Santa Elena bei Monteverde

Trip Start Apr 27, 2009
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Trip End Jul 28, 2009


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Flag of Costa Rica  , Province of Puntarenas,
Thursday, May 21, 2009

Es ist der 20. Mai und wir verabschieden uns von Arenal und Rio Celeste, um in den Nebelwald von Monteverde und Santa Elena weiterzuziehen. Man kann diese Reise entweder etwas umstaendlich mit dem Bus machen, was den ganzen Tag dauert, oder eine Kombination aus Minibus, Boot und wieder Minibus waehlen, was einen in nur 2,5 Stunden ans Ziel bringt. Wir entscheiden uns fuer letztere und werden mit tollen Ausblicken auf den Vulkan von allen Seiten und auf den See Arenal belohnt. So kommen wir schnell ans Ziel und haben genug Zeit, uns am neuen Ort zu orientieren und am gleichen Abend noch eine Nachtwanderung zu machen. Dabei kann man, wie wir es ja schon in Peru erfahren hatten, vor allem viele Insekten, Spinnen und Froesche sehen. Jede Menge Tarantulas wohnen in den Erdloechern am Weg, deren Biss aber normalerweise nicht toetlich, sondern „nur“ extrem schmerzhaft sein soll. Na da sind wir aber beruhigt. Am Ende der Wanderung sehen wir noch ein besonders seltenes – einen sogenannten Greifstachler hoch auf dem Baum. Sie sind selten zu sehen und es ist noch sehr wenig ueber sie bekannt. Das Fell ist borstig-stachlig, und sie haben einen Schwanz, den sie zum Klettern benutzen.

Ueber die naechsten Tage besuchen wir ein Froschhaus, um uns die verschiedenen Arten in Costa Rica einmal genauer erklaeren zu lassen, und ein Insektenhaus, wo viel freundliches und gefaehrliches Getier wohnt und uns von einem entusiastischen Insektenliebhaber gezeigt wird. Stolz zeigt er uns auch die vielen Biss- und Stichnarben an seinen Haenden... Die Tour mit ihm ist super interessant, wenn auch manchmal (es ist bereits dunkel) ein klein wenig gruselig. Einen ganzen Tag verbringen wir auf einer Wanderung durch einen privaten Park mit haengenden Bruecken, von denen aus man die Baumkronen aus der Naehe betrachten kann. Hier oben spielt sich das meisste Leben im Wald ab, daher die Idee fuer die Bruecken. Interessanterweise sehen wir aber mehr Tiere ausserhalb der Bruecken, denn die Baumkronen sind sehr dicht und die meissten Tiere gut getarnt. Was wir aber sehen, ist ein Quetzal, der Goettervogel Mittelamerikas. Er ist das Wappentier Guatemalas, obwohl es ihn dort gar nicht geben soll. Er hat ein schillernd gruenes Federkleid am Ruecken und einen roten Bauch (darunter weiss), und die Maennchen haben in der Paarungszeit eine ueberdimensionale Schwanzfeder. Vor uns sitzt offensichtlich ein Maennchen und es scheint gerade Paarungszeit zu sein. Ein einfach prachtvoller Vogel!

Kaum haben wir den Rundgang beendet, faengt es an, wie aus Eimern zu regnen. Man kann hier fast die Uhr danach stellen: am Morgen scheint die Sonne bei meist klarem Himmel, und am Nachmittag regnet es, und zwar meist ausgiebig und extrem intensiv. Wenn man da nicht sofort die Regenjacke anhat, braucht man eigentlich auch nicht mehr danach zu kramen...
Am naechsten Tag gehen wir in den Nebelwald von Santa Elena, einem der eigentlichen Naturreservate hier in der Naehe. Zusammen mit einem spanischen Ehepaar, einem sehr kundigen Guide und einem beeindruckend guten Fernrohr machen wir uns auf den Weg. Es wird uns mal wieder klar, wie viel mehr man mit einem Naturfuehrer sieht. Er findet einige Quetzale, ein Faultier (diesmal allerdings schlafend und in grosser Entfernung) und viele andere Tiere fuer uns, die wir allein wahrscheinlich nie gesehen haetten. Danach machen wir uns zusammen mit den Spaniern nochmal allein auf die Socken, um noch einige Kilometer durch den Park zu wandern. Mitten auf dem Weg oeffnet sich ploetzlich der Blick hinaus auf den Vulkan Arenal, der bei momentan klarem Himmel super zu sehen ist und majestaetisch vor uns steht.
Was hier oben im Nebelwald wirklich toll ist, das ist das angenehme Klima. Durch die Hoehe sind die Naechte eher kuehl und die Tage nicht zu heiss, so dass wir uns richtig gut erholen koennen. Nach ein paar Tagen heisst es aber wieder aufzubrechen, denn ein grosser restlicher Teil des Landes wartet noch darauf, von uns erkundet zu werden.

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