Zhangye Stadtimpressionen

Trip Start Sep 16, 2010
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Trip End Ongoing


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Flag of China  , Gansu,
Friday, July 22, 2011

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Tibet zu bereisen. Einige wagen es mit dem Auto oder Motorrad Tibet zu erforschen. Die meisten Besucher wählen jedoch die organisierte Zug- oder Fluganreise. Der Zug bringt den Vorteil der langsameren Höhenanpassung mit sich. Schließlich ist es kein Honiglecken von Meeresspiegelhöhe auf fast 4.000 Meter in einem Rutsch anzureisen. Höhenkrankheit mit Symptomen von extremen Kopfweh und anderen Erscheinungen sind in diesem Fall fast unausweichlich. Mit dem Zug kann man sich gemütlicher von Shanghai vom Osten aus an Tibet nähern, oder man wählt die „Nordroute" von Zhangye, welche über eine Nachtfahrt die höchste Zugterrasse der Welt führt.

Wir haben uns für Variante zwei entschieden. Damit beabsichtigen wir zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wir hatten schon im Herbst Zhangye besucht. Doch das Wetter machte uns bei dem damaligen Fotoausflug in eine der faszinierernsten Landschaften einen Strich durch die Rechnung. Der einhellige Tenor. Hierher kommen wir nochmals. Die Berge von Zhangye sehen und wieder.

Gedacht, geplant, getan. Bevor es nach Tibet geht, sind einige Tage rund um das Gebiet in Zhangye geplant. Ein kurzweiliger Flug bringt uns nach Lhanzhou. Von dort aus geht es in einem gerammelt vollen Zug sechs Stunden zu unserem Endziel. Gut, dass wir reservierte Sitzplätze haben. So bleibt uns eine lange Steherfahrung am Gang zwischen unzähligen Einheimischen erspart.

Wir hatten wieder die selbe „herbstliche" Taxifahrerin in Zhangye gemietet. Sympathie und Erfahrung verbindet. Als wir am Bahnhof spät Abend ankommen, verspätet sie sich und empfiehlt uns eines der lokalen Taxis, welche zu haufenweise vor dem Bahnhof warten, zu nehmen. Als diese aber unseren Transport wegen zu kurzer Strecke ablehnen, und wir im Regen stehen bleiben, lege ich mich, sehr zum Unwohl Juns, mit einer kleinen aktionistischen Einlage mit den lokalen Taxifahrern an. Ein „nettes Willkommensgeschenk“ der Stadt Zhangye und deren Bahnhofstaxifahrer.

Dann doch im Hotel angekommen staunen wir nicht schlecht, als wir erfahren, dass Ausländer im Hotel nicht nächtigen dürfen. Nach einigem hin- und her, und Augen zudrücken dürfen wir dann doch bleiben. Ein seltsames Gefühl. Was bei uns für einen kräftigen Skandal sorgen würde, wird hier recht seltsam argumentiert. Angeblich gibt es eine „regionale“ Verordnung die besagt, dass nach einem unrühmlich Zwischenfall (Diebstahl) in einem „Billighotel“ Ausländer ab sofort nur mehr in Vier- und Fünfstern Hotels übernachten dürfen, um die Sicherheit deren Gegenstände zu wahren. Gut und schön, wir werden später Regionen bereisen, in denen eben auch diese Verordnung gilt und auch damit argumentiert wird, aber weit und breit kein Vier- oder gar Fünfsternhotel zu finden sein wird. Dies zur Logik mancher Verordnungen, die bei uns nur Kopfschütteln verursachen würde. Ansonsten hinterlässt Zhangye und deren Einwohner jedoch einen extrem sympathischen Eindruck.

Trotz Verordnung schlafen wir gut und werden am nächsten Morgen von Regentropfen am Fenster geweckt. Sollten wir abermals kein Glück mit dem Wetter haben? Ein anfänglich verregneter vormitätiger Spaziergang durch die verschlafene Stadt soll noch etwas Zeitaufschub bringen, bevor wir uns auf den Weg in die Bergregion machen. Hier ein paar Impressionen der Stadt. Ob sich das Wetter noch bessert? Mal sehen.
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