Mikes kleine Farm

Trip Start Unknown
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Trip End Ongoing


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Flag of New Zealand  , North Island,
Saturday, May 14, 2011

Wieder zurück in Auckland regnete es immer noch oder schon wieder. Auch egal! Nachdem ich erfahren musste, dass mein einziges Must-See in Auckland, die gelbe Ente im Hafen, nicht mehr da war, hatte diese Stadt für mich eindeutig verloren. Ich konnte zumindest so langsam die Reaktion "Was willst du denn da?" verbunden mit einem irritierten Gesichtsausdruck der Kiwis verstehen. Wir mussten hier zum Glück auch nicht länger bleiben, denn wir hatten einen Käufer für Uschi gefunden. Mike war Besitzer einer Motorrad-Werkstatt und handelte nebenbei mit Campervans. Da er auch deutsch war, ludt er uns einfach nach Paeroa ein und aus dem gleichen Grund vertrauten wir ihm mal. Am Abend kamen wir bei ihm und seiner Familie an und wurden herzlich in Empfang genommen. Bis in die Nacht hinein erzählte uns Mike die wildesten Stories über Kiwis, Maori und die Natur. Er sprach auch über die Opposum-Plage in Neuseeland. Jetzt wussten wir endlich warum so viele von den süßen Tierchen auf der Straße lagen. Wir hatten sie zwischenzeitlich mal gezählt aber es waren so viele, da kam man kaum hinterher. Hier bremst bei angeblich 82 Millionen Exemplaren (Wikipedia spricht von 30 Mi.o) keiner für. Und da die Maoris durchgesetzt haben, dass man fürs Jagen und Fischen keinen Schein brauch, konnte auch ich mich am Abend mit Mike und seinem Sohn beim Nachbarn auf Opposum-Jagd begeben. Eine halbe Stunde zielte ich mit einem Gewehr auf das Dach dieser "Papphäuser" wie sie Mike gern bezeichnete. Dann hatte ich eins der drei dort wohnenden Tierchen erwischt. Da Opposums echt clever sind, brauchten wir nicht versuchen noch eins zu schießen. Also rupften wir meinem Treffer das 7,50-Dollar-Fell aus und warfen es für die Aale in den Fluss. So kann man sich auch sein Taschengeld verdienen. Makabererweise gibt es tatsächlich Schulausflüge zur Opposum-Jagd. Den folgenden Tag verbrachten Marlen und ich aber wieder ganz mädchen-like und fuhren zum Waihi Beach, um dort die tollen Shell-Muscheln einzusammeln. Leider habe ich meine im Auto vergessen... sorry Mama! Im Anschluss machten wir unseren letzten Ausflug mit Uschi zum Karangahake Gorge. Auf den Spuren der Goldgräber wanderte ich den Railway Loop vorbei an Goldmienenrelikten und durch einen 1km langen Eisenbahntunnel. Nachdem wir so bei Mike ein paar schöne und äußerst entspannte Tage verbringen konnten, fuhr uns ein Freund von ihm nach Auckland zum Flughafen. Obwohl Mike angeblich ein Auto-Kenner sein wollte, hatte er kein Interesse sich den Van einmal richtig anzuschauen. Marlen und ich konnten es kaum glauben unsere Uschi mit dem kaputten Licht und all den anderen kleinen Macken für gutes Geld verkauft zu haben. Definitiv Rubrik: Mehr Glück als Verstand! Ich liebe Neuseeland!

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