Linzhi -" Großstadtleben" in Tibet

Trip Start Sep 16, 2010
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Trip End Ongoing


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Flag of China  , Tibet Autonomous Region,
Saturday, July 30, 2011

Glücklicherweise bekommen wir diesen Morgen endlich unser internes Tibet in Visa. Dies eröffnet uns die geplante Reiseroute zu beginnen. Unser Weg wird uns heute nach Linzhi, westlich von Lhasa gelegen, an unzähligen Polizeikontrollstellen vorbei führen. Dies benötigt fast den einen ganzen Tag für die Anreise.

Als wie nächtens die Stadt erreichen, fällt dem männlichen Teil unserer Gruppe manch „tiefrosa gefärbter" Straßenzug inLinzhi auf. Damen warten in schmutzigen Garagen, welche als „Bars" getarnt sind, auf Kunden. Prostitution ist in China verboten, ein Tabuthema, trotzdem allgegenwärtig. Noch offensichtlicher in Linzhi. Aber warum gerade hier? Erst als ich nächsten Tag die Stadt erkunde und die parkenden LKWs an der Durchzugsstraße bemerke bekommt dieses Bild eine mögliche Erklärung. Dies ist und bleibt aber nur eine Vermutung. Ich möchte diese Beitrag aber keinesfalls mit einem moralischen Zeigefinger verstanden wissen, sondern soll euch nur ein bisschen den Eindruck vermitteln.

Nächstes Ausflugziel aus Linzhi wäre ein Naturgebiet entlang eins wunderschönen Flussverlaufes. Doch diese Gegend ist für uns Ausländer noch immer gesperrt. Den Grund für die Sperre erfahren wir nicht. Der Tatsache ins Auge sehend, machen sich am nächsten Tag der chinesische Teil der Gruppe auf dem Weg, während wir Ausländer in der Stadt bleiben um sich einen gemütlichen Tag zu machen.

Der Umstand, dass wir einen Teil der Gruppe ziehen lassen müssen, macht mich natürlich traurig. Er eröffnet aber auch einen Chance auf einen spaßigen Fototag in der Linzhi. Ich erinnere mich an meine Soloausflüge in Zhangjiajie und deren spannenden Fotoergebnissen. So mache ich mich auf eigene Faust los.

Es regnet, und das sollte sich den ganzen Tag nicht wirklich in Linzhi ändern. In der Früh fällt zunächst einmal die große Polizeipräsenz auf. An jedem Straßeneck verrichtet ein Ordnungshüter seinen Dienst. Auf der „Promenadenstraße“ werden parkende Autos im Kreuzungsbereich sofort zur weiterfahrt gebeten. Die Leute selbst sind unglaublich fotofreundlich. Sie lassen sich geduldig bei der Arbeit fotografieren. Viele beginnen zu posen uns setzten ein verlegendes Lächeln auf, wenn sie mich mit der Kamera bemerken. Es macht die Situation entspannt und sympathisch. Besonders an den Märkten entstehen so besonders intensive  Eindrücke, die ich heute auf den Speicherchip meiner Kamera bannen darf. Doch es ist meist nur der chinesische Teil der Bevölkerung, der mit meiner Kamera flirtet.

Die Leute leben hier durchaus bescheiden für chinesische Großstadtverhältnisse, aber sicher sehr gut für tibetanische. Sogar „neue“ Stadtviertel und kleine moderne Einkaufspassagen tun sich im Zentrum auf. Das Highlight bleiben aber die beiden Märkte in der Mitte der Stadt. Durch das rumlaufen vergeht die Zeit unglaublich schnell und so merke ich fast nicht, dass meiner Speicherchips randvoll voll mit spannenden Motiven sind.

Als abends die anderen von ihrer Naturreise zurückkommen, zeigen sie uns fantastische Impressionen von wunderschönen Landschaften. Auch das Wetter hatte es gut mit ihnen gemeint, denn während in Linzhi sich die Regenwolken hartnäckig hielten, hatten diese nur wenige Kilometer weiter wunderschönes Ausflugswetter. Bedauern macht sich breit, dies nicht mit eigenen Augen gesehen zu haben. Auf der anderen Seite durfte ich einen aufregenden Fototag in Linzhi erleben, und wer kann das noch von sich behaupten?
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