Mandalay

Trip Start Sep 28, 2012
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Trip End Jun 15, 2013


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Flag of Myanmar  ,
Thursday, December 6, 2012

Im Anflug auf Mandalay kommt sofort unglaubliche Neugierde auf das Land auf, von dem wie leider noch viel zu wenig wissen.



Für eine ausreichende Vorbereitung auf unseren 2 wöchigen Myanmar Trip von Bangkok aus blieb leider wieder einmal nicht genügend Zeit.



Das am mächtigen Irrawaddy River gelegene Mandalay besticht bereits im Anflug durch die unendlichen aus dem dem Stadtgewirr und die umliegenden Grünflächen emporragenden goldenen Spitzen der Pagoden.



Einreise und die 30 minütige Fahrt mit einem Taxi ins Stadtzentrum funktionieren problemlos, schliesslich hatten wir bereits telefonisch ein Hotel fuer die ersten Nächte reserviert, so das der Taxifahrer auch gleich weis wo im Strassengewirr von Mandalay er uns rausschmeissen soll.


An der Hotelrezeption kommt dann leider jedoch sofort der erste Schock: Das mit 28 US Dollar angepriesene, und damit fuer asiatische Verhältnisse natuerlich schon extrem teure Hotelzimmer soll plötzlich 55 Dollar pro Nacht kosten.


Na toll! Natürlich haben wir keine Lust und gleich nach der Ankunft auf Zimmersuche in Mandalay zu begeben...leider bleibt uns aber nix anderes übrig!


Noch wissen wir nicht wie lange wir mit unserem grob errechneten Reisebudget für Myanmar auskommen werden und das ist fuer viele Reisenden hier mit das wichtigste.


Eine Versorgung mit Bargeld im Land gibt es nicht! Geldautomaten funktionieren mit ausländischen Karten nicht und auch Kreditkarten werden nirgendwo akzeptiert.


Man muss also zwingend alle für den Reisezeitraum benötigten finanziellen Mittel bereits bei Einreise in US Dollar mitbringen. Und auch hier werden nur absolut unbeschädigte, unbeschmutzte, "fabrikneue" Scheine ab dem Jahr 2006 akzeptiert.


Das Auftreiben genuegend solcher Scheine hat uns in Bangkok schon fast 2 Tage gekostet.


So müssen wir uns also Wohl oder Übel in der brütenden Mittagshitze in das Chaos der mit 1,6 Millionen Einwohnern zweitgrösste Stadt des Landes stürzen um ein günstigeres Zimmer zu finden.


Und das ist gar nicht einfach!


Mit noch weniger Bürgersteigen als Vietnam, dafür aber dreimal soviel Verkehr wie in Kathmandu ist alleine nur das überqueren einer Strasse eine komplizierte Angelegenheit die uns teilweise jeweils bis zu 5 Minuten kostet.
Die meissten Hotels sind ausgebucht und günstige Hotels scheint es leider sowieso nichtmehr zu geben.
Ungläubig befragen wir die natürlich aktuellste Auflage unserer Reisebibel und stellten mit erschrecken fest:


Die Preise für die Unterkünfte haben sich im letzten Jahr durchgehend einfach mal verdoppelt!

Unter 25 Dollar ist hier kein Zimmer zu bekommen....nun gut...dann lassen wir es uns halt mal gutgehen...für 25 Dollar kriegt man überall in Asien schliesslich fast einen Palast mit allen Annehmlichkeiten die man sich so denken kann...


Leider weit gefehlt!


Was wir uns hier an Zimmern anschauen müssen ist selbst für mich teilweise unerträglich! Fensterlose, mückenverseuchte, stinkende Matrazenzellen mit absolut unzumutbaren Toilettenverschlägen auf dem Flur...wohlbemerkt für 30 Dollar!
In Thailand würde man solche Absteigen für 6 Dollar hinterhergeworfen bekommen.


Leider bestätigen uns viele auf der Suche getroffe Traveller, das die Zimmer überall in Myanmar mittlerweise sehr rahr und unglaublich teuer sind...einige müssen sogar schon früher wieder ausreisen, weil man es sich einfach nicht leisten kann...


Nun gut wir sind ja aber nun mal gerade erst angekommen und beissen so in den sauren Apfel und buchen uns das letzte freie geringste Übel...immerhin noch auf 25 Dollar runtergehandelt.

Zum Sunset klettern wir auf die Dachterrasse unseres 5 stoeckigen Hotels und koennen von dort aus herrlich die untenliegende Kreuzung beobachten...

keine Ampeln, keine Fussgängerüberwege...nur massenweise Verkehr.



Beim Sunsetbier versuchen wir hier stundenlang den Verkehr zuzuschauen und irgendwelche Spielregeln, Abmachungen oder gar Gesetzmässigkeiten auszumachen...tut mir leid.

Da ist wirklich nix zu erkennen.

Ausser vielleicht wieder einmal die in vielen Asiatischen Ländern geltende Grundregel:

„Wer sich noch irgendwo festhalten kann darf auch mitfahren"

und

„Überladung ist was für Hochstapler"


Die nächsten 2 Tage nehmen wir uns einen Fahrer, der uns mit seinem Gefährt durch den Wahnsinn des Stadtverkehrs in Mandalay manövriert um uns zu den umliegenden Tempeln und Sehenswürdigkeiten zu fahren.


Wir besuchen viele superschoene Pagoden in denen die Einheimischen noch sehr ursprünglich ihrem Glauben nachgehen.
In den die Pagoden umgebenen Strassen gibt es massenweise Läden in denen alles was man so für s Beten braucht angeboten wird, Superinteressant ist es den Steinmetzen zuzuschauen, wie sie aus Steinbloecken mit einfachen Trennschleifern superzierliche und detaillierte Buddah Statuen erschaffen.


Auf einem Tagesausflug besuchen wir mit dem Boot den nie fertiggestellten Tempel am Irrawaddy River flussaufwaerts.
Der sollte mal die groesste Pagode der Welt werden und ist schon als riesengrosser Steinblock
kilometerweit über den Fluss auszumachen.


Leider wurde er dann bei einem Erdbeben so stark beschädigt, dass man das Vorhaben
aufgeben musste.


Auch an unserem letzten Tag in Mandalay betreiben wir wieder Tempelmarathon at it s best...um zum Sunset dann jedoch mal ne Attraktion der anderen Art zu erleben...die längste Teakholzbrücke der Welt oder so ähnlich.

Die Brücke verbindet irgendwas mit irgendwas und ist bestimmt 2 km lang...so ungefähr.

Da nun Trockenzeit ist befindet sich der Brückenlauf in etwa 5 metern Höhe auf Stelzen gebaut ueber einem See, Fluss, Delta...oder so ähnlich.

Wann die Brücke gebaut wurde kann hier nicht gesagt werden.

Wo die Brücke genau liegt auch nicht...und schon garnicht koennen wir sagen wie wir von dieser Brücke wieder ohne unseren Fahrer in unser Hotel nach Mandalay zurückkommen würden.

Wo dann morgen der Bus zum Hafen abfährt wissen wir nicht, und wann die Fähre nach Bagan ablegt, wo man dafür Tickets kauft und was die dann kosten wissen wir auch nicht.

Wo wir im nächsten Ort nahe Bagan dann überhaupt wohnen sollen, wie der Ort heissen könnte und wie wir dahinkommen und was das kostet....keine Ahnung!!!

Wieso, wesshalb, warum?????

Keinen Plan!!!

Nun ja...an dieser Brücke ist uns leider das schlimmste passiert was einem Traveller denn überhaupt so passieren kann...: Wir haben unseren Lonely Planet verloren!!!

Das ist gerade in einem Land wie hier aber auch wirklich der absolute Alptraum!!!

Keine Stadtpläne, Fahrpläne, Preisangaben, Ausflugsziele, Unterkünfte, Restaurants...einfach garnix.

Einfach einen neuen kaufen ist hier auch unmoeglich!

Gibt s halt einfach nicht!

Bis zum Ende unserer Reise haben wir nirgendwo auch nur annähernd einen Buchladen oder gar einen Bibelverkäufer gefunden...

Als wir im Hotel unseren Verlust bemerken denken wir kurzzeitig daran sofort wieder auszureisen...irgendwie muss einer von uns die Bibel bei einer Pause auf der Brücke liegengelassen haben...

Gott sei Dank koennen wir uns beide beim besten Willen nicht daran erinnern WER von uns  Beiden so verdammt nachlässig gewesen ist...

wir fühlen uns beide schuldig und ein groesserer Streit bleibt uns somit erspart :-)

Aber wie zum Teufel sollen wir nun weiterreisen...ohne zu wissen wohin, wesshalb, warum...

die Tickets für die Fähre nach Bagan sind schon gebucht, so haben wir die ganze Fahrt lang Zeit anderen Travelern über die Schulter in Ihre Lonely Planets zu schauen und zu versuchen das wichtigste rauszuschreiben, Karten abzumalen und und und...

Nun ja, später entscheiden wir uns natürlich den Lonely Planet wenigstens online zu kaufen...

doof wenn man mal ne Karte braucht, auch doof wenn man unterwegs ist und den Laptop ja nicht mitschleppen will...aber wenigstens mal n bisschen vorher lesen koennen ist vielleicht ja schon ganz hilfreich...

Online kaufen in Myanmar allerdings auch nicht problemlos möglich.

Paypal verweigert beim Land Myanmar sofort die Dienste und jegliche Zahlungen und die doppelt und dreifach gesicherten Kreditkartenseiten sind viel zu gross um hier von irgendeinem Internet vernünftig und ohne Verbindungsabbruch aufgebaut zu werden.

Nach zwei Tagen haben wir es aber irgendwie geschafft online mit Kreditkarte zu zahlen...einen weiteren Tag hat es dann gedauert irgendwo eine Internetverbindung aufzutreiben mit der es möglich war die bis zu 1,7 MB grossen PDF Dokumente runterzuladen...

Irgendwann habben wir es aber geschafft...Entwarnung!

Der Planet ist wieder unser und wir koennen weiterreisen.

Nur was es nun mit dieser Brücke auf sich hatte werden wir wohl nie mehr erfahren.

Jedenfalls soll es sich wohl um das beliebteste Fotomotiv zum Sunset handelt...das koennen wir bestätigen!

Die vielen kleinen Boote auf dem See, die vielen auf der Brücke spazierengehenden Besucher und die vielen Mönche, die hier immer mal wieder das Gespräch mit den Touristen suchen gaben echt eine Menge Motive ab.

Entspannte Stimmung, toller Sunset, schöner Abschied von Mandalay!

 














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