Bali-Lombok-Flores and back

Trip Start Apr 17, 2008
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Trip End Oct 15, 2009


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Flag of Indonesia  , East Nusa Tenggara,
Wednesday, April 22, 2009

Bali
Momentan ist irgendwie so viel los, daß ich gar nicht mehr zum Schreiben komme, aber jetzt muß ich doch so langsam mal anfangen den Urlaub aufzuschreiben, bevor ich alles vergessen.
Der Tag bevor Steffen gekommen ist war ziemlich relaxed (Mittwoch 08.04.). Ich hab die Culturshock Session gehalten für die unsere neuen Volontäre, es ist super gelaufen und danach bin ich nach Hause und hab den Rest des Tages ausgespannt. Um Mitternacht, von einer zu hohen Dosis 90210 (die Nachfolgeversion - ja, sorry, aber man nimmt was man von einer holländischen Kollegin, die die Farbe Pinkt liebt bekommt) machte sich leichte Panik breit nachdem ich realisiert hatte, daß Donnerstag die Wahlen sind und da vielleicht nicht nur unser Office geschlossen ist, sondern vielleicht auch meine Wäscherei, die noch alle meine Sachen hatte, die ich vor dem Urlaub gewaschen haben wollte. Hab das Problem dann auf Grund von Nichtlösbarkeit auf den folgenden Tag verschoben.
Donnerstag bin ich dann gleich früh aufgestanden und hab meine Sachen abgeholt - Gott sei Dank, war die Wäscherei nicht zu. Danach war erstmal packen angesagt, natürlich auf den letzten Drücker und mit diesem leichten Grummeln im Bauch, daß Steffen in 3 Stunden landet und daß ich nix vergessen will.
War dann 2 Stunden (wie das so meine Art ist) zu früh am Flughafen. Kurz vorher hat mich auch noch eine Kollegin aus dem Office angerufen und mir eine SMS geschickt, daß unser Flug sich verschiebt auf den Nachmittag. Ach ja, dachte ich mir, dann sind wir eben bissl länger in Maumere, auch schön.
In Jimbaran haben wir nach einer kühlen Dusche und dem Auspacken von all den Mitbringseln (90% davon Süßigkeiten) erstmal einen langen Spaziergang am Strand gemacht, den wir 2h später praktisch identisch wiederholt haben auf dem Weg zum Restaurant mit einer Freundin hier und ihrem Mann, der gerade auch zu Besuch war. Der Abend war echt super und es hat so viel Spaß gemacht.



Lombok
Am nächsten Morgen um 07:00 aufgestanden - wie sich rausstellen sollte war das für den Urlaub spät - kurz gefrühstückt und dann zum Flughafen gefahren. Haben erstmal verzweifelt nach dem Checkin Schalter gesucht und ich hab mich schon gewundert, daß überhaupt niemand da ist, bis wir dann jemanden gefunden haben, der uns mitteilte, daß unser Flug von 09:00 auf 16:00 verschoben ist. Mist, warum können Flüge in Indonesien nie pünktlich sein?! Haben dann kurzer Hand unser Gepäck bei dem netten Herrn im Flughafen gelassen und sind raus und haben uns ein Taxi nach Kuta gesucht - man wollte ja nicht unbedingt 6h den Flughafen anstarren (das wären schließlich 6 von ca. 324h gewesen also fast 2% und dabei haben wir bestimmt schon 50% der Zeit geschlafen....).
Also sind wir in Kuta am Strand gesessen, im Sand ohne Handtuch, einfach so und haben die neue Kamera ausprobiert. Haben dann mittags noch einen Café Latte im Hard Rock Café getrunken und sind dann zurück zum Flughafen.
Steffen war nicht so begeistert von dem Flug und wäre am liebsten wieder ausgestiegen. Ja, ich gebe zu die Maschine hat bissl geklappert, aber sooo schlimm war's dann doch nicht UND wir haben ein 2tes Frühstück bekommen!!
Am Flughafen in Lombok sind wir dann von unserem Hotel in Sengiggi angeholt worden. Auf dem Schild stand Dorothy und sonst nix und im Auto war ich dann kurz am überlegen wie groß die Wahrscheinlichkeit wohl wäre, daß noch eine Dorothy um dieselbe Zeit in Lombok landet wie ich und ebenfalls wartet von einem netten Mann in unauffälliger beiger Kleidung abgeholt zu werden. War kurz am Überlegen zu fragen, von welchem Hotel er denn eigentlich ist, hab mich aber dann dafür entschieden mich einfach überraschen zu lassen.

Wir sind ohne größere Zwischenfälle in Sengiggi im Hotel angekommen - also hat Dorothy zumindest im selben Hotel gebucht wie ich - und die Anlage ist einfach mal der Hammer. Haben erstmal alles in uns aufgenommen, uns eine kurze fancy Dusche gegönnt und sind dann zum Essen in das Restaurant vom Hotel gegangen.
Ich hatte das beste Tuna Fillet mit Babykartoffeln und Spinat, das ich je gegessen habe und zum Nachtisch einen frisch zubereiteten und noch warmen Schokoladenkuchen mit Vanilleeis. Steffen hatte das Java Curry mit Hünchen und Garnelen.
Das Essen war eins A und wird sind glaube ich beide mit schmerzendem Bauch eingeschlafen.

