Bei Gabriel Garcia Marquez

Trip Start Feb 06, 2009
1
33
35
Trip End Jun 30, 2009


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Colombia  , Magdalena,
Friday, June 19, 2009

Unbedingt wollten wir uns auf dem Rückweg nach Bogota "Macondo" anschauen, also den Ort Aracataca, den der berühmteste kolumbianische Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez angeblich als Vorbild für den Schauplatz seines Romans "Hundert Jahre Einsamkeit" genommen hat. Hier ist "Gabo", wie er liebevoll genannt wird, geboren und sein Geburtsthaus sollte laut unseren Informationen ein Museum sein. Der Busfahrer schmiss uns einfach an einer Landstraße raus und meinte brummig "hier isses". Kaum aus dem Bus gesprungen mussten wir erstmal die nervigen Rikschafahrer abwehren, die uns alle eine total günstige Stadttour anbieten wollten. Nachdem wir ihnen klar gemacht hattem, dass das heut nix wird mit uns, machten wir uns auf die Suche nach dem Museum. So weit konnte es ja nicht sein, denn das Dorf ist nicht sooo groß... Leider kannte niemend dieses Haus oder keine wollte mit der Sprache rausrücken wie wir dort hinkommen. Sehr merkwürdig. Als wir dann nach einigem hin und her vor einem frisch gestrichenen Holzhäuschen standen, dachten wir uns schon, dass es das wohl sein müsse. Dummerweise war das Tor verschlossen und drinnen regte sich auch nichts. Erst nach einer Weile rufen und am Tor rütteln kam ein etwas verwunderter, aber netter Wachman an. Ja, ja wir können ruhig reinkommen. Kein Problem. Aber was war das denn nun? Das Haus war komplett leer! Es war zwar alles schön renoviert und bepflanzt, aber alle Räume waren leer und wirklich Auskünfte geben konnt uns der ominöse Wachmann auch nicht. Er verwies uns dann mit einem Fingerzeig auf eine Senora, die grade hinter dem Haus auf einem Stuhl im Freien saß und ihre Pediküre gemacht bekam. Da durften wir uns dann dazu setzen und sie beantwortete uns ganz geduldig unsere Fragen. Also, das Museum ist noch garnicht geöffnet (warum steht es dann in Katis Reiseführer von 2008 verdammt?!) und außerdem ist es auch garnicht wirklich das Haus, in dem der gute Gabo aufgewachsen ist. Es wurde nur in ähnlichem Stil auf dem gleichen Grundstück gebaut. Und außerdem hatte er auch nur ein paar Jahre hier verbracht und ist eigentlich in der Nähe von Valledupar großgeworden. Danke!! 
Zum Glück fur kurze Zeit später ein Bus, der uns aus diesem elenden Kaff in die nächste Stadt bringen sollte. Dort haben wir dann noch einige Zeit an diversen Straßenständen verbracht, um die regionalen Köstlichkeiten zu probieren und uns mit kartenspielenden alten Männern zu unterhalten. Hier haben wir das wahre Kolumbien kennengelernt, denn ich bin davon überzeugt, dass die noch nicht viele Europäer in ihren Leben gesehen hatten. Sie waren sie ein wenig brummig und wollten Kati nicht mitspielen lassen. Aber wer will es ihnen verübeln, sie kannte ja schliesslich die Spielregeln nicht. Diese Touristen nein nein...      
Slideshow

Use this image in your site

Copy and paste this html: