Bus Terminals in Bogor

Trip Start Apr 17, 2008
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Trip End Oct 15, 2009


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Flag of Indonesia  , Java,
Friday, February 6, 2009

Geschlafen: 6h (bäh), Taxi-Wartezeit: 30min (danach Taxi gecancelt), Essen: Sundanesisches Hähnchen, Anzahl der neu gemachten Bekanntschaften: zwischen 5 und 10, Anzahl abgewimmelter Taxisfahrer, die mich abzocken wollten: 7

Heute war das Ohnmachtsgefühlt bezüglich Jakarta nicht mehr ganz so schlimm, aber vielleicht hat es sich auch nur in Galgenhumor verwandelt.
Information for destination today:
Ziel: Bogor, Transportsystem: Bus, Ausgangspunkt: Busterminal Lebak Bulus, Zeit: 07:00 - 10:00
Und los:
Halb 7 bin ich aufgestanden (für 7 war das Taxi bestellt), 10 nach bin ich raus um mich zu vergewissern, daß das Taxi noch nicht da ist, 20 nach bei Zentrale angerufen: 'Ja, Miss das Taxi ist auf dem Weg'. Ok, und wie lange wird das noch dauern? (clevere Frage, gell??) 'Moment, Miss'. Und dann war sie auch schon weg und ich hörte nur noch ein Rauschen in der Leitung für ungelogenen 7 min - keine Ahnung, was die gemacht hat. Vielleicht kurz mit dem Fahrrad hingefahren und den Fahrer gefragt wie lange er denkt, daß es noch dauert....
'also, das dauert noch sehr lange, wollen sie ein anderes Taxi?'. Nein danke, also hab ich mich auf den Weg zur Hauptstraße gemacht und hab noch 10min gewartet, bis ein freies Express Taxi vorbeikam. Das hat mich dann zum Bus Terminal Lebak Bulus gebracht, von da sollte ja der Bus fahren.
Hab mich also durchgefragt und der Bus fuhr gerade los, als ich um die Ecke gebogen bin - gut, daß die hier immer alle warten! Man hatte mir ja gesagt, daß die Fahrt so ca. 40min dauern würde. Im Bus hab ich dann vorsichtshalber nochmal nachgefragt - 1 ½ - 2 Stunden. Ah!. Also dem Typi von der Organisation getextet, daß ich später komme. Fahrt war ganz cool, vorbei an kleinen Menschen, die den kompletten 5m Grünstreifen neben der Autobahn mit diesen kleinen Handmähern mähen, die bei uns benutzt werden, um auf Spielplätzen um Pfosten rum das Gras weg zu machen (ihr wisst schon, die mit der langen Stange und dem Plastik Faden am Ende, der sich dreht.). Um die Autobahn zu benutzen muß man hier eine Gebühr zahlen, haben bestimmt an 5 Stationen Halt gemacht und jede sah aus wie ein kleiner Grenzübergang - sehr putzig. Hinter den von Hand gemähten Grünstreifen verlaufen dann kleine Waldschneisen und Beton Umzäunungen zu den dahinter liegenden Häusern. Darin sind dann ungefähr alle 200m Löcher und unter den Löchern kleine bunte Müllkippen... Was sonst noch? Ach ja, als Kontrastprogramm hat man in unregelmäßigen Abständen Blumenrabatten auf der Wiese gepflanzt.
Ankunft in Bogor: 50min später - Mist. Typi wieder getextet: bin schon da. Zwischen den Bussen im Terminal rumgeirrt auf der Suche nach einer geeigneten Stelle, um auf den Fahrer von der Organisation zu warten.
