir dann nach dem Auschecken aus unserem Hostel die meiste Zeit mit Warten verbracht. Vom lauten Bangkok hatten wir erstmal genug, so dass wir uns keine weiteren Tempel angucken wollten und sind erst in einen kleinen Park gegangen und später zum Reisebüro am Hauptbahnhof gefahren, von wo der Bus abgefahren ist. Zu der Busfahrt gibts im nächsten Eintrag mehr ;)

Insgesamt habe ich von Bangkok einen gemischten Eindruck. Einerseits wars nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Unser Hostel war super, überall standen Garküchen mit günstigem und leckerem Essen, wir hatten ein super leckeres veganes Restaurant mit kostenlosem Wlan in der Nähe, in dem wir immer gefrühstückt haben (yummi, pancakes!) und es gab praktische Wasser-auffüll-Automaten, an denen man ne große Flasche Wasser (ca. 1,5l) für einen Baht (ca. 2,5 cent) auffüllen konnte. Andererseits hatte ich nach drei Tagen echt die Schnauze voll, weil es durchgängig laut war, überall Smog in der Luft hing und wir permanent angelabert wurden, wenn wir draußen waren, weil man als Touri überall auffällt und die Thais einem Sachen verkaufen wollen..

(flummy)

My Review Of The Place I Stayed



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Comments

maxjago on

da habe ich doch heute meine neue "bücher"-zeitung bekommen und stoße direkt auf eine kleinanzeige:
buchtitel "farang in thailand" - farangs, die langnasen aus dem westen ... wissen meist wenig über sitten und gebräuche. günther ruffert führt in ... unterhaltsamen und amüsanten anekdoten aus dem alltagsleben in die östliche kultur und denkweise ein. pflichtlektüre für thailand-reisende.
also, ihr langnasen, ihr wisst, was ihr zu lesen habt :-)

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