DEUTSCH: Myanmar

Trip Start May 05, 2008
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Trip End May 05, 2013


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Tuesday, July 8, 2008

Myanmar: 23.06.08 - 11.07.08

Nachdem wir in Thailand einige nette Leute von Myanmar kennengelernt hatten sind Dave und ich neugierig geworden und haben spontan entschieden uns selbst einen Blick ueber das Land zu verschaffen.
Um ehrlich zu sein,wusste ich gar nicht so viel ueber Myanmar oder auch bekannt als Birma. Erst als im letzten Monat der Cyclon Nargis das Land so schlimm getroffen hat bin ich ein bisschen schlauer geworden. Eine strenge Militaer Regierung herrscht ueber das Land die auch kaum internationale Hilfe zulaesst.Uns war deshalb nicht so ganz klar ob wir ueberhaupt ein Visa beantragen koennen. Reiseagenturen in Bangkok wussten es nicht so genau oder meinten es waere im Moment nicht moeglich ins Land zureissen. Dave und ich wollten es aber genau wissen und sind selbst zur Botschaft gegangen.Und tatsaechlich, nachdem sie sich vergewissert haben das wir auch wirklich keine Reporter oder Journalisten sind, haben wir ohne Probleme unser Visa beantragen, und 2 Tage spaeter abholen koennen.Gleich danach haben wir unseren Flug fuer den 23.06. gebucht. Da der Flug frueh morgens um 7 Uhr war haben wir beschlossen die vorherige nacht auf dem Flughafen zu campen.Die Klimaanlage war aber so eisekalt und die Sitze unbequem das nicht grossartig an Schlafen zu denken war.Egal, irgendwie haben wir die Nacht aber doch ueberstanden und sind ca.8:30 Uhr in Yangon gelandet.

Noch im Flughafen haben wir jemanden stehen sehen mit dem Schild"Motherland Inn". Das war das selbe Gasthaus was auch in unserem Reisefuehrer empfohlen wurde und einen freien Taxi servis zum Hostel anbietet.Dann ging alles ganz schnellund Geld haben wir auch gleich noch getauscht.( 1USD = 1000Kyat) Man brauch also nen ganz schoen grossen Geldbeutel um die ganzen Scheine wegzuschleppen:-)Schon waerend des Landeanfluges in Yangon waren die Spuren des Cyclones deutlich zu sehen, aber als wir im Taxi sassen auf dem Weg zu unserem Hostel war das Ausmass noch sichtbarer.Unser erster Eindruck von der Stadt war eher schockierend.Es ist sehr dreckig, es stinkt nach allen moeglichen,die Strassen sind kaputt und ueberfuellte "Busse" in denen sich die Sardinen in der Dose wohler fuehlen wuerden. Mal ehrlich, wer Yangon als schoen empfindet muss wohl eine rosa Brille im Gesicht haben. Dennoch war unser Hostel im Vergleich zum Rest der Stadt total gut und echt luxerioes.Nachdem wir gefruehstueckt hatten und den wenigen Schlaf der Vornacht nachgeholt hatten, sind wir auf erkundungstour der Stadt gegangen.Als erstes ist uns aufgefallen das alle Maenner lange Roecke tragen und alle Frauen und Maedchen gelbe Make Up aehnliche Creme im Gesicht haben. Spaeter haben wir herausgefunden das es selbstgemachte Sonnenmilch aus Baumrinde ist. Wir wollten ungefaehr fuer 2 Tage in Yangon bleiben um uns einen Schlachtplan fuer unsere Reise zu machen.Nachdem wir die vollen Busse und die Strassenverhaeltnisse gesehen haben waren wir uns nicht so sicher wie wir am besten ums Land reissen sollten.Auf dem Weg vom Flughafen zum Hostel hatten wir "Mio" kennengelernt. Er arbeited fuer unser Gasthaus und hatte uns empfohlen ein Auto mitsamt Fahrer zu mieten.

Wie dem auch sei, Dave und ich haben fuer 2 Tage Yangon unsicher gemacht und uns dabei gefuehlt wie Hollywood Stars:-)Jeder dreht sich auf der Strasse nach dir um,Leute sprechen dich einfach an und wollen ihr Englisch ueben oder laden dich spontan auf einen Tee ei in einen der vielen "Strassen Cafe's" (siehe Foto) Wir haben sogar einen jungen Moench kennengelernt der uns wirklich fuer 2 Tage auf Trapp gehalten hat und uns eine ausfuerliche Stadtfuehrung gegeben hat.Nach schon 2 Tagen waren wir begeistert von der Freundlichkeit  und Offenheit der Menschen. Selbst ueber die verhasste Regierung wird offen gesprochen und die Verzweiflung ist sehr deutlich.Selbst wir haben Bekanntschaft mit den Regierungsleuten gemacht.Als wir am 2.Tag mit unserem jungen Moench unterwegs waren, in einen der heiligen Pagodas,wurden wir aufeinmal umzingelt von Polizei und Spionen die uns Fragen gestellt haben und alle Einzelheiten des Moenches aufgenommen haben.Uns wurde deutlich gemacht das sie es nicht moegen wenn Auslaender und Moenche miteinander sprechen. ( vor 2 Monaten gab es hier eine grosse Demonstration der Moenche gegen die Regierung)

Nach 2 Tagen haben wir uns mit "Mio"getroffen und haben uns entschieden das sein Angebot mit dem Auto wohl der Beste Weg ist um rundrum zu reisen.Fuer 600 USD hatten wir nun ein Auto mitsamt Fahrer und alle Benzin und Strassensteuer incl.Benzin fuer einen Roadtrip zu bekommen ist naemlich gar nicht so einfach hier. Jeder Autobesitzer hat ein sogenanntes Benzinbuch und darf nur 4 Gallonen Benzin am Tag tanken. Man muss also auf teure Schwarzmarkt Tankstellen uebergreifen.

Unser Fahrer hiess "Zaw" (gesprochen "So" )war schon auf dem 1. Blick ein netter Typ. Er war um die 50 und hatte ein breites Laecheln im Gesicht.Fuer die naechsten 14 Tage hatten wir nun einen alten Toyota Corolla unter dem Hintern:-) Nachdem wir die Abgase und den Laerm Yangons hinter uns gelassen haben und durch die laendliche Gegend gefahren sind, sind unsere Augen buchstaeblich am Fenster haften geblieben. Vorbei an unzaehligen Reisfeldern,hart arbeitenden Farmers Maennern die alle Arbeit noch mit dem Ochsen verrichten und Frauen, die Obst, Gemuesse und alle anderen Sachen auf dem Kopf tragen. Unsere erste nacht haben wir in einem kleinem Ort namens Tungo verbracht.Es war ein stilles Familien Gasthaus komplett aus Eichenholz umzingelt von Reisfeldern und Bergen.Wahrscheinlich hatten wir das Beste Essen in unseren 2 woechigen Trip bei dieser Familie. Alles war Eigenproduktion. Ananas, Bananen, Mango,Reis und selbst der Kaffee wuchs im Garten.

Am naechsten Tag hatten wir einen zeitigen Start da wir eine 10 stuendige Autofahrt durch die Berge vor uns hatten.(was bei den Strassenverhaeltniss besonders anstrengend ist)Unserem Fahrer "Zaw" konnten wir aber voll vertrauen.Er kannte die Strassen wie seine Westentasche und hatte immer alles gut im Griff.Meisstens waren die Strassen einspurig, was das ueberholen oder ausweichen von Ueberladenen Trucks(meisstens mit riesigen Staemmen von Eichenholz) zum Kunststueck werden liess:-). Wir haben auch viele zusammengebrochene Busse mit Platten reifen am Strassenrand gesehen. Ihr koennt euch also vorstellen wie froh wir waren nicht da drin zu sitzen und die Nacht evtl auf der Strasse verbringen zu muessen.Wir sind auch vorbei an vielen Strassenarbeitern,die wirklich noch ohne jeglichen maschinellen Mitteln,nur mit Hammer und Meisel die Steine aus den felsen hauen. Frauen und Kinder haemmern die Steine dann klein und fuellen die Loecher auf der Strasse.
Unser naechstes Ziel war die kleine 1320m hoch gelegene Bergstadt "Kalow" . Kalow ist zu Hause vieler Nepalesischer Familien und Ausgangspunkt mehrtaegiger Wanderungen. Dave und ich haben beschlossen eine 3 taegige Trecking Tour zu dem 50 km entfehrnten "Inlay Lake" zu machen. Wanderungen sind nur moeglich mit einem professionellen Tourguide was auch wirklich notwendig ist. Andererseits waeren wir warscheinlich nie am Ziel angekommen:-). Fuer mich und auch fuer dave war dieser 3taegige Marsch der absolute Hoehepunkt unserer Reise. Unser Guide war 32 Jahre und hiess Michell. Ein guter Kerl. Er wusste ueber alles Bescheid und hat uns klasse mit den Bergleuten in Verbindung gebracht.Es war ein Erlebniss die arbeitenden Menschen in den Felder zu sehen und wie alles nur mit Hand und Vieh gemacht wird. Wir konnten zusehen wie der Tee geerntet und getrocknet wird und spaeter in der Teekanne landet.Elektrizitaet gibt es keine und gekocht wird nur ueber offenen Feuer. Die erste Nacht haben wir bei einer 7 koepfigen Bergfamilie geschlafen und die 2.Nacht in einem Kloster. Das war ein Erlebniss. Um 5 Uhr morgens wurden wir von zarten Gebetsgesaengen geweckt. Uebrigens hatten wir sogar unseren persoenlichen Koch. Er ist immer im Eiltempo vorneweg gelaufen und wenn wir am Abend angekommen sind war das Essen schon fast fertig. Es war immer total lecker auch wenn Dave sich fuer 3 tage mit ueblen Durchfall angefreundet hat.hihi... (Ich will nicht naeher darauf eingehen:-))