Gili
Am nächsten Morgen sind wir nach einem kurzen Frühstück zu einem Tagesausflug zu den Gilis aufgebrochen. Schnorcheln. Hab ich ja noch nie gemacht vorher, aber ich dachte, wir probieren das mal.
Hatten das Ganze über das Hotel gebucht und hatten deshalb unser eigenes kleines Boot mit 2 Indonesiern - einem Jungen und einem Alten - die uns die besten Schnorchelplätze bei allen 3 Inseln gezeigt haben. Das ist echt der Wahnsinn. Du fällst ins Wasser und wenn Du dann mal eine Maske erwischt, in die kein Wasser läuft und einen Schnorchel, den man nicht zuhalten muß, um kein Wasser zu atmen, kann man ohne große Anstrengung Korallen sehen, quietsch blaue Seesterne, bunte Fischschwärme und große Meeresschildkröten - das war echt der Hammer. Wir haben 5 solcher Schildkröten gesehen, unglaublich!!!
Da ich ja schon länger in Indonesien bin, weiß ich ja zum Glück auch um die Gefahren der Sonne. Hatte also, voraussehend wie ich bin, mein T-Shirt an während des Schnorchelns. Steffen ist erst beim 2ten Mal drauf gekommen und hat sich schön die Rückseite verbrannt. Trotzdem war der Trip ein voller Erfolg, allerdings brauch ich da glaube ich nicht länger einen Tagesausflug sein, die Inseln sind klein und ich bin einfach nicht der Strandurlauber. Nein, immer noch nicht, auch wenn ich mich am Wochenende manchmal so gebe, aber hier ist ja auch nix anderes zu tun...
Zum Abendessen waren wir dann wieder in dem Restaurant, und hatte das Tandori Chicken, Mie Goreng und dann hatten wir beide noch den Schokokuchen. Der ist einfach so gut, ich glaube in der Mitte war da immer noch bissl flüssige Schokolade, das ist einfach so auf der Zunge zergangen!
Den Rest des Abends haben wir dann auf unseren Balkon verbracht. Super Aussicht und super Stimmung, so wünscht man sich einen erholsamen Urlaub. Allerdings muß man in solchen Hotels die reichen und selbstgefälligen Supertouristen immer abziehen, die nervend neben einem im Restaurant hocken und deren röhrendes Lachen man noch im Bett hören kann.

Nächster Tag (12.04. Sonntag) wieder um 07:00 aufgestanden und mit dem Auto zum Perama Office für die Bootstour. Sind da in einen kleinen Bus gestiegen mit 10 anderen Leuten und einem frischen jungen Hüpfer, der sich uns als unser Reiseleiter vorstellte und sind dann erstmal quer durch Lombok an die Ostküste gefahren zu einem kleinen Dorf, das bekannt ist für seine Töpfereien. Wir haben 10min lang einer Frau zugesehen, wie sie auf einer 'antiken' Töpferscheibe im Handbetrieb eine Schale gefertigt hat - Wahnsinn wie schnell die das hinkriegen, 2 Minuten, dann stehen die Wände, schwub. Danach noch kurz durchs Dorf getingelt, obligatorisch im eigenen Töpfershop vorbeigesehen und dann wieder in den Bus und weiter geht's. Diesmal zu den Schiffsbauarbeiten. Die bauen da wohl gerade ein neues Boot, das liegt im Schlamm und man kann sich den Fortschritt nach 1 Jahr Arbeiten ansehen: Das Rohgerüst steht (das Schiff wird definitiv nix für Europäer, denn auf den 2 Decks können maximal 11-Jährige aufrecht stehen) und wir haben einen Tee und gebackene Bananen bekommen. Das war aber auch schon das angenehmste an dem Aufenthalt.
Weiter ging's zu dem Boot auf dem wir die nächsten 3 Tage verbringen sollten. Laut unserem pubertären Direktor gehen bis zu 30 Leute auf das Boot + Besatzung, für unseren Trip waren es zum Glück nur 14 und ich würde das auch als genug bezeichnen. Die Kabinen sind wahnsinnig klein, eine Matratze oben, eine unten und daneben 20cm, um überhaupt in die Kabine rein zukommen ohne gleich über das Bett krabbeln zu müssen. Ein Miniventilator und Lüftungsschlitze. 3 Pärchen hatten jeweils eine Kabine, der Rest hat auf Deck geschlafen und wenn ich so was nochmal mache, würde ich das auch bevorzugen.
Nach einer kurzen Einführung zu den Regeln an Bord ('Ihr lacht jetzt und ich hoffe, das habt ihr auch noch nach den 3 Tagen') haben wir abgelegt und sind zu einer kleinen Insel gefahren zum Schnorcheln, Volleyball spielen und Korallen pflanzen. Das Pflanzen der Korallen ist ein Projekt, das die jetzt seit 5 Jahren oder so machen und so versuchen das Korallenriff vor der Insel weiter aufzubauen. Wir haben die Korallenstücke an in Betonklötze zementierte Plastikstäbe gebunden und sie dann im tiefen Wasser versenkt. Die Korallen waren schön, aber nicht so beeindruckend wie auf Gili.
Sind noch ein bisschen auf der Insel entlang spaziert, haben sie aber nicht umrundet, was in 20min möglich gewesen wäre. Abends gab es dann ein Barbecue mit dem besten gebratenen Fisch, den ich je gegessen habe und zur Verdauung einen Poco-Poco, den traditionellen indonesischen Line-Dance. Ganz lustig, aber einfach nicht so mein Ding.
Die Nacht war erstaunlich gut, wenn man bedenkt, daß wir praktisch im Maschinenraum geschlafen haben und wir die ganze Nacht über gefahren sind. Unsere Kabine war am nähesten zu den Maschinen und die sind echt laut in Betrieb. Außerdem hat es die ganze Nacht geregnet, ich lag in dem oberen Bett und hab dann so nach einer Stunde gemerkt, wie so langsam meine Matratze naß wurde auf der linken Seite, weil das Wasser an dem Pfosten entlanggelaufen ist. Steffen war nach einem 'Gute Nacht, ich hoffe, Du kannst schlafen. Ich bestimmt nicht, es ist bock heiß und so super laut.' nach 10 min weg. Keine Ahnung, ob es an dem Essen, dem Schnorcheln, dem Poco-Poco oder vielleicht an der Kombination lag.

