Tiere gucken in San Diego.

Trip Start Jul 25, 2013
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Trip End Aug 16, 2014


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Flag of United States  , California
Thursday, April 10, 2014

Ich bin in San Diego. Vor wenigen Wochen habe ich noch nichts von dieser Stadt gehört und würde sie eher in Mexiko als in den USA verorten. Knapp daneben. San Diego ist die südlichste Stadt Kaliforniens und nur wenige Meilen von der Grenze zu Mexiko entfernt. Der Grund warum mich meine Weltpfade-Tour nach San Diego gebracht hat, lag wiedermal in einem Jugendtraum. Vor Jahren hatte ich mal eine Zeitschrift ein Foto eines Killerwals gesehen, was mein Interesse für diese riesigen Tiere weckte. Und da man diese Tiere am ehesten in Gefangenschaft beobachten kann, stand ein Besuch von Seaworld ganz oben in meiner USA-Todo-Liste.

Doch zunächst unternahm ich am ersten Abend einen kleinen Spaziergang am Hafen. San Diego gefiel mir von Anfang an. Es ist warm und man hat in keiner Straße Sicherheitsbedenken. Am zweiten Tag spazierte ich zum weltberühmten San Diego Zoo, einer der größten Zoos weltweit und konnte zum ersten Mal Pandabären sehen. Nunja ... zumindest Pandabärenhintern. Mehr war von den Tieren nicht zu Gesicht zu bekommen. Der Zoo ist aber beeindruckend. Damit die Besucher sich ja nicht überanstrengen, fährt eine Buslinie durch den Zoo. Die Entfernungen sind aber locker an einem Tag zurückzulegen. Schön war die im Eintrittspreis enthaltene Gondelfahrt.

Am dritten Tag fuhr ich zu Seaworld:

10 Uhr Morgens. Seaworld öffnet und wie ein Wunder stehe ich in der ersten Reihe. Eigentlich bin ich heute recht spät aufgestanden Doch bevor das Spektakel beginnen kann, ertönt die Nationalhymne - Nationalstolz muss anscheinend im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auch in einem Freizeitpark sein. Auf was man als Nation stolz sein muss, wird mir später kurz zu Beginn der Killerwalshow erklärt. "Wir begrüßen alle Aktiven und ehemaligen Angehörige der Streitkräfte und möchten diese bitten sich zu erheben." erklingt es durch die Lautsprecher. Knapp zwei Dutzend Männer verschiedenen Alters erheben sich. "Wir bedanken uns für den Einsatz dieser Menschen für unser Vaterland und sind stolz solche Menschen unter und zu haben." Die Menge applaudiert. Ich nicht. Das 6-jährige Kind neben mir klatscht eifrig mit. Kann da eine kritische Haltung zu Militäreinsätzen reifen? Aber andererseits: Wann haben wir Deutsche uns bei unserem deutschen Militär z.B. für den Einsatz in Afghanistan bedankt? Bekommt es jemand in Deutschland überhaupt mit, wenn deutsche Soldaten in Afghanistan sterben? Ich denke eher nicht. Dennoch finde ich diesen ausgeprägten Militarismus in einem Freizeitpark unpassend. Vielleicht braucht aber auch ein Land wie die USA, in dem nicht jeder die Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär meistert, einen besonders ausgeprägten Nationalstolz. Als Kit, was die ganz und gar nicht homogene Gesellschaft zusammen hält? Die Show beginnt. Die Vorstellung gefällt mir so gut, dass ich sie insgesamt drei mal ansehe. Die anderen Tage verbringe ich mit anderen Leuten aus meinem Hostel, alleine durch Old Town schlendernd und noch einmal einen halben Tag in Seaworld. San Diego hat mir sehr gut gefallen.
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