Elefanten und eine entspannte Stadt

Trip Start Feb 13, 2012
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Trip End Jul 26, 2012


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Flag of Thailand  ,
Wednesday, May 16, 2012

Nach einer schlaflosen Nacht im Bus kamen wir in Chiang Mai an. Wir quartierten uns erst mal in unserem Hotel ein und schliefen bis zum Nachmittag. Wir machten uns auf die Suche nach gutem Essen und fanden einen kleinen Stand um die Ecke. Wir hatten Curries wie wir nie zuvor gegessen hatten. Absolute Spitzenklasse. Der Stand war gegenüber eines Friseurs und so beschloss Felix sich die Haare schneiden zu lassen. Es war etwas schwer verständlich zu machen welche Frisur er haben wollte aber es hat mehr oder weniger geklappt.

Am Abend sind wir dann ein wenig durch die sehr überschaubare aber schöne Stadt geschlendert um auf den Night Bazar zu gelangen. Auf unserem Rückweg überraschte uns ein heftiger Regen in dem wir auch noch einen großen Umweg zu unserem Hotel machten um dort schließlich klatschnass anzukommen.

Am nächsten Morgen aßen wir den besten Papaya Salat der Welt. Wir fanden ihn, wie fast jedes gute Essen, in einem winzigen Stand am Straßenrand. Dort standen die Einheimischen Schlange und wir wussten wir sind richtig. Eine kleine sehr nette Thaifrau bereitet im Akkord die Salate zu wir versuchten wie immer mit Händen und Füßen klar zu machen was wir wollten. Zum Glück hatten wir vorher gefragt was Papaya Salat auf Thai heißt. Über die Tage versuchten wir aber auch noch andere Versionen, eine besser als die andere und alle sehr sehr scharf obwohl wir immer extra wenig Chilli bekamen.

Nach unserem Salaterlebnis sahen wir uns einige Tempel an. Als wir gerade zu unserem nächsten Tempel unterwegs waren, bemerkten wir zwei Straßen weiter Musik. Als wir näher kamen sahen wir dass es ein großer Festzug war. Er bestand aus vielen verschiedenen Abteilungen. Schuljungen in Uniform, Mädchen in Kleidern und Frauen in traditionellen Gewändern schmückten den Zug. Das Herzstück war ein goldener Wagen auf dem eine Statue thronte. Es wurde getanzt und musiziert.

Nach unserer Tempeltour trafen wir ein deutsches Pärchen aus Stuttgart. Wir verabredeten uns für das Tempelfest welches in dieser Nacht stattfinden sollte. Als wir dort ankamen waren die Lichter und der Lärm überwältigend. Das ganze Tempeltreiben in Thailand ist uns recht unverständlich. Es geht bei den Besuchen hauptsächlich darum sein Glück und den Segen des Buddhas zu kaufen. Jede Aktion ist mit Geld verbunden. Man kauft entweder ein Schüsselchen 1 Baht Stücke und wirft je eine Münze in die vorbereiteten Gefäße, oder man kauft Blattgold um die Messingstatuen zu bekleben. Eine ganz simple Version ist es Plastikfahnen voll mit Geldscheinen zu kaufen und aufzuhängen. Wir verließen den Tempel relativ bald wieder und besuchten abermals den Nightbazar.

Der nächste Tag (unser vier Jähriges) war nicht nur deshalb sehr besonders. Wir hatten für diesen Tag einen Besuch in einer Rehabilitierungsstation für misshandelte Elefanten geplant.

Die Gründerin, Lak, hat ihr ganzes Leben diesen Tieren gewidmet. In Thailand gelten nur die Wilden Elefanten als geschützt. Die domestizierten teilen den Status des Viehes und genießen keinerlei Rechte. Sie werden schon im zarten Alter von vier Jahren „gebrochen", das heißt sie werden einem sehr brutalen mehrtägigen Ritual unterzogen. Hier ein Link wie diese „Rituale“ aussehen (ohne Kinder anschauen)

 http://www.youtube.com/watch?v=PTsyajXIXT0&feature=fvwrel.

