Annapurna Panorama Trek

Trip Start Sep 26, 2008
1
6
105
Trip End Jun 11, 2009


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Nepal  ,
Friday, October 10, 2008

Endlich geht es los...unser erster grosser Trek im hoechsten Gebirge der Welt!
Fruh morgens holen uns unsere in Kathmandu gebuchte Fuhrer an unserem Hostel in Pokhara mit dem Taxi ab.
In den Mitsubishi Kleinwagen sollen also jetzt 3 Nepali, 2 Europaer, ein 90 Liter Rucksack und 3 Daypacks passen?
DIE schaffen hier alles!

In knapp 90 Minuten faehrt uns der augenscheinlich 13 jaehrige Taxifahrer in Kamikazemanier, wild hupend durch Ziegenherden und Schulkindergruppen, vorbei an im Reisfeld auf der Seite liegenden Reisebussen zum Beginn unseres 6 taegigen Treks durch die Nepalidoerfer in den Vorhuegeln des Annapurnagebirges.

Die naechsten 6 Tage werden wir also hauptsaechlich zu viert sein.

Tensing Sherpa, 22 Jahre alt, der Porter unserer kleinen Gruppe. Er spricht nur Nepali und soll mit seinen 1,50 metern hauptsaechlich den 90 Liter Rucksack den Friedy und ich mit unseren Sachen gepackt haben tragen.

Nima Sherpa, 36 Jahre alt, 5 Kinder, ist der Mann von Tensings Schwester und spielt unseren Guide. Sein Englisch ist leider nicht allzu gut, er ist aber superlustig und wir koennen eine Menge miteinander lachen.

6 Tage lang laufen wir dann auf den steil angelegten Pfaden zwischen den total abgeschiedenen Dorfern zwischen 900 und 3200 Hoehenmetern rauf und runter. Die Verbindungswege zwischen diesen total abgeschiedenen Doerfern ohne jegliche Anbindung an irgendein Verkehrsnetz, die naechste Strasse ist teilweise 3 Tagesmaersche entfernt, teilen wir uns mit massenweise anderen Trekkinggruppen, Kuehen, Ziegen, Huehnern, massenweise Traegern, die ihre 25 Kilo Koerbe vorzugsweise ueber einen Stirnriemen auf dem Ruecken tragen und hier alles moegliche fuer die Touris hochschleppen, haufenweise Maultierkarawanen und natuerlich der Dorfbevoelkerung die vielleicht gerade mal einen Bekannten im 2 Stunden entfernten Dorf besuchen wollen oder von der Feldarbeit zurueckkehren.

Durch Nima kriegen wir zumindestens ein bisschen einen Einblick in das wirkliche Leben der Nepali hier oben. Einen Abend sitzten wir zusammen mit der ganzen Lodgebesatzung in der Kueche, in deren Mitte ein offenen Feuer brennt. Die Speisen fuer alle Gaeste werden dann total einfach nur ueber diesem Feuer gekocht, superinteressant.
Auch in das Geheimnis des hier weit verbreiteten Alkoholbrennens weiht uns Nima natuerlich ein. Der selbstgebrannte Wein schmeckt morgens um 9 Uhr jedoch nur maessig gut.
An jeder Ecke wachsen hier wild riesengrosse Marihuanapflanzen...soll alles legal sein...sagt Nima.

 Wir laufen jeden Tag nach Sonnenaufgang los und sind dann so zwischen 12 und 15 Uhr am naechsten uebernachtungsort angelangt. Leider spielt das Wetter die ersten 3 Tage nicht so richtig mit. Ab Mittags regnet es meistens in Stroehmen, und die Berge sind in dicke Wolken gehuellt.

Die besten Chancen auf Aussicht hat man morgens zum Sonnenaufgang, so gehen wie jeden abend etwa um 21 Uhr ins Bett und stehen mit der Sonne auf.

Diese Ausblicke sind dann jedoch absolut ueberwaeltigend und entschaedigen fuer alle Strapazen!

Wir sehen Annapurna South, Annapurna 1-3, Mardi Himal, Machhapuchhre, Mount Dhaulagiri und zahlreiche andere riesengrossen Berge mit unaussprechlichem und vor allen Dingen nicht annaehernd zu merkenden Namen.
Alles 6,7, oder Achttausender mit unglaublichen Schneemassen auf dem Gipfeln!!!

Wir kriegen an den Lodges Fruehstueck, Mittag und Abendessen, was sich allerdings alles in Grenzen haelt und sich hauptsaechlich auf Reis oder Nudeln mit irgendwelchem Gemuese beschraenkt...ans Fleisch trauen wir uns immer noch nicht ran, auch wenn Friedy mich das ein oder andere Mal auf dem Trek davon abhalten muss ein Yak zu reissen....ich solle lieber weiter an meiner Bikinifigur fuer Thailand arbeiten :-)

Ausser einigen Affen sehen wir keine weiteren Interessanten Tiere, obwohl es hier Baeren und sogar Leoparden geben soll...werden anscheinend alle von unseren Socken abgeschreckt...
Warum das bei den nervigen Blutegeln nicht funktioniert hat wird auch uns ein Raetsel bleiben. Die Dinger sehen aus wie Raupen und kriechen vom Gras ueber die Schuhe dann schnell in die Socken rein und fangen dort unbemerkt an zu fressen.
Abends nach dem Trek muss man die vollgesogenen Dinger dann absammeln und die Wunden versorgen, die leider wegen des fiesen Antiblutgerinnungsstoffes, den die Viecher inizieren etwa eine Stunde lang kaum aufhoeren zu bluten.

Unser Fuehrer bleibt von den Dingern irgendwie verschohnt...liegt es daran, dass nach jeder Teepause, in der er sich bei seinen Nepalibekannten in die Hinterraeume verzieht seine Alkoholfahne unueberriechbarer wird?

Auf jeden Fall haben wir superviele Eindruecke mitgenommen, die man hier einzelnd so nach 6 Tagen gar nicht mehr niederschreiben kann, deshalb wenigstens ein paar Bilder des Treks!
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: