Boattrip auf dem Mekong

Trip Start Sep 26, 2008
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Trip End Jun 11, 2009


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Flag of Lao Peoples Dem Rep  ,
Sunday, November 30, 2008

Nachdem ich zwei Naechte in Chiang Khong, einem kleinen gemuetlichen Ort direkt am Mekong auf der Thailaendischen Seite verbracht hatte, sollte es nun endlich nach Laos gehen.
Von dem kleinen Oertchen Huay Xai auf der Laotischen Seite des Mekong, soll es mit dem Slow Boat in zwei Tagen in die Tempelstadt Stadt Luang Praban, die 1995 zum Weltkulturerbe erklaehrt wurde, gehen.

Frueh am morgen reise ich aus Thailand aus, muss eine kleine Nussschale besteigen, die mich in ein paar Minuten auf die andere Seite des Mekong bringt. Dort dann die chaotischlaotischen Einreiseformatitaeten erledigen. Gott sei Dank ist hier so frueh am Morgen noch nicht so viel los. Sogar zum Geldwechseln bleibt noch Zeit und so werden wir innerhalb von ein paar Minuten alle nahezu zu Millionaeren.

Am Pier liegen eine Menge Boote, die jeweils Sitzplaetze auf schmalen Holzbrettern fuer etwa 40 Personen bieten. Haeufig sollen diese Boote dann aber mit ueber 100 Personen beladen werden, was den zweitaegigen Trip zweifelslos zu einer Tor-Tour machen wuerde. Wir ergattern noch ganz gute Holzbretter mit einer kleinen Polsterung, irgendwann jedoch sind alle Sitzbaenke, fuer Europaer natuerlich sowieso viel zu eng, bereis doppelt besetzt und der Bootsmann versucht die noch etwa 50 wartenden Backpacker auch noch aufs Boot zu faerchen.

Zum Glueck haben wir nen aelteren Franzosen an Bord, der erstmal ne Revolution anzettelt (und das koennen sie ja!). Er spricht ein Machtwort und fordert lautstark ein zweites Boot. Bereits nach wenigen Sekunden skandieren etwa 100 Leute auf dem Boot sowie davor klatschenderweise"second boat, second boat!!!" Von so viel gemeinsamen Aufstand sind die Laoten total verwirrt und geben nach wenigen Minuten nach.
Wir werden auf zwei Boote verteilt und nach etwa 2 Stunden warten, kann die Fahrt endlich losgehen.

Wunderschoen windet sich der braune, bis zu 150 meter breite, Mekong durch die gruene Landschaft.(Kann man krass auf dem rangezoomten Googlesatelitenbild verfolgen) Mit Urwald bewachsene Berge und immer wieder superschoene Karstfelsen, die den Fluss teilweise bis auf 30 meter Breite einengen. Der Bootsfuehrer manovriert das Boot gekonnt durch die engen Stellen, sowie vorbei an den unzaehligen Stromschnellen und den gefaehrliche Strudeln, die so gross sind, dass sie das Wasser etwa einen halben meter Richtung Flussgrund ziehen.
Es geht vorbei an total urspruenglichen Doerfern die direkt am Mekong liegen, mit kleinen Bambushuetten aus denen Kinder winkend zum Ufer gelaufen kommen. Ab und zu wird angelegt und ein paar Eingeborene besteigen das Boot. Ob die erlegte Wildkatze (?) die dem Bootsmann uebergeben wurde nun die Bezahlung fuer die Bootsfahrt war bleibt jedoch ungeklaehrt.

Man lernt schnell die anderen Traveler kennen und hoert wieder mal den ein oder anderen guten Tipp sowie die ein oder andere geile Geschichte:
Eine Frau berichtet von einem vorigen Besuch in Laos bei dem sie auch die total abgelegenen Orte besucht hat. So gibt es dort wohl einige Orte in denen Geld als Zahlungsmittel noch nahezu unbekannt ist. So wollte diese Frau dann auf einem Markt einen Kunstgegenstand von einer Laotin kaufen und hielt ihr einen 50 Dollar Schein hin.
Die Laotin wollte das Geld jedoch nicht nehmen und schuettelte den Kopf. Die Frau dachte es sei vielleicht zu wenig und fragte, was es denn kosten solle...
"Einen Bueffel" war die Antwort.
Geld wollte die Laotin auch mit gutem Zureden nicht akzeptieren.

So musste die arme Frau wirklich mit ihren 50 Dollar auf dem Markt herumsuchen, bis sie jemanden gefunden hat, der ihr einen Bueffel verkauft hat. Damit musste sie dann zurueck zu ihrem Kunststand und konnte das Geschaeft ueber die Buehne bringen...

Nach etwa 6 Stunden Fahrt steuern wir im Sonnenuntergang das kleine Dorf Pakbeng an, in dem jeden Abend hunderte von Travelern einfallen, einchecken, essen und am naechsten morgen in der Frueh ihre Reise weiter flussaufwaerts fortsetzten.

Wie auch schon die letzten Naechte in Nordthailand wird uns hier wieder einmal schlagartig bewusst, dass es sofort verdammt kalt wird, sobald die Sonne weg ist. Nix da mit T-Shirt und schwitzen. Ich bin froh, das ich meinen einzigen duennen Fleece noch nicht weggeworfen habe wie urspruenglich geplant. Zum Abendesse gehts in eines der vielen Laotischen Restaurants und zum ersten Advent kriegen wir sogar eine Kerze auf den Tisch gestellt...

Nach einer viel zu kalten Nacht gibts Fruehstueck auf der Terasse unseres Hostels mit Blick auf den Mekong und um 9 Uhr legen wir auch schon wieder ab in Richtung Luang Praban.
Da die Sonne den Nebel immer noch nicht weggeburnt hat ist die Kaelte im Fahrtwind nahezu unertraeglich.
Die immer schoner werdende Landschaft fliegt an uns vorbei, aufgrund der Kaelte hat man nur leider nicht so recht die Freude daran das zu geniessen.

Gegen 17 Uhr kommen wir endlich in Luang Praban an und werden nach kurzer Hostelsuche auch fuendig.
Hier gibts dann zum Glueck auch endlich mal wieder eine heisse (na gut, sie war lauwarm) Dusche!
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