Skilaufen am See?
Trip Start
Sep 16, 2010
1
119
134
Trip End
Ongoing
Wir verlassen Qilian zeitig in der Früh. Heute haben wir noch einen langen Weg vor uns. Die kleine Schweiz bringt natürlich mit sich, dass wir gleich mal in gebirgige Regionen unterwegs sind. Über Berg Tal erreichen wir bald sehr einsame Gebiete in denen sich nur selten ein Mensch verirrt. Die Straßenverhältnisse werden rumpelig. Von asphaltierter Straße keine Spur. Der Fahrer rechtfertigt dies mit einer Abkürzung. Uns soll es recht sein. So erhalten wir naturbelassene Regionen, die stellenweise an Islands Einsamkeit erinnert. Nur selten kommt uns ein tibetanisch gekleideter Mopedfahrer, oder Kids die am Straßenrad vorbeifahrender Autos bewinken, entgegen.
Die Kultur und die Menschen haben sich verändert. Wir können zunehmend tibetanische Religionsrelikte wahrnehmen, obwohl wir noch weit weg von Lhasa sind. Als wir Mittagspause in einem kleinen Örtchen unterwegs machen, kann der Unterschied zu den nur ein paar Autostunden entfernten Qilian nicht größer sein. Die Einwohner tragen traditionelle Kleidung und sind durch das Leben gezeichnet. Es ist ein durchaus raues Pflaster an dem wir hier halt machen, und die Menschen haben sich dieser Umgebung angepasst, sei es durch Atemschutzmasken, die vor der rauchigen Luft schützen soll.
Als ich wieder einmal meine alleinige obligatorische Fotorunde drehe während die anderen das essen bestellen (das dauert immer ein bisschen) , kommen mir eher skeptische Blicke anstatt das mir sonst gewohnte Lächeln entgegen. An einem Straßenabschnitt spricht mich eine alte Frau auf einen merkwürdigen Dialekt an. Es ist nichts Neues für mich als Ausländer um Almosen angebettelt zu werden. Überrascht bin ich jedoch als sie mich, für ihr Alter mit einem starken Griff, am Oberarm packt und intensiv Kauderwelsch von sich gibt. So als ob sie mich gleich mit irgendeinen lokalen Vodoozauber versehen will. Ein eher gespenstisches Erlebnis, bei dem ich nicht genau weiß, wie ich mich verhalten soll. Ich trete die Flucht an, denn sprachlich bin ich der Situation nicht gewachsen. Ich bin ja betteln in China gewohnt, aber so spontan aggressive Art ist mir doch eine neue Erfahrung. Mir wird klar, ab jetzt befinden wir uns in einem neuen Kulturkreis, der nur wenig gemeinsam mit meinen bisherigen Chinaerfahrungen zu tun hat.
Nach der Pause erreichen wir bald den Qinghai See. Er ist der größte Salzsee Chinas und hat auch rituelle Bedeutung für die tibetanische Bevölkerung. Schwimmen und baden ist nicht erlaubt. Der freie Zugang ist auch nicht möglich. Das ist zu respektieren. Aber dass das heilige Wasser durch die religiöse Bevölkerung vor Ort als Foto-Abcashzocke missbraucht wird, ist eine andere Sache und scheint mit der religiösen Idee durchaus im Einklang zu stehen. Insgesamt sieht man unzählige Radfahrer um den See. Es dürfte sich also um eine beliebte Radroute handeln. Der See ist so weitläufig, dass es fast wie ein Meer wirkt, was unsere Fotoambitionen ein bisschen trübt. Daher ist die Location nicht so spektakulär für uns und wir sehen zu, dass wir schneller weiter kommen.
Nach kurzem Einchecken bei unserem nächsten Halt in Heimahe, einem kleinen Örtchen am Qinghai See, haben wir noch eine weitere Tour am vor uns. Wir wollen einen kleineren Salzsee ca 100 km östlich besuchen. Wieder geht es über einen Gebirgspass, der uns an unser Ziel bringen soll. Dort bieten sich für uns wunderschöne Fotomotive und Lichtstimmungen. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang und genießen die Einsamkeit und Stille des Sees, in dem man fast meint Skilanglaufen zu können.
Die Kultur und die Menschen haben sich verändert. Wir können zunehmend tibetanische Religionsrelikte wahrnehmen, obwohl wir noch weit weg von Lhasa sind. Als wir Mittagspause in einem kleinen Örtchen unterwegs machen, kann der Unterschied zu den nur ein paar Autostunden entfernten Qilian nicht größer sein. Die Einwohner tragen traditionelle Kleidung und sind durch das Leben gezeichnet. Es ist ein durchaus raues Pflaster an dem wir hier halt machen, und die Menschen haben sich dieser Umgebung angepasst, sei es durch Atemschutzmasken, die vor der rauchigen Luft schützen soll.
Als ich wieder einmal meine alleinige obligatorische Fotorunde drehe während die anderen das essen bestellen (das dauert immer ein bisschen) , kommen mir eher skeptische Blicke anstatt das mir sonst gewohnte Lächeln entgegen. An einem Straßenabschnitt spricht mich eine alte Frau auf einen merkwürdigen Dialekt an. Es ist nichts Neues für mich als Ausländer um Almosen angebettelt zu werden. Überrascht bin ich jedoch als sie mich, für ihr Alter mit einem starken Griff, am Oberarm packt und intensiv Kauderwelsch von sich gibt. So als ob sie mich gleich mit irgendeinen lokalen Vodoozauber versehen will. Ein eher gespenstisches Erlebnis, bei dem ich nicht genau weiß, wie ich mich verhalten soll. Ich trete die Flucht an, denn sprachlich bin ich der Situation nicht gewachsen. Ich bin ja betteln in China gewohnt, aber so spontan aggressive Art ist mir doch eine neue Erfahrung. Mir wird klar, ab jetzt befinden wir uns in einem neuen Kulturkreis, der nur wenig gemeinsam mit meinen bisherigen Chinaerfahrungen zu tun hat.
Nach der Pause erreichen wir bald den Qinghai See. Er ist der größte Salzsee Chinas und hat auch rituelle Bedeutung für die tibetanische Bevölkerung. Schwimmen und baden ist nicht erlaubt. Der freie Zugang ist auch nicht möglich. Das ist zu respektieren. Aber dass das heilige Wasser durch die religiöse Bevölkerung vor Ort als Foto-Abcashzocke missbraucht wird, ist eine andere Sache und scheint mit der religiösen Idee durchaus im Einklang zu stehen. Insgesamt sieht man unzählige Radfahrer um den See. Es dürfte sich also um eine beliebte Radroute handeln. Der See ist so weitläufig, dass es fast wie ein Meer wirkt, was unsere Fotoambitionen ein bisschen trübt. Daher ist die Location nicht so spektakulär für uns und wir sehen zu, dass wir schneller weiter kommen.
Nach kurzem Einchecken bei unserem nächsten Halt in Heimahe, einem kleinen Örtchen am Qinghai See, haben wir noch eine weitere Tour am vor uns. Wir wollen einen kleineren Salzsee ca 100 km östlich besuchen. Wieder geht es über einen Gebirgspass, der uns an unser Ziel bringen soll. Dort bieten sich für uns wunderschöne Fotomotive und Lichtstimmungen. Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang und genießen die Einsamkeit und Stille des Sees, in dem man fast meint Skilanglaufen zu können.