 Wir sahen im Park eine Reportage in der 10 Minuten in hoher Auflösung die Quälerei sichtbar war und der Elefant am Ende am ganzen Körper blutete. Die Babys werden in einen kleinen Käfig gezwungen in dem sie Bewegungsunfähig sind. Unter Wasser-, Essens- und Schlafentzug werden sie gefoltert, manche dabei zu Tode geprügelt. Wenn sie als Erwachsene die Arbeit verweigern oder auch nur aus der Reihe tanzen werden sie hart bestraft. Zwei Elefantendamen auf der Anlage waren halb- und ganz erblindet. Ihre Mahuts (Besitzer und Trainer) hatten ihnen mit Steinschleudern und Pfeil und Bogen in die Augen geschossen. Die, die auf beiden Augen blind war hatte die Arbeit verweigert nachdem sie ihr Kalb bei der Geburt während der Arbeit verlor.

Lak, die Gründerin des Elephant Nature Parks, bereist das ganze Land um solche Elefanten ihren Peinigern abzukaufen und um Aufklärungsarbeit zu leisten. Dem Großteil der Thais ist das Schicksal der Elefanten egal. In ihrem Park werden die Tiere medizinisch versorgt und dürfen ein „normales“ Leben führen. Sie werden nicht geritten und führen keine Shows auf. Ihre Mahuts kümmern sich nur um ihr Wohlbefinden, wie baden, fressen und Pflege.  Wir durften an ihrer Seite mit den Elefanten in Kontakt treten und uns um sie kümmern. Die Tiere brachten uns oft mit ihren verschiedensten Charakteren zum Lachen. Wir genossen es einfach, die Tiere beim Glücklichsein zu beobachten. Diesen Tag werden wir wohl nie vergessen. Wir haben sie gefüttert, mit ihnen gebadet, beobachteten die medizinische Versorgung und lernten sehr viel über die Tiere und das Land, welches ihnen zum allergrößten Teil den Rücken kehrt.

Mit unserem Besuch spendeten wir umgerechnet zusammen 100 Euro, die ausschließlich den Tieren zugutekommen. Jedoch fühlten wir dass das nicht annähernd genug war. Unsere Gefühle für die Elefanten waren so stark, wir wollten so viel mehr geben können.

Wir hoffen, dass Lak (die zum Zeitpunkt unseres Besuches in Deutschland war) viele Menschen auf den Zustand der Elefanten in Asien aufmerksam machen kann und wünschen uns dass sie noch sehr viel mit der Hilfe der Westlichen Welt erreicht.

Für alle die sich über das Projekt näher informieren wollen (oder gar das Erlebnis selber machen möchten) : http://www.elephantnaturepark.org

Am selben Abend trafen wir uns nochmals mit dem deutschen Pärchen und genossen einen Cocktail in der RoofTopBar hoch über der Stadt.

Am folgenden Morgen mieteten wir uns einen Roller und fuhren zusammen mit Miriam und Marco die wunderschöne Strecke hoch zum Doi Suthep Tempel. Vollkommen von Gläubigen überrannt sahen wir uns den wirklich schönen Tempel an. Der Innenhof sah wirklich aus als wäre er nicht von dieser Welt.

Anschließend gingen wir noch zu einem nahegelegenen Wasserfall und genossen die Aussicht. Das Wasser war leider zu dreckig um darin zu baden obwohl wir es nach dem Aufstieg wirklich nötig gehabt hätten. Abends war wieder ein Markt, diesmal einer auf welchem die Einheimischen einkaufen gehen. Man wurde zum ersten Mal nicht von den Verkäufern (meist aus den umliegenden Hill Tribes)bequatscht, welche ihre handgemachten Stoffe, Lederwaren und Kunstwerke verkauften. Wir mussten auch nicht handeln da dort alle denselben Preis bezahlen.

Am nächsten Tag ging unser Bus weiter Richtung Norden, nach Sappong.
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Comments

Karin on

wieder sooooo viele schoene fotos - und das mit den elefanten hat mich sehr beeindruckt - schoen dass es so eine station gibt für diese empfindsamen herrlichen tiere - machts weiter so gut ♥♥

carole on

great photos and descriptions- feels like having been there! now we have to go to the thai imbiss to complete the experience.

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