Sumbawa
Am nächsten Morgen (Mo 13.04.) sind wir in Sumbawa angekommen und nach einem leichten Frühstück erstmal wieder Schnorcheln gegangen. Hab eine super große Koralle gesehen, einen glänzend bunten Fischschwarm und neonblaue Seesterne. Vor dem Schnorcheln sind wir allerdings noch 300m über einen kleinen bewaldeten Hügel zu einem Salzsee mitten in der Insel gelaufen an dessen Ufer hängen an den Bäumen kleine Steine an Schnüren. Einheimische kommen hier her, weil der Ort als heilig gilt und hängen die Steine an den Bäumen für Glück. Sieht lustig aus, wenn man da ankommt und die ganzen Steine hängen an den Bäumen an teilweise bunten Plastikschnüren.

Unser nächstes Ziel nach dem Schnorcheln war ein kleiner Ort auf Sumbawa, den wir uns ansehen sollten. Auf der Fahrt dahin hab ich erstmal unseren Neuseelandreiseführer bearbeitet. Meine Güte, da gibt es ja sooooo viel zu sehen. 4 Wochen sind definitiv zu kurz, also haben Steffen und ich entschieden in dem Urlaub nur die Nordinsel zu 'bearbeiten' und uns die Südinsel aufzuheben.
Der Besuch des Villages war dann echt der Hammer. Sind da angekommen und es war noch relativ ruhig, nur ein paar Kinder am Strand und 2 alte Frauen, die uns etwas skeptisch beobachtet haben. Tom, einer unserer Mitreisenden hat sich gleich in den Sand gesetzt und für die Kinder mit Steinen jongliert, während wir auf die anderen gewartet haben (wir wurden immer in einem kleinen Boot, der Größe nach für 5 Personen ausgelegt, vom großen Boot ans Ufer gebracht. Jeweils in 2 Fuhren, das heißt im Schnitt waren jeweils 9 Personen an Bord. 7 Passagiere und 2 von der Besatzung).
Dann ging es also in das Dorf. 2.000 Personen sollen da leben, in der Tat war es riesig. Häuser auf Holzkonstruktionen wie den Pfahlbauten, die ich vom Bodensee her kenne, jede Menge Ziegen, die frei rumlaufen, Hühner und dann natürlich die Kinder. Wir waren nach kurzer Zeit von jeweils 20 umringt. Gwen, Toms Frau, hatte Photos von ihrer Familie und ihrem Zuhause in Kalifornien dabei, was die Kinder hier lieben (da sieht man gleich die Erfahrung einer in der 3. Welt Arbeitenden ). Ich war aber nicht minder interessant mit meinen paar Wörtern Indonesisch, das ich spreche. Ab und zu musste ich mich dann mal aus der Menge lösen, das ist eine ziemlich anstrengende und intensive Erfahrung, da in Mitten von 20 Kinder zu stehen, alle glotzen dich an und reden durcheinander und dann kommt ein 15 Jähriger, alle machen im Platz und er fragt dich in gebrochenem aber erstaunlich gutem Englisch, wo du herkommst, wie alt du bist und ob du schon verheiratet bist.
Lustig war auch die Unterhaltung zwischen dem 15 Jährigen und Tom. Ich stand neben Tom, als Gwen die Photos gezeigt hat, um mich kurz von dem Ansturm zu erholen. Interessant ist, daß man sobald man neben einem Mann steht nicht mehr direkt angesprochen wird (zumindest nicht von 'Männern'). Der 15 Jährige fragte also Tom nach seinem Namen, dann nach meinem Namen und dann, ob wir Kinder hätten. Tom: 'No, I think Gwen there - my wive - would be very disappointed if I had children with Thea.'. Dann hat er gefragt wie alt der Junge ihn schätzen würde. Diese Frage ist immer ein bißchen tricky, Gwen hat ein Mädchen gefragt wie alt das Mädchen sei und sie antwortete 4, sie war aber definitive so um die 8. Das Mädchen hat mich die ganze Zeit nicht allein gelassen und mir 'Unterricht' in der lokalen Sprache gegeben. Sie hat auf meinen Fuß gezeigt und gesagt: 'Bahasa Indonesia: Kaki, Bahasa Sumba: Balu (oder so ähnlich, kann mich nicht mehr erinnern)'. Und so ging das die ganze Zeit bis zurück zu dem kleinen Boot. Dann wurden noch ausgiebig unsere Nasen gelobt (die wären ja so schön, die lieben einfach die Kontur von der Seite, weil die nicht so flach ist wie bei Asiaten - ja, das hab ich hier auch schon öfter erlebt, daß alle meine Nase schön finden *G*) .
Das war wirklich eine außerordentliche Erfahrung, ich kann mir vorstellen, daß es super anstrengend ist als Entwicklungshelfer in so einem Umfeld zu arbeiten, aber auf der anderen Seite kann ich mir genauso gut vorstellen, daß man nur ganz schwer davon wieder loskommt. Ich war nur knapp 1h dort, aber irgendwas ist da passiert und irgendwie war ich traurig wieder zu gehen und wäre gern noch länger da geblieben. Es war wie eine Stadt der Kinder, Erwachsene hab ich kaum gesehen.

Nach dem Abendessen, das wirklich gut war - die haben so auf dem Boot gekocht wie in meinem Office, mit all meinen Lieblingszutaten. Worüber ich wirklich glücklich war, weil man das kaum in Restaurants bekommt und ich unbedingt wollte, daß Steffen weiß wovon ich rede, wenn ich sage: 'Ach, in dieses tempe goreng könnte ich mich reinlegen!' - musste ich erstmal feststellen, daß es wohl eine etwas unangenehmere Nacht werden würde. Warum muß man ausgerechnet im Urlaub nach 7 Monaten ohne größere / eigentlich gar keine Probleme Durchfall kriegen? Super Timing! Hab mir erstmal Tabletten eingeworfen und für das Beste gehofft. Mir war auch bissl schlecht und ich hab mich echt nicht gut gefühlt, in der Nacht hab ich gefroren und am nächsten Morgen war mein Appetit dann auch weg. Wollte eigentlich den Sonnenaufgang sehen, der echt der Hammer sein soll. Leider hat Steffen es nicht geschafft mich wach zu bekommen. Zum Frühstück hab ich 2 Bissen von einem trockenen Toast runter bekommen und eine halbe Tasse Tee - hat sich leider nicht lange gehalten . Also hab ich entschieden, das Highlight - Komodo Island mit den Komodoveranen - nicht mitzumachen und den Tag alleine auf dem Boot zu verbringen. Eigentlich war es nicht zu schlimm und ich hätte wahrscheinlich mitegekonnt, aber wer will sich der Gefahr schon aussetzen nicht warten zu können, sich hinter einen Baum zu setzen und dann einem Komodoveran Auge in Auge zu hocken?? Die Viecher werden 3m lang und wiegen ne Tonne oder so, 2 Wochen vorher ist erst ein Ranger gestorben bei einem Komodoangriff.
Also saß ich auf dem Boot und hab weiter im Neuseeland Lonely Planet geschmökert und versucht nicht über Bord zu kotzen. Durch den Durchfall bin ich glaube auch ein bisschen Seekrank geworden. Zum Glück nicht zu schlimm, aber gut hab ich mich nicht gefühlt.


Labanbajo
Am Ende des Tages sind wir dann in Labanbajo angekommen und konnten endlich von Bord gehen - in dem kleinen Boot mit 7 Leuten + Gepäck pro Fuhre. Meine Güte, das Bötchen lag so tief im Wasser, daß nur die Oberflächenspannung Schlimmeres verhindert hat. Abgesetzt hat man uns dann direkt an den großen Steinen am Hafen, die vom Land ins Wasser gehen und die Straße vor der Brandung schützen soll. Man sollte meinen, die sollten in den 5 Jahren die es dieses Programm gibt einen Weg gefunden haben wie man den Peer für diese Zwecke nutzen könnte, der nur 10m von uns auf der rechten Seite lag.
Hab mich erstmal hingesetzt - das ist so scheiße heiß dort! Tom und Hans sind los und haben ein Hotel gesucht. Das ist in solchen Orten nicht besonders schwierig. Punkt 1 haben wir vorher immer schon unsere Präferenzen getroffen im Lonely Planet und uns geeinigt wo wir hinwollen und Punkt 2 gibt es dort vielleicht 3 Hotels, die alle ungefähr denselben Standard haben und in derselben Straße liegen. Nach einer halben Ewigkeit kamen sie dann wieder mit 2 Schlüsseln von unterschiedlichen Hotels. Sind mit Tom und Gwen dann nach kurzer Diskussion in das Hotel ohne den Ausblick gegangen. Die nennen sich alle Backpacker und sind super erfahren im Reisen, aber wenn es um Hotels geht, dann können die immer noch um ein Handwaschbecken streiten, selbst wenn es nur um eine Nacht Aufenthalt geht.
Mir war sowieso alles egal und mir war schon klar, was uns da ungefähr erwartet: kaltes Wasser, ein unaussprechliches Klo und Kopfkissen aus Beton.
Nach dem 'Auspacken' sind wir zurück an den Hafen und wurden zurück auf das Boot gebracht für die 'Abschiedsparty', bestehend aus Essen und Poco-Poco. Beim Ablegen von unserem 'natürlichen' Peer sind wir auf einem großen Stein festgesessen. Also alle im Boot geruckt und gerückelt und die Besatzung von außen geschoben und ich hab schon das Loch im Rumpf gesehen!
War die ganze Zeit oben auf dem Deck und hab das Essen mal wieder ausfallen lassen und mich an meinen Tee geklammert. Steffen kam dann nach dem Essen hoch und hat mit einem ausgewechselten Crew Mitglied ein Arak-Gemisch getrunken. Arak ist die selbstgebraute lokale Pennerglück Version gemischt mit Cola und Lemon - pur soll das Zeug 70% haben. Sind dann ziemlich schnell wieder zurück, ich wollte einfach nur von diesem schwankenden Ungetüm runter und ins Bett.
Das Gute, wenn man bissl seekrank ist, den ganzen Tag nix gegessen hat und es heiß wie sau ist? Man kann sogar auf einem Betonkopfkissen und ohne Decke auf einer Matratze schlafen, die nur noch 2cm dick ist nach 10 Jahren Belagerung von erschöpften und schwitzenden Touristen.

m nächsten Morgen sind wir zum Perama Office die Straße runter, weil Tom den Abend zuvor schon einen Deal für ein Auto für die Überfahrt nach Moni ausgehandelt hatten. Wir hatten da ja noch nix geplant und ich hatte als ich den Urlaub geplant habe einfach drauf spekuliert, daß noch jemand auf dem Boot dasselbe vorhat wie wir und wir uns die Kosten für ein Auto teilen können und uns so öffentliche Verkehrsmittel erspart bleiben. Moni ist der kleine Ort kurz vor dem Vulkan Kelimutu, bei dem mir uns alle (Tom und Gwen, Mariska und Hans) die verschieden farbigen Kraterseen ansehen wollten.
Sind also zu dem Office, wo uns ein Bus mit Klimaanlage, Sitzen in Fahrtrichtung und einem Gepäckträger auf dem Dach für unser Zeug versprochen wurde für 08:30 am Morgen.
Eine Stunde später kam dann unser Fahrer mit einem kleineren Auto und ohne Gebäckträger. Das Ende vom Lied war, daß Steffens Rucksack oben auf dem Dach mit dünnen Plasikschnüren befestigt wurde und wir uns mit 8 Personen in das Auto gequetscht haben. 2 vorne, 3 in der Mitte und 3 hinten. 8 weil 3 Pärchen, der Fahrer und sein kleiner 6 jähriger Sohn, der währen der gesamten Fahrt, die 2 Tage gedauert hat keinen Ton von sich gegeben hat.
Dann ging die Fahrt los. Die Straßen in Flores sind so wie man sich das in so einem Land vorstellt: schmal, mit großen Schlaglöchern und teilweise durch Erdrutsche natürlich verengten Stellen, weil entweder Steine auf der einen Hälfte der Straße liegen, oder weil die andere Hälfte der Straße 500m weiter auf dem Straßenabschnitt weiter unten nach der nächsten Serpentine als Schutthaufen auf der Straße liegt.
Nach einem Mittagessen, bei dem ich ein bisschen Reis zu mir genommen habe und ein bisschen Tempe und einer Fanta fing es an zu regnen. Die Ursprüngliche Versprechung war ja nicht nur ein größeres Auto sondern auch ein Gepäckträger mit einer Abdeckplane. So hing Steffens Rucksack traurig auf dem Dach an dünnen Schnürchen und im Regen. Also haben wir angehalten und Steffen durfte seinen Rücksack für die nächste halbe Stunde auf dem Schoß schaukeln bis der Fahrer (Rudi oder Wudi?) einen Verkaufstand für Regencapes für Motorradfahrer entdeckt hatte. Und jetzt werdet mal ganz schnell die Vorstellung von einem Regencape in westlichen Maßstäben los. Das Cape bestand aus ordinärem pinkem Plastik, das von einer dünnen Aldiplastiktüte stammen könnte mit kurzen Ärmeln und gerade mal so lang, daß der Rucksack reingepaßt hat und hinten noch rausgucken und die Landschaft genießen konnte. Gut, daß Steffen immer Messer und Schnüre und so'n Scheiß einstecken hat, so konnte er wenigstens den Kopf- und die Armaussparungen zuschnüren und das Gröbste verhindern. Bei der nächsten Regenarmen Kurve also wieder ausgestiegen und das rosa Rucksackschweinchen wieder auf dem Dach befestigt.
Nach einem kuriosen Tankstop - warum zum Teufel stehen 20 Leute jeweils im Abstand von 2m nach der Tankstelle die Straße lang und verkaufen Benzin aus Vodkaflaschen??? - kamen wir durch die erste größere Stadt Ruteng. Die einzige Ampel in dem Kaff war natürlich rot, aber wie soll es auch anders sein mit einem Schwein auf dem Dach?
Nach 11h Stunden und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29km/h (ich kann das beweisen, das ist kein gefühlter Wert. Tom hatte so ein GPS-Ding dabei und hat die gesamte Strecke verfolgt) sind wir in Bajawa angekommen auf ca. 1.000, Höhe. Ziemlich kalt da oben.

