Wasserfallklettern und Höhlenabenteuer

Trip Start Feb 06, 2009
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Trip End Jun 30, 2009


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Friday, May 29, 2009

Mein Leben in San Gil ist wieder Alltag geworden. Morgens stehe ich meist um fünf auf, weil das die einzige Zeit des Tages ist, in der man Sport machen kann. Tagsüber ist es zu heiss und abends wird es um sechs dunkel. Also muss ich mich wohl oder übel morgens früh aus dem Bett quälen, um Laufen gehen zu können. Und weil es hier einfach überall steil bergauf geht, wird aus dem Joggen doch meist ein Wandern. Eines schönen Sonntag Morgens bin ich mal wieder mit Anita losgezogen. Diesmal sollte es allerdings bis zum Flughafen von San Gil gehen, der zwar nicht in Betrieb ist, weil keine geteerte Strasse hinführt; trotzdem oder gerade deshalb ist der Weg dorthin sehr schön. Zur moralischen Unterstützung habe ich zusätzlich Diana mitgenommen, die sich sehr über die doch sehr eigenwillige Anita kaputt gelacht hat. "Dörte fotografier doch mal die Kühe da!" "Guck mal da, Kühe!" "Diana mach ma ein Foto von Dörte mit den Kühen. Damit die das in Deutschland sehen können...!" Naja wie soll man auch als kolumbianisches Landei wissen, dass in Deutschland sowas wie Kühe nun dch schon ein wenig länger bekannt sind... :)
Vormittags gebe ich fast jeden Tag Deutschunterricht für eine kleine Gruppe von drei bis vier Studentinnen. Die lernen auch ganz fleissig und ich muss ganz schön schlucken, wenn es darum geht den Mädels den Unterschied zwischen nem Dativ- und nem Akkusativobjekt zu erklären... und das obwohl sie nicht mal ihre eigene, spanische Grammatik richtig können. Nachmittags bin ich im Büro auf dem "Landsitz" der Uni und abends findet man mich bei den Theaterproben in der "Casa de la Cultura". So ziehen die Tage ins Land und so langsam neigt sich meine Zeit hier dem Ende zu. Weil ich es in der "tierra de la aventura" bisher noch immer nicht geschafft hatte mal eine der unzähligen Abenteuersportmöglichkeiten auszunutzen, wollte ich nun doch noch wissen wie aufregend das Land es Abenteuers wirklich ist. Mit Diana, Yohana und ihrem Freund haben wir uns den Wasserfall Juan Curi hinunter abgeseilt. Ich sag nur so viel, das Ding is wirklich hoch! Macht aber auf jeden Fall richtig Spass! Direkt anschliessend gings nach Curiti in die Cueva del Indio, eine Höhle voller Fledermäuse, die von einem Fluss durchflossen wird. Man muss also teilweise klettern, schwimmen, sich an der Wand langhangeln und zum guten Schluss von einer Plattform etwa 5 Meter ins dunkle springen. Unten hört man nur das Wasser rauschen, man landet in einem Wasserbecken, von dem aus man dann anschliessend zum Höhlenausgang gelangt. Seeehr schön... danke!
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