49 Tage in den USA - Mein Fazit

Trip Start Jul 25, 2013
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Trip End Aug 16, 2014


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Flag of United States  , New York
Thursday, April 24, 2014

In 49 Tagen bin ich kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten gereist, um einen Überblick über das gigantisch große Land zu erhalten. Erste Lektion meiner Reise: Es gibt nicht die Amerikaner und auch nicht die typische amerikanische Stadt. Die Städte und ihre Bewohner sind deutlich unterschiedlich. Der Wohnort beeinflusst nicht nur das Lebensgefühl der Menschen sondern auch ihre Gewichtsklasse. Gerade letzteres ist in Kalifornien deutlich geringer ausgeprägt als im Rest des weiten Landes. Was im ganzen Land allerdings ausgeprägt ist, ist der starke Nationalismus und Militarismus - auch wenn das natürlich nicht für alle Amerikaner gelten kann, aber für die Mehrheit meiner Einschätzung nach schon.

Die zweite Lektion: In 49 Tagen kann man nicht die ganze USA sehen, zumindest - wenn man wie ich - als Backpacker mit öffentlichen Verkehrsmitteln - reist. Vielleicht hätte ich mein Augenmerk eher auf den Westen legen und meine Zeit mehr in Nationalparks verbringen sollen. Aber nach der Reise ist man natürlich schlauer.

Während meiner Reise nutzte ich - wie auf der gesamten Weltpfade-Tour - nur öffentliche Verkehrsmittel oder die Autos von anderen Backpackern. Dies erschwerte meine Reise durch das Land des Automobils erheblich. Viele interessante Orte sind einfach mit dem Bus oder dem Zug nicht oder nur sehr umständlich zu bereisen. Da das Tourenangebot im April eher dürftig war, musste ich mehrere interessante Flecken Amerikas auslassen. Gerne hätte ich mir das Death Valley angeschaut oder eine Wanderung durch den Redwood Forest-Nationalpark unternommen, was nicht möglich war. Vielleicht fällt daher mein Fazit über die USA als Reiseland nicht so gut aus wie über Patagonien, was landschaftlich - wenn überhaupt nur mit Neuseeland - zu topen ist.

Für ein Autoland ungewöhnlich verhalten sich die Fahrer der Blechkisten gegenüber ihren eigentlich unterlegenen Fußgängern. Bedenkenlos kann ich in der USA über den Zebrastreifen gehen - Der amerikanische Autofahrer hält an. Manches hätte ich mir so in Südamerika nicht getraut...

Schlimm finde ich für ein so großes Industrieland wie die USA die große Lücke zwischen Arm und Reich, Ich habe wirklich noch nie so viele Obdachlose gesehen wie in San Francisco. Das gesundheitliche System, scheint auch nicht das beste zu sein, wenn man sieht mit welchen altertümlichen Gehhilfen viele Menschen durch die Straßen der Grossstädte eilen. Und wenn ich ehrlich bin: Ich habe noch nie so viele Gehhilfen gesehen. Die starke Lücke zwischen Arm und Reich gerade im Gesundheitssystem bestätigen auch meine Gespräche mit Locals, die durchweg alle freundlich waren.

Wunderschön empfand ich die Nationalparks im Südwesten der Vereinigten Staaten - Einfach toll, dass ich die Chance hatte dies zu sehen.
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