Am nächsten Tag (Do 16.04.) sind wir also für unsere letzte Etappe nach Moni aufgebrochen.
Den ganzen Vormittag hab ich im Auto geschlafen und nicht wirklich was von der atemberaubenden Landschaft mitbekommen, außer ich hab mal kurz die Augen geöffnet. Unser erster größerer Zwischenstop war bei einem traditionellen Dorf, das ziemlich beeindruckend war. Da liegen die Vanilleschoten rum und hängen wundervoll bestickte Decken und Tücher an den Häusern und überall auf der Erde sieht man Spuren von dem Gebrauch von Betelnuß.
Haben bestimmt 1h in dem Dorf verbracht und uns alles angesehen. Ich finde es immer wieder faszinierend, daß die Leute ihre Angehörigen im Vorgarten begraben in einem Grab, daß oben einfach mit Fliesen zugedeckt ist.
Vor der Dämmerung sind wir dann in Moni angekommen nach 8h und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34km/h, der letzte Teilabschnitt der Straße war relativ gut.
Eigentlich wollten wir zu den heißen Quellen, um ein warmes Bad zu nehmen, allerdings waren die zu weit weg in Moni, also haben wir uns mit dem Wasserfall begnügt.
Das Hotel in Moni war eigentlich ganz nett, mit einem rosa Mosquitonetz mit Blümchen drauf (war vielleicht mal eine Küchengardine) und einem sauberen Bad. Einziger Nachteil: das westliche Klo ohne Klobrille oder Deckel war auf einem kleinen Sockel, was hier ziemlich normal ist, allerdings war der Sockel nur so groß wie der Abfluß der Kloschüssel, also nix, wo man seine Füße hätte draufstellen können. Ich frage mich, wie kleine Indonesier auf dieses Klo gehen sollen, ich meine, ich setz mich da nicht drauf, aber das war im Stehen schon schwierig, weil das so hoch war, ein Kind hätte das Klo niemals benutzen können.
Auf der Suche nach dem Hotel hat uns ein Indonesier auf der Straße angesprochen, er hätte so ein kleines Cafe - das Bambo Café - und wir sollen doch alle zum Essen kommen, er hätte ein spezielles Menü mit Zutaten speziell aus der Region hier. Also haben wir uns nach einer Dusche im Dunkeln auf den Weg gemacht. Gut, daß uns jemand von dem Café abgeholt hat, da es nicht an der Straße lag, sondern in der Pampa irgendwo hinter den Hotels und Häusern der Straße. Zu erreichen nur über schlammige Trampelpfade ohne Beleuchtung - das hätte uns eigentlich zu denken geben müssen...
Haben uns alle zu einem Jungen (ca. Mitte 20) und seiner portugiesischen Begleitung an den Tisch gesetzt. An dem einzigen anderen benutzbaren Tisch saß noch ein deutsches Pärchen beim Essen.
Eine Karte gab es nicht und wir haben erstmal alle Lemon Juice bestellt und Tee. Bis der Saft kam hat es schon mal eine knappe Stunde gedauert. Das deutsche Pärchen war die ganze Zeit am lachen und konnte sich schon nicht mehr halten - am nächsten Tag auf dem Berg, haben sie mir dann kurz erzählt warum: der gute Besitzer hatte nicht genug Limonen und hatte definitv nicht so viele Gäste erwartet. Also hat er innerhalb kurzer Zeit eine Supply Chain etabliert, die Salz, Zucker, Reis und andere Sachen zum Café in die kleine Küche gebracht habe, aus der man immer geschäftiges Treiben und ein Kinder schreien hören konnte. Das witzigste aber war anscheinend, daß er die Limonen von dem Baum gepflückt hat, der direkt hinter dem Café stand. Das deutsche Pärchen hat ihn also etliche Mal aus der Küche kommen sehen, den Baum raufklettern, Limonen pflücken, wieder runter und dann das ganze von vorne.
Gwen war schon ziemlich angepißt und wollte eigentlich nur noch ins Bett. Ich fand das eigentich ganz lustig und hab begeistert den Geschichten von dem Englänger zugehört, der auch seit einiger Zeit am Reisen ist und nicht mehr zurück in die UK will. Der war in Kalimantan (Borneo) und hat dort Orang Utans gesehen, als er auf dem Anhänger eines Truck in die nächste Stadt gefahren ist.
Nach dem Limonen Saft hat es dann bestimmt noch eine Stunde gedauert, bis unser Reis mit Gemüse in Kokosmilch kam. Gwen war schon kurz vorm ausflippen. Das Essen war super (und ich hatte sogar Hunger!!), so was hab ich vorher noch nie gegessen. Die Deuschen sind allerdings gegangen mit den Worten: also eigentlich kommt da noch ein Fisch und ein Hühnchen Gang, aber wir haben jetzt keine Lust mehr zu warten, wir gehen jetzt. Bis morgen auf dem Berg.
Uns erging es dann im Endeffekt nicht anders. Um es kurz zu machen: Nach dem Reis kam noch eine Nachspeise mit Krackern und süßkartoffel-Paste dazwischen (da war Gwen schon weg) mit der Entschuldigung, daß das jetzt alles sei. Bezahlt haben wir 50.000 Rp pro Person. Das zahlt man für eine gute Pizza in einem Touristenort auch - also ist das wahnsinnig teuer und der totale Wucher gewesen.