3 Tage spaeter sind wir am "Inlay Lake " angekommen. Es ist eine herrliche Gegend da. Ein Riesengrosser See umzingelt von Bergen. Es gibt so viele Dinge da zu sehen. Der Beste Weg das Leben der Leute kennenzulernen ist eine ganztaegige Bootstour zu machen. Das bunte Marktleben wo die Bergleute von Kilometer weit her kommen um ihre Sachen zu verkaufen war ein interessanter Schauplatz. Fischers Maenner die ihr Boot nur mit dem Fuss steuern und in Fahrt bringen, in einen der vielen Hausboote sitzen Maedchen mit schweren Ringen um den Hals und weben Roecke und Schals, in einem anderen Haus sitzen junge Maedels in einer 3erReihe un machen Zigaretten aus gruenen Blaettern  die sie spaeter auf dem Markt verkaufen. Wir waren selbst auf einer Dorfhochzeit eingeladen und fuehlten uns als waeren wir die Hauptpersonen. Dave musste am Ende mit der Hochzeitsband auf der Buehne spielen:-)Wir waren den ganzen Tag unterwegs und hatten am ende so viele Eindruecke im Kopf. Nach drei Tagen am See sind wir weiter gezogen nach Mandalay im Norden. Mandalay scheint groesser zu sein und vor allem noch viel chaotischer und unterentwickelter als Yangon. 1000de von Motorraedern,Fahrraedern,Pferdekutschen,Schweine und Hunde auf der Strasse und natuerlich keine Ampeln machen das ueberkreuzen zu einer lebensgefaehrlichen Sache. Leute waschen und duschen sich direkt auf der Strasse und Elektrizitaet gibt es selbst im Hotel nur fuer ein paar Stunden. In Mandalay merkt man wirklich das man in einem 3.Welt LOand ist. Wir haben uns noch einige Sachen ausserhalb der Stadt angeschaut aber nach 3 Tagen hatten wir genug und haben das verrueckte Treiben verlassen.

10 Stunden spaeter haben wir uns wiedergefunden in einer kleinen antiken Stadt namens "Bagan". Leute sagen, Bagan ist wie "Angkor Wat" in Cambodia.Auf engen Raum verstreut befinden sich mehr als 4000 Tempel und Pagodas. Viele davon sind mehr als 1000 Jahre alt. Besonders die Sonnenuntergaenge sind sehr romantisch in Bagan. Man ist zwar immer umzingelt von einer Horde Kindern die einem anfangs immer Postkarten oder anderen Krims Kram verkaufen wollen aber hat man sie erstmal zum spielen gebracht konnte man sie nicht mehr stoppen. Dave war voll in seinem Element:-) Die letzte nacht haben wir in einem kleinen Ort mit dem Namen Pyay verbracht. Dort gab es eigentlich nicht wirklich viel zu sehen. Es war eher nur ein Stop over da der Weg nach Yangon so weit war. Was uns aber immer an diesen kleinen Ort erinnern wird ist eine etwas ausergewoehnliche Speisekarte in einem kleinen "Restaurant"
- gebratene Katze
-gestreifte Schlange
-bellendes Reh ( was auch immer das ist)
Unser Fahrer Zaw meinte es waere nicht ungewoehnlich in laendlichen Gegenden, selbst vor Hunden scheuen sie nicht zurueck.
Jetzt sind wir wieder zurueck in Yangon und morgen frueh geht unser Flieger nach Bangkok und danach nach Chiang Mai im Norden Thailands.
Myanmar ist eine andere ( vielleicht auch ein bisschen vergessene) Welt und verglichen zu allen anderen laendern in Sued Ost Asien sogar etwas teurer. Wir sind froh das wir hier her gekommen sind und es ist auf jeden Fall ein Land was man sich in ein paar Jahren nochmal anschauen kann.
Ueberwaeltigend und das Beste fuer uns ist und bleibt die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen.
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Comments

cathleena
cathleena on

* liebe gre *
war das ein schöner bericht... auch eure erlebnisse aus daves sicht zu lesen... einfach schön. ich freu mich so für euch! seid lieb gedrückt *küsschen*

anitsche
anitsche on

tach auch
hallo Ihr beiden...tolle bilder, super bericht. sende euch sonnige grüße (naja bewölkt 20°C ) aus münster
alles alles liebe seid liebe

bedbugsforever
bedbugsforever on

amazzzing!
Hi Ihr lieben beiden. Das ist ja ein atemberaubender Bericht - was fuer ne tolle Reise. ihr wart sicher naeher dran an Myanmar als jeder Journalist. tolle pics und sooo suessss die kleinen Myanmar kids. habt noch ne schoene Reise!

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