Definition Bus Terminal: ca. 100m2 großer Platz auf der ein Bus neben dem anderen und vor dem nächsten steht. So eng, daß ich mich teilweise nur mit Mühe durchquetschen konnte - keinen Schimmer, wie die da Ordnung halten können, geschweige denn fahren! Eine Ebene weiter unten sind dann ganz viele kleine Getränke- und Essensläden und die Bemos in die Stadt. Das ist da fast so schlimm wie in dem Terminal. 100 kleine grüne Busse, die um die Wetter hupen und sich aneinander vorbei drücken, um noch einen zusätzlichen Passagier in den Bus zu quetschen. Zwischen dem Gehupe kann man dann noch die Schreie der Fahrer hören - alles natürlich ohrenbetäubend. Der Fahrer der Organisation hat mir dann irgendwann geschrieben, ich soll bei der Polizeistation auf ihn warten. Hab mich dahin durchgefragt, hab mich zwischendurch vor kurzen aber kräftigen Regenschauern in Sicherheit gebracht und hab dann bei der Polizeistation für 20 min noch ein Neugeborenes Kätzchen und die Mutter beobachtet bevor mich so ein Typ angequatscht hat. Wie sich später rausgestellt hat gehört der mit zu der Organisation zu der ich auch wollte und wurde mit mir und noch einem abgeholt. Keiner hat sich so richtig vorgestellt und wenn nicht auf dem Auto der Name gestanden hätte wäre ich ohne jede Info irgendwo eingestiegen *g*.
Das Meeting selber war super. Ich kam da an und keiner hatte von nix ne Ahnung - die dachten zu erst ich wäre die neue Volontärin für die Organisation. Irgendwann haben sie dann nervös angefangen rum zu Telefonieren, dann war auch schon Lunch und Beten angesagt. Hier ist alles bissl strenger - am Dienstag war es keine Problem Hänchen mit beiden Händen an zu fassen, um es auseinander zu nehmen. Heute war das nicht möglich. Also linke Hand versteckt und mit der Rechten versucht den Flügel vom Rumpf zu trennen, war schon so ein bisschen komisch mit 6 bekopftuchten Frauen am Tisch zu sitzen. Aber nach der Devise: erst gucken, wie die das machen - kommt man ganz gut zurecht. Die ganze Zeit hat mich eine junge Frau als Übersetzerin begleitet und wie sich rausgestellt hat gehört sie mit zu dem Programm und ich werde enger mit ihr zusammenarbeiten. Das ist großartig, weil sie super engagiert und mich irgendwie gleich in ihr Herz geschlossen hat.
Die Rückfahrt war dann eigentlich unspektakulär. Dachte ja, daß wie bei meiner Abfahrt eine Menge BlueBird Taxis an dem Terminal in Lebak Bulus warten würden. Leider war das nicht der Fall. Kein BlueBird weit und breit und das einzige Express Taxi hatte die Haube offen und der Fahrer hat mir die Fahrt für 50.000 angeboten (vorher hatte ich immer so um die 25.000 bezahlt) und wollte sich auf meine Forderung nach dem Meter nicht einlassen. Und da stand ich mit dem Zettel mit der Adresse in der Hand und 7 Taxifahrer um mich rum, die laut diskutieren und versuchen mir den Zettel aus der Hand zu nehmen. War ganz stolz auf mich, hab auf meinem BlueBird bestanden und die Hände weg geschoben und mich auf keine Diskussionen eingelassen - total souverän. Gott sei Dank kam dann ein BlueBird und hat mich gerettet, sonst wäre ich wahrscheinlich losgelaufen, um von der Meute wegzukommen und wer weiß wo ich dann gelandet wäre.
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Comments

François on

Mit dieser Einstellung sollte man eher zu Haus bleiben. Ich bin viel in Indien gereist, im Vergleich dazu ist Indonesien ein Paradies. Mit Geduld und Offenheit (was im deutschsprachigen Raum in Europa eher eine Rarität ist, ich bin selber lateinisch...) wird das Reisen immer spannend. Das Chaos ist eine einzigartige Sozialstudie. Sonst kann man nach Sylt gehen, da klappt alles (ausser die Offenheit).

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