Am nächsten Tag war der Höhepunkt unserer Frühausteher-Tätigkeit während unserem Urlaub. 04:00 aufstehen und Rudi hat uns auf den Kelimutu gebracht, damit wir den Sonnenaufgang sehen können. Leider war das Wetter sehr bescheiden nach der sternenklaren Nacht, in der wir sogar die Milchstraße sehen konnten. Nebel und Nieselregen haben uns auf den Weg begleitet. Es war arschkalt und ich war froh, daß ich Steffens Jacke anhatte. Aber alles in allem hatten wir insgesamt mindestens 10min einen fast klaren Blick auf die Kraterseen.
Unser Engländer ist mit seiner Portugiesin auch nachgekommen mit einem Moped, daß sie sich geliehen hatte und das beim Schalten vom ersten in den zweiten Gang immer gleich in den vierten gesprungen ist - vielleicht um ihnen den Aufstieg auf den Berg besonders schwer zu machen. Nach ca. 2h haben wir dann beschlossen wieder runter zu laufen. Wir hatten entschieden, daß wir laufen wollten und daß Rudi uns nicht wieder abholt. Unglücklicherweise hat es richtig zum Schütten angefangen und auf dem Parkplatz haben wir erstmal gehalten, um einen heißen Tee zu trinken. Gwen hat sofort ein Gespräch mit einem Indonesier angefangen, der in Amerika studiert und in Edinburgh seinen PhD gemacht hat und im fast gleichen Gebiet arbeitet wie sie. Sie haben sofort Kontakte ausgetauscht und er hat uns bis zum Hotel mit dem Auto gefahren! Glück muß man haben!!!
Danach gab es erstmal ein Frühstück mit Bananenpfannkuchen und Geistergeschichten von dem Engländer, der es glücklicherweise in einem Stück runter von dem Berg gemacht hatte.
Nach dem Frühstück wollten wir uns dann eigentlich aufmachen auf den Weg nach Maumere. Tom und Steffen hatten mit Rudi ausgehandelt, daß er uns für weitere 400.000 Rp auch noch nach Maumere fahren würde. Leider hat er einen Anruf bekommen, daß er unbedingt zurück nach Labanbajo kommen muß. Nun fahren in Moni öffentlich Busse am Morgen 2mal und noch einmal am Abend und brauchen ca. 3h und sind alle ziemlich voll. Just in dem Moment, in dem feststand, daß wir erstmal in Moni festsitzen (am nächsten Morgen um 07.00 sollte unser Flieger zurück nach Bali gehen - ja, alles etwas straff), hab ich auch schon den Bus vorbeifahren sehen.
Hm, nach einigem hin und her haben wir dann rausbekommen, daß es private Transporte gibt. Große Autos mit bunten Aufklebern auf der Windschutzscheibe: ENDE-MAUMERE, die einen für 50.000 mitnehmen.
Wir erstmal alles in Eile gepackt und als ich raus bin, um nach einem Auto mit der Aufschrift Ausschau zu halten ist auch schon eins an mir vorbeigefahren. Ich hab das Ding angehalten (die Autos sind hier alle ziemlich neu erstaunlicher Weise), für meine Begriffe war das Auto schon voll, aber die haben es echt fertig gebracht für Steffen, mich, Tom und Gwen inklusive unserem Gepäck noch Platz zu machen. Also saßen wir mit insgesamt 9 Personen in dem Auto. Zum Glück sind da welche nach und nach ausgestiegen, aber das war schon lustig und das aller lustigstes war eigentlich die Stimmung im Auto: ein Roadtrip mitten in Indonesien mit Palmen, Bananen-, Kaffee- und Kakaoplantagen mit 9 Leuten im Auto unterschiedlicher Nationalität und mit amerikanischer Countrymusic als Begleitung!!
Kuriosität auf dem Weg nach Maumere: ein Moped mit 4 ausgewachsenen Männern drauf - ok, ich hab schon Familien mit 5 Personen auf dem Moped gesehen, aber davon waren 3 immer mindestens Kinder. Ich warte echt noch darauf, daß ich irgendwann mal einen Wasserbüffel hinten auf einem Moped sehen, oder zwischen den Beinen des Fahrers. Die können das! Große Hunde hab ich so schon mitfahren sehen.
Irgendwann am späten Nachmittag sind wird dann in Maumere angekommen und in dem Hotel abgestiegen, in dem ich auch schon war, als ich dort gearbeitet habe im Dezember (Klimaanlage und heißes Wasser und das hab ich auch echt gebraucht!). Hab Tom und Gwen dann zu unserem Abendessen mit den Volontären im Pilladelfia (so heißt das große Restaurant dort) eingeladen. Die beiden wollten eigentlich am nächsten morgen gleich mit uns zurückfliegen, haben aber keinen Flug mehr bekommen und von Maumere geht nur ein Flug nach Bali pro Tag. Der Abend war super, ich hatte so Kohldampf, daß ich super viel gegessen habe und den ganzen Abend Bauchweh hatte. Das kommt davon, wenn man nach 3 Tagen Hungern sich den Magen voll stopft.

Nächsten Morgen um 05:00 aufgestanden (könnt ihr jetzt verstehen, wie fertig wir die ganze Zeit waren??), 06:00 am Flughafen. Gwen und Tom standen schon da, fertig zum Schalter zu spurten und sich auf die Warteliste setzten zu lassen.
Allerdings haben sie keinen Flug bekommen und wir haben Email Adressen getauscht und uns verabschiedet. Sie haben uns eingeladen, wenn wir jemals in Kalifornien sind, sollen wir dringend vorbeigucken und das werden wir bestimmt auch! In der Wartehalle haben wir dann Suzanne getroffen - ach die Welt ist soooo klein. Ich konnte meinen Augen nicht trauen. Sie wollte für ein paar Tage Urlaub auf Sumba machen. Unser Flug von Maumere fliegt nicht direkt nach Bali, sondern macht einen kurzen Stop auf Sumba, wo man aus dem Flugzeug steigt, ein kleines Pappschild bekommt mit dem Wort Transfer drauf und dann nach einer halben Stunde mit den anderen Passagieren wieder einsteigt - ist wie Busfahren. Suzanne hatte 2 Motorradhelme dabei und wir haben ihr einen abgenommen, weil wir ja eh in Ubud Moped fahren wollten und die immer so wahnsinnig schlechte Helme haben, die eigentlich mehr als Hüte klassifiziert werden müssten.

