Kultur, Sunset und Kavarausch...

Trip Start Sep 28, 2012
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Trip End Jun 15, 2013


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Flag of Fiji  , Western,
Sunday, January 20, 2013

Der letzte Stopp auf den Yasawas ist die Insel Matacavalevu.



Das sehr einfache Long Beach Resort liegt sehr schön direkt am Anfang des längsten Sandstrandes der Inselgruppe.


Auch hier hat der Cyclon jedoch seine Spuren hinterlassen...der Wassertank einige Hütten und viele Bäume wurden zerstört, eine zuverlässige Versorgung aus Regenwassertanks steht auch einen Monat nach dem Cyclon noch nicht wieder bereit.


Auch wenn die Mitarbeiterin des Resorts traurig auf den ihrer Meinung nach total zerstörten Palmengarten zeigt, schön ist die Anlage hier immer noch.


Die einfachen Bungalows liegen in zwei Reihen direkt am palmengesäumten Strand in einer schattigen Gartenanlage mit vielen Palmen, Büschen, Blumen und...
sehr wichtig:

Hängematten.


Hier verbringen wir die lezten 2 Nächte unseres gebuchten Paketes und haben somit die lezten Chance hier auchnochmal n bisschen Kultur zu machen.


Das gehen wir sofort den nächsten Tag an, schliesslich ist Sonntag.


Da gibt's für alle Bewohner der Pazifischen Inseln ja schliesslich nur das eine...
(nein Papa...NICHT Fussball!):

Kirche!


Die Mitarbeiter des Resorts sind leider keine grosse Hilfe, auch wenn sie den sonntäglichen Kirchenbesuch ganz gross in ihrem Plan der angebotenen Aktivitäten anbieten...:


„Kirche...ach ja....
hmmm das Dort liegt etwa 20 Minuten in Richtung Nordosten...
wann der Gottesdienst anfängt wissen wir nicht so genau...
die haben aber schon getrommelt...
wenn ihr jetzt losgeht müsste das passen..."


Na gut...das machen wir dann auch und schlagen uns einmal auf Trampelpfaden durch Palmenhaine einmal quer über die Insel.


Gleich beim Erreichen der ersten Felder des Dorfes werden wir von einer dicken, kräftigen, sehr maskulin wirkenden Dorfbewohnerin, einen Stapel Holz auf Ihren breiten Schultern balancierend mit Handschlag begrüsst:


Bula!
Ich heisse Sissi!!!


...wie passend!!!


Das Dorf ist relativ gross und die einfachen Hütten liegen weit verstreut.


Auch hier hat der Cyclon ganz schön zugeschlagen...das erkennt man sofort.


Wir schliessen und den Dorfbewohnern an und Pilgern zur Kirche, die natürlich erhaben auf einem Hügel über der Bucht  tront.


Der Gottesdienst ist natürlich gewohnt fröhlich und der kraftvolle, mehrstimmige Gesang der Dorfbewohner echt cool.


Nach dem Gottesdienst wollen wir uns auf nochmehr Kultur vorbereiten und ziehen durch das Dorf auf der Suche nach Kava.


Hier soll man das Pulver kaufen können und auf die ganzen Touriveranstaltungen in den Resorts hatten wir bisher echt keine Lust...:
Wir wollen unser eigenes Süppchen kochen!


Agnes fragt eine Dorfbewohnerin und wir werden sofort unter ihren Unterstand gezogen.


Bula, ich bin Maria, setzt Euch!


Der örtliche Kava Dealer ist noch unterwegs soll aber gleich zurückkommen....
wir sollen hier so lange warten.


Maria erzählt vom Cyclon und wie Ihr ganzes Dorf hier die 5 langen Stunden erlebt hat.


Sie zeigt uns einen in der Bucht schwimmenden Wassertank...das ist der Tank vom Resort auf der Nachbarinsel.


Jedes Jahr werden die Pazifischen Inseln von 2 bis 3 Cyclonen heimgesucht, aber dieser soll wirklich aussergewöhnlich stark gewesen sein.


Viele Regenwassertanks im Dorf wurden zerstört und Marias Hütte ist seitdem ohne Dach.


Einige Häuser wurden komplett zerstört und die Familien campieren seitdem im Freien lacht sie.


Ob sie denn Hilfe von der Regierung erhalten hier auf den äusseren Inseln...

jaja, die haben gleich Wasser gebracht und Essen...

und Australische Hilfsorganisationen haben Planen gespendet.


Obwohl Maria mittlerweile immer noch draussen campieren muss ist sie total fröhlich und dankbar über die spärlichen Hilfen der Regierung...


In Deutschland wäre sicherlich wieder jeder nur am Rummeckern...egal wie gut oder effizient die Hilfe denn nun ist.


Wir sehen einige der von Australien Aid gespendeten Planen:
einfache Plastikplanen vielleicht 5 mal 5 meter gross...
kostet im Grosseinkauf doch quasi nichts...


Hier ist nur eine solcher Planen das neue Zuhause einer ganzen Familie!


Als Dach aufgespannt sehen wir ganze Familien unter denen leben, mit aufgebauchten Küchen, Esszimmern und und und...ein bisschen Hilfe kann doch so einfach sein!


Wir kaufen im Dorf noch 5 Säckchen Kavapulver für je einen Dollar und schlagen uns durch bis zu unserem Resort.



Den Sonntagnachmittag verbringen wir dann auch ganz gemäß Fiji Tradition im Schatten zwischen Hängematte und Kavazeremonie.


Als Backpacker müsssen wir natürlich improvisieren...in unseren Daypacks befinden sich schliesslich weder Kavaschalen oder Becher noch ein Durchschlag zum Ansetzen der Mische.


Geschirr ist in Handumdrehen aus alten Plastikflaschen geschnitzt und als Durchschlag muss halt eine meiner Socken herhalten....


Jaja!!!


Natürlich wurde in einem schier endlos lang dauernden,
höchst komplizierten FSDSS-Auswahlverfahren (Fiji sucht die Supersocke) mit zahlreichen Prüfungen die wirklich sauberste und wohlduftenste Socke herausgesucht.


Wasser in die Schale, Kavapulver in die Socke und die dann etwa 5 Minuten kräftig im Wasser durchwalzen bis all der braun, schleimige Kavasaft durch die Socke gepresst ist...hmmmmm: lecker!!!


Genauso schmeckt die Bowle dann auch...einfach nur nach Schlammbrühe.


Die Lippen und der Gaumen werden beim Trinken ein wenig taub und man redet vielleicht ein bisschen mehr und ein bisschen langsamer als gewoehnlich...sonst passiert nicht viel.


Der tollste Nebeneffekt ist vielleicht das Agnes während unserer Gespräche andauernd und anscheinend unermüdlich meine Hängematte anschubst...


als ich sie nach einer Stunde mal drauf anspreche bemerkt sie das erst und kriegt sofort Muskelkater im Arm :-)


Ansonsten erleben wir am längsten Sandstrand natürlich noch zwei unglaublich schöne Sonnenuntergänge, bevor uns der Yasawa Flyer nach 12 Tagen auf diesen abgelegenen Inseln wieder zurück aufs „Festland“ bringt.


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