Even old New York was once New Amsterdam...

Trip Start Jul 19, 2012
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Trip End Mar 20, 2013


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Flag of China  , Yunnan,
Wednesday, November 28, 2012

Oh wie verheißungsvoll klingen diese Worte: Shangri-La! Wir wissen eigentlich selbst nicht warum - vielleicht ist es auf Andis´ Faible für Dokumentationen zurückzuführen: wir haben darüber sicherlich nur gesichertes Unwissen. Dennoch: falls uns unser Weg nach Tibet führen sollte, dann über diesen Ort... Sagenumwobene heilige Stätte des Buddhismus, Atlantis des Himalayas, Babylon der Berge - wir kommen!

Shangri-La ist auf 3200m gelegen und hieß, was wir erst vor Ort herausfinden, bis 2001 Zhongdian. Die chinesische Regierung hat "gesicherte historische Forschungen" anstellen lassen und seinerzeit eine Namensänderung beschlossen, was dem hiesigen Tourismus sicher nicht geschadet hat. Die Altstadt wurde nach der Namensgebung ebenfalls erst gebaut. Die neuen Häuser im Stadtkern wurden abgerissen, um der historischen Bausubstanz im lokale Baustil Platz zu machen. Die Häuser sind tatsächlich anders als an den Orten, die wir vorher besucht haben: dicke Lehmwände mit einem Kern in Holzskelettbauweise kennzeichnen diese Gegend. Dreiseitig überwiegend geschlossen öffnen sich die Häuser südseitig mit einer prunkvollen und von Kunstfertigkeit zeugenden Holzfassade. Die Topologie dieser Häuser mit ihren flachen und mit schweren Steinen bedeckten Bretterdächern errinnert ein wenig an den hochalpinen, fast schon alpenländischen Stil. Allerdings sind die Bretterdächer genauso gefakt, wie die Altstadt. Unter den Brettern finden sich Trapezbleche. Praktisch: so stört es auch nicht, wenn die Bretter einfach nur kreuz und quer auf dem Dach liegen! Und die Dachrinne kann man auch dahinter verstecken. Toll! Immerhin gibt es hier in Shangri-La, wie es sich für einen geheimnisvollen Ort gehört, die größte Gebetsmühle der Welt. Sie ist teil eines vermutlich Jahrhunderte alten, wahrscheinlich so um die 2000er Jahre gebauten Tempelkomplexes im Herzen der Altstadt. Nach dem größten Leninkopf, der größten Dschingis-Khan-Statue, der größten Buddha-Statue und dem größten Schuh der Welt ist dies natürlich ein unverzichtbarer Teil unserer Sammlung an größten Größenerlebnissen! Man spürt sie förmlich, die Nähe zu Tibet. Überall wehen die typischen bunten Fähnchen im Wind und schon wird irgendwo ein neues Steinmännchen aufgetürmt. Die Ursprünge des tibetanischen Buddhismus müssen hier liegen...

Dennnoch beginnt ein nicht zu unterdrückender aufkeimender Zweifel an uns zu nagen: sind wir da etwa einem hausgemachten Schwindel aus dem Lande des Fake aufgesessen?

Eigentlich haben wir vor hier ein paar Tage mit Wanderungen zu verbringen - es gibt in der Umgebung großartige Möglichkeiten für traumhafte Wanderungen und hierfür ist Zhongdian sicherlich eine gute Basisstation. Aber schon kurz nach der Ankunft überzeugt uns die Seehöhe von der Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens. Es ist hier knackig kalt und schon der Aufstieg auf den örtlichen Altstadthügel läßt uns erheblich außer Puste kommen. Die tausend Meter mehr machen sich also doch bemerkbar. Hier ist tatsächlich schon Winter und so verlieren die Gedanken an wunderbare Bergwanderungen schnell ihren Reiz. Dies war definitiv der Höhenpunkt unserer Reise. Es wird Zeit, wir kehren um und reisen wieder südwärts in wärmere Gefilde. Den Winter hatten wir schon in Yolyn Am in der Mongolei. Gut, dass wir die Wahl haben: auf geht´s zurück zum Sommer - in Richtung Vietnam und Strand.

Zur Sonne zur Freiheit - schön dass ihr dabei seid!

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