In Ubud war mein Lieblingshotel leider voll belegt und da haben wir uns ein riesiges Zimmer in den Ubud Terraces genommen. Nicht so wahnsinnig teuer, aber schön groß und mit tollen Möbel drin. Der Erste Tag war ziemlich entspannt. Sind was essen gegangen und dann zurück ins Hotel und haben erstmal ein paar Stunden geschlafen, bevor wir uns mit den holländischen Mädels getroffen haben im Laughing Buddah. Steffen hat sich eigentlich die ganze Zeit nur mit Jenny unterhalten. Die anderen 4 haben mir Bilder gezeigt von den Kleidern, die sie gekauft haben - alle 4 dasselbe, nur in unterschiedlichen Farben. Außerdem hatten sie nicht wirklich viel Zeit, weil sie eine Reservierung in einem Sündhaftteurem Restaurant hatten und sowieso schon spät dran waren. Jenny, Sprosse und ich sind in einen lokalen Warung gegangen und haben zu dritt gut für 50.000 gegessen und 2h lang erzählt! Der Abend war großartig.

Der Sonntag war dann noch entspannter. Sind ziemlich früh wieder aufgestanden, hatten ein nettes Frühstück auf unserem Balkon und sind dann erstmal ein bisschen einkaufen gegangen und einmal um Ubud gelaufen und haben in meinem Lieblings-Restaurant Kuchen gegessen (Mocca-Nuß-Kuchen, Käsekuchen und einmal Death by Chocklat für uns beide). Haben den Nachmittag am Pool verbracht und sind dann Abends nochmal ins Laughing Buddah und haben Hähnchen mit Mango und Spagetti gegessen. Wir haben geteilt, jeder von jedem die Hälfte und dann gab's noch Lychee Martinis dazu und wir haben ewig dagesessen und einfach nur geredet und es war großartig!

Montagmorgen haben wir dann ausgecheckt und haben uns ein Moped beim Hotel ausgeliehen und sind bissl durch die Gegend gefahren. Eigentlich hatte ich ja angenommen, daß Steffen ein bisschen zurückhaltender wäre hinten auf dem Moped, aber er hat die Hupe betätigt (ich war die ganze Zeit am gucken, welches Auto zum Teufel da hinter mir hupt, um mich zu überholen und konnte keines entdecken) und die Karte - nicht ganz praktisch neben ihm haltend, nicht an meinem Rücken, um die Balance zu behalten - gelesen und Photos gemacht während der Fahrt. Aber es war super. Haben denselben Tempel angesehen, den ich auch schon mit Kirsten und Tom angesehen hatte (der mit den wahnsinnig vielen Stufen). Sind dann noch bissl durch die Gegend gefahren und haben uns dann vom Hotel wieder zurück nach Denpasar - Sanur fahren lassen und sind im Little Pond abgestiegen, wo auch Suzanne wohnt, die aber noch nicht zurück von Sumba war.
Ach ja, ich bin über ein totes Huhn gefahren, das mit offenem Bauch auf der Straße lag und es war schrecklich!!!

Der nächste Tag war wieder ziemlich ausgebucht. Sind zuerst zu mir nach Hause gefahren und ich konnte endlich meinen Rucksack wieder auspacken und dann ins Office, um alle Leute da kennen zulernen. Leider war gerade Security Simulation. Alle Volontäre wurden angerufen, Geld abzuheben und sich umgehend zum Flughafen zu begeben, weil alle nach Singapur ausgeflogen werden müssen. Bei der Simulation letztes Jahr gab es echt etliche Fälle, bei denen Volontäre mit ihrem Fernseher dann im Taxi auf dem Weg zum Flughafen saßen. Man beachte das Wort Simulation, das sicherstellen soll, daß es sich bei der ganzen Aktion um einen Test handelt, ob alle Leute in einem Ernstfall umgehend aus dem Land gebracht werden könne. Die haben sogar gecheckt, ob sie Steffens Flug umbuchen können, weil Partner in so einem Ernstfall mitberücksichtigt werden.
Danach haben wir uns auf den Weg zu meiner Home-Stay-Family gemacht, bei der ich die ersten Monate verbracht habe. Er hatte ein paar Geschenke aus Deutschland mitgebracht, vor allem Süßigkeiten, ein VfB T-Shirt für den Jungen und selbst gemachte Musik CDs mit deutscher Musik für die Mädchen. Sind dann vor einer großen Einkaufspassage auf der Treppe gesessen und haben dort unter Beobachtung von leicht amüsierten Indonesiern, die Geschenke eingepackt. Gefahren sind wir alle Wege in Denpasar mit den Bemos und Steffen war ziemlich begeistert von dieser Art der Fortbewegung, während ich die ganze Zeit nach den richtigen Bemos Ausschau gehalten habe und ständig besorgt war genug Kleingeld für uns 2 zu haben.
Waren ca. 30min bei der Familie, haben kurz Small-Talk gemacht, Geschenke getauscht - ich hab ein T-Shirt bekommen - und sind dann wieder nach Hause gefahren.

MI 22.04. Der letzte Tag. Hatten ein schönes Frühstück auf der Terrasse im Hotel, sind im Pool geschwommen und dann zu dem Restaurant aufgebrochen, in das ich schon den Tag vorher gehen wollte.
Haben gut gegessen und uns sogar noch einen Schokoladen-Käse-Kuchen gegönnt, der echt himmlisch war! Eigentlich wären wir schon fast am Gehen, als noch ein Bekannter hier aus Bali aufgetaucht ist und sich zu uns gesetzt hat. Er hat gegessen, mich auf den neuesten Stand von seinem psychisch gestörten Gast gebracht, hat unser Essen gezahlt und ist dann wieder verschwunden. Das war echt wie ein Überfall.
Die letzte Stunde sind wir dann am Pool im Hotel gesessen und haben rumgealbert. Hab ihn dann ins Taxi gesetzt und bin selber mit dem Bemo nach Hause gefahren.
Ich weiß jetzt schon: Neuseeland wird der Hammer!!!
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