Kondore über dem Colca Cañon

Trip Start Nov 08, 2009
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Trip End Dec 06, 2009


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Where I stayed

Flag of Peru  , Colca Canyon,
Monday, November 30, 2009

Wir unternahmen einen 2-Tages-Ausflug in den 'Colca Cañon', der 100 km von 'Arequipa' entfernt ist. Der 'Colca Cañon' ist mit 3.191m der tiefste Canyon der Welt.

Gegen 8:00 Uhr wurden wir von unserem Hotel abgeholt und machten uns gemeinsam mit Tessa und Rob auf den Weg. Um die Höhenunterschiede gut zu überstehen, tranken wir Coca-Tee und lutschten Coca-Toffees. Diese waren viel leckerer als die nach Gras schmeckenden Coca-Blätter. Da ich bei der Einreise nach Europa nicht verhaftet werden wollte, habe ich mir nicht getraut, Coca-Tee oder Coca-Toffees mitzubringen. (Okay, ich gebe es zu... ich habe 3 Coca-Toffees mitgebracht)

Nach einigen Fahrminuten sahen wir Frank's neue Lieblingstiere - Vicuñas. Vicuñas gehören zur Gattung der Lamas und sind in den Hochanden von Peru, Bolivien, Argentinien, Chile und Ecuador verbreitet. Ihre Wolle ist die seltenste und teuerste der Welt. Von den früher ca. 1,5 Mio. Tieren gab es 1965 nur noch 6.000. Dank Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand heute wieder auf 200.000 Tiere erholt.
Weiter auf unserer Fahrt sahen wir Alpakas und Lamas, von denen ich auch ein paar Passfotos machte. (Das Alpaka ist die domestizierte Form der Vicuñas und das Lama die der Guanacos.) 

Die Straße führte dann durch die Hochebene der Anden bis zum Bergpass von 4.800 m. Von hier hatte man eine schöne Aussicht auf das Dorf 'Chivay', das am Anfang des Canyons liegt. Nach vielen Serpentinen erreichten wir dann unser Ziel, 'Chivay'.

Nachdem ich zum Mittag Alpaka-Fleisch probierte und Frank konservativ Hühnchen aß, machten wir einen kleinen Spaziergang. Um Frank's akuten Zuckermangel entgegenzuwirken, besorgten wir unterwegs eine Inka-Cola. Das ist das traditionelle Getränk von Peru und schmeckt nach Gummibärchen.

Am Nachmittag fuhren wir dann zu einem Thermalbad. Da ich noch immer Schnupfen hatte, zog ich es vor kein Bad zu nehmen, sondern vielmehr die Badenden zu beobachten und die Gegend zu erkunden. An unserer Unterkunft, die etwas höher gelegen war, konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten.

An dem traditionellen Folkloreabend, der für die Touristen organisiert wurde, nahmen wir nicht teil. Vielmehr kuschelten wir uns ins Bett, denn es war sehr, sehr kalt. Wir hatten uns zuvor nicht informiert in welcher Höhenlage wir sein werden. Somit gingen wir, die Temperaturen von 'Arequipa' gewöhnt, mit sommerlicher Kleidung auf Tour. Unser restliches Gepäck ließen wir in 'Arequipa' zurück, so dass wir die warmen Sachen nicht bei hatten.

Am nächsten Morgen ging es früh los, entlang des Canyons fuhren wir in Richtung 'Cabanaconde' zum 'Cruz del Condor'. Von hier hat man die Möglichkeit Kondore zu beobachten, die die erste schwache Morgenthermik nutzen, um am Canyonrand zu kreisen. Dort angekommen traf uns der Schock: Mit uns wurden mehrere hundert Touristen dorthin gefahren, um auf die Kondore zu warten... . Ich hätte lieber ohne diese massenhaften Touristen die Landschaft genossen, auch ohne Kondor... . Mit den anderen warteten wir auf die Kondore, doch diese zeigten sich an dem Tag zunächst nicht. Erst als wir abfuhren, flog genau über die Stelle, an der wir zuvor warteten, ein Kondor. Da ich meine Kamera bereits verstaut hatte und mein Equipment nicht so schnell bereit hatte, haben wