Sprachschule in Chiclayo

Trip Start Aug 19, 2008
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Trip End Dec 21, 2008


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Saturday, August 30, 2008

Chiclayo- die erste Woche

Wenn man zum ersten Mal in ein einem sehr fremdes Land kommt, wo man die Sprache nicht beherrscht und auch sonst alles neu ist, ist es eine gute Idee, es erstmal langsam angehen zu lassen und sich nach und nach zu steigern. Ja, oder man taucht einfach mitten hinein für den maximalen Kulturschock. Wir haben uns für Variante 2 entschieden...

Am Samstag 30. August ist großer Reisetag. Von Natal in Brasilien geht es morgens um 3 Uhr über Sao Paolo weiter nach Lima, wo wir gegen Mittag ankommen und ein paar Stunden Zeit haben, bevor es weiter Richtung Norden nach Chiclayo geht. Wir essen erstmal gemütlich etwas in Lima und trinken unsere erste Inka Kola. Ist extrem suess und sieht nicht sehr natürlich aus (ist sie ja auch nicht), schmeckt aber gar nicht so schlecht.

Auf dem Flug nach Chiclayo sehen wir aus dem Fenster die Cordillera Blanca (siehe Bild), die höchste Bergkette der peruanischen Anden, mit ihren schneebedeckten Gipfeln. Ein toller Anblick. Wir freuen uns schon auf die Anden, aber erstmal geht es für uns ins Flachland an die Küste. Abends um 18 Uhr Ortszeit sind wir endlich da. Der Flughafen in Chiclayo ist sehr übersichtlich. Man läuft auf der einen Seite in den Raum hinein, nimmt sein Gepäck und geht zur anderen Seite wieder hinaus, wo ein aufgeregter Mob ungeduldig auf Verwandte wartete. Auch unsere Gastfamilie ist da, und so geht es direkt im Pick-Up zu unserer neuen Unterkunft, und damit plötzlich in eine ganz neue Welt. Unsere Gastfamilie spricht kein Wort Englisch, gar nichts, also sprechen wir halt Spanisch. Oder eben soviel, wie wir können, und das ist nicht besonders viel. Aber unsere Gasteltern sind sehr geduldig mit uns, sprechen extra langsam und deutlich und so wird das schon. Es stellt sich heraus, dass wir ihre ersten Sprachschüler sind und sie geben sich eine unglaubliche Mühe, uns einen tollen Aufenthalt zu bieten. Sie reden viel mit uns zu allen Malzeiten, bekochen uns sehr lecker und helfen uns sogar, Touren in die Umgebung zu organisieren.

Unsere Familie besteht aus Mutter Melvy, Vater William, Sohn Richard, Tochter Eliana und Enkelsohn (Sohn von Eliana) Miguel(ito). Außerdem ist gerade noch ein Neffe aus Chachapoyas da. Ist das weit weg fragen wir - nein, nur 10 Stunden. Und dann gibt es noch die Haushaltshilfe Sonia, die von Montag früh bis Samstag abends rund um die Uhr mit im Haus wohnt und arbeitet und *nebenbei* noch ihr 2 Monate altes Baby versorgt.

Nach dem ersten Abendessen fahren wir gleich mal gemeinsam in den lokalen Supermarkt. Uns fällt gleich sehr positiv die peruanische Musik auf, und da schau her, da steht eine Live-Band auf der Treppe. Unsere Gasteltern erklären uns, dass dieser Supermarkt etwas kleiner ist als andere und auch nicht so günstig liegt, also müssen sie anderweitig Kundschaft anlocken. Tolle Idee. Wir decken uns mit jeder Menge Wasser aus Flaschen ein (die Familie trinkt ihr Wasser aus der Leitung, das wollen wir lieber nicht riskieren), und dann geht es zurück nach Hause und endlich ins Bett.



Unsere Unterkunft verbirgt noch eine Ueberraschung für uns - die Dusche! Statt Boiler wird das Wasser durch ein Heizelement direkt im Duschkopf erhitzt, weshalb natürlich die 220V-Stromkabel direkt bis in den Duschkopf verlaufen (siehe Bild). Ein gewoehnungsbeduerftiger Anblick, aber in Südamerika wohl gar nicht so ungewöhnlich.

Den Sonntag hatten wir eigentlich vorgesehen zum Ausschlafen, Stadt anschauen und Ausruhen, aber unsere Gasteltern haben schon einen besseren Vorschlag für uns, ein Ausflug in das Naturreservat Chaparri. Wir fruehstuecken lecker und fahren zu der Agentur, die diese Ausflüge organisiert. Wird der Guide Englisch sprechen? Ja, bestimmt, wird uns versichert. Das tut er natürlich nicht, aber auch er spricht deutlich und langsam und so bekommen wir sogar das eine oder andere mit und es wird ein wirklich toller Tag. Für Naturparks sind wir sowieso immer zu begeistern und wir werden auch heute nicht enttäuscht. Vor allem sehen wir ein Auswilderungsprojekt für Brillenbären. Die noch recht zahmen Tiere sind abgezäunt und nehmen Futter von Menschen entgegen, und so füttern wir sie mit Zuckerrohr und Apfelsinen. Später werden sie nach und nach erst nur noch aus der Ferne und dann gar nicht mehr gefüttert, und haben dann ein riesiges Reservat als neuen Lebensraum zur Verfügung.

Am Montag ist es dann soweit, der Sprachunterricht beginnt. Für maximalen Erfolg haben wir Einzelunterricht gebucht, 4 Stunden pro Tag. Das stellt sich als aeusserst intensiv heraus, aber so wollten wir es ja. Die erste Woche verbringen wir somit auch fast ausschließlich mit Unterricht am Morgen, und Hausaufgaben, Vokabeln pauken und etwas Ausruhen am Nachmittag. Zwischendurch gibt es immer wieder leckeres Essen von Melvy und Sonia zur Stärkung.

Fortsetzung folgt...
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