Highest city in the world

Trip Start Sep 14, 2005
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23
Trip End Nov 09, 2005


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Flag of Bolivia  ,
Friday, October 21, 2005

Da die Strasse nach Potosi oft gesperrt ist- verzoegert sich unsere Abfahrt- wir muessen ´heimlich´ mit unserem Buss in eine Seitenstrasse, wo er beladen wird. Vom Hauptterminal geht kein Bus raus und das wird auch strengstens kontrolliert. Da lerne ich auch die Bolivianos in aufmuepfiger Art kennen. Wenn es heisst, der Bus soll um 13.00 Uhr losgehen und um 13.02 bewegt sich noch nix- werden die Jungs kollektiv ziemlich ungehalten- vamos, vamos und paar andere Ausdreucke die ich an dieser Stelle nicht erwaehnen will werden hitzig rumgebruellt. So so also ganz sooo entspannt sind sie dann doch nicht...
Aber zur Besaenftigung steigt einer an Board mit Koffer und Schlips- lasse mich aber diesmal nicht verunsichern- es ist unsere Vertreter fuer die ersten Kilometer. Schunzelnd hoere ich mir seinen Vortrag ueber Artrittis und sonstige Wundermittel an und bin immer wieder ueberrascht, dass das Zeug von den Leuten in Unmengen gekauft wird. Vielleicht wollen sie auch nur, dass er endlich aufhoert sie weitere 30 Minuten zu bequatschen.;-)

Die Fahrt geht an kargen Bergen, Taelern und weiteren kargen Bergen vorbei. Endlose Landschaften in allen Brauntoenen.
Potosi- die hoechstgelegene Grossstadt zeigt sich von seiner charmanten Seite. Kleine Gassen- die Sonne scheint und so erscheinen die Brauntoene in einem angenehmen Licht- selbst in der Stadt. Die 4000 Meter machen einem nur dahingehend zu schaffen, als dass man bei all der Fahrerei ohne Klo bewusst nix trinkt- das wird mit ein paar Cervezas am Abend gruendlich wieder aufgefuellt ;-)

Ich entspanne hier 2-3 Tage und sehe mir die Minen an.
Vorher wird noch gut auf dem Markt fuer die Minenarbeiter eingekauft.
Natuerlich kommt fett Coca mit. Man muss hier kurz erwaehnen, dass in den Hochzeiten, als die Berge hier foermich ausgeschlachtet wurden, die Minenarbeiter uebelsten Arbeitsbedingungen ausgesetzt waren und man ihnen Tonnenweise Coca verabreicht hatte, damit der Koerper die Strapazen nicht so heftig spueren liess. Sogar schwarze Sklaven liess man hierher transportieren, die dann aber die Hoehe nicht vertrugen. Unglaublich wie unterschiedlich die Koerper eines Menschen sein koennen. In der Zeit mussten viele tausend Menschen ihr Leben in den Mienen lassen um Silber zu Tage zu foerdern, dass dann von Damen auf anderen Kontinenten getragen wurde.
Die Arbeitsbedingungen haben sich besonders in den letzten 3 Jahren sehr verbessert- es kommt kaum noch zu Unfaellen. Gegen die Staublunge wird allerdings immernoch nichts unternommen. Selbst den einen Tag dort unten fuer die paar Stunden machen mir echt zu schaffen- und das bei mir einem ehemaligen Kettenraucher!!
Verdienst ist fuer die Bolivianer mit ca 800-1000 Bolivianos aber sehr hoch- (sonst Durchschnitt 400..) drum sieht man richtig viel junge Kerle im Berg die heftigste Arbeit verrichten. Und nix ist da mit Mundschutz oder Kran. oder elektischen Wagen- da geht alles nur aus Manneskraft- Respekt.

Mein Fuehrer- mit dem ich alleine durch die Minen gehe meint noch so- Bonita-fuer Dich mach´ich ne adventure Tour- dachte noch so ok- Abenteuer ist immer nett. Aber in ´ner Mine...nee ich war froh als ich wieder raus konnte. Miquel ist mit mir durch micro-Gaenge- durch manche sind die Jungs noch aufrecht durchgelaufen (ich habe schon den Kopf eingezogen- die sind sogar kleiner als ich!!!) aber das waren nur paar Meter. Meistens biste voellige gekruemmt durch den Berg und oft kriechst Du nur auf allen 4-en durch enge Loecher- also nix fuer Klaustrophobier. Hatte noch paar Tage krummen Ruecken. Muss gestehen hatte am Anfang auch mulmiges Gefuehl. Bischen zusammenreissen, dann gings. Muss aber keine Mine mehr von innen sehen, ganz ehrlich!
Beim naechsten Kauf eines Silberringes weiss nun ich wieviel Arbeit da an meinem Finger glaenzt. Die Jungs haben meinen vollen Respekt!

Ein tolles Gefuehl, wenn man aus den heissen/kalten Minen endlich an die frische Luft und die warme Sonne kommt. Hatte sehr viel Glueck mit dem Wetter. Nur strahlendblauen Himmel. Aber abends kann´s dann schon ziemlich schattig werden. In meinem Bett mit 6 Decken gelegen- (mal wieder) und auf die ersten Sonnenstrahlen am Morgen gehofft. Und alle erzaehlen Dir, dass Uyuni noch heftiger wird. Was wuerde ich fuer eine warme Nacht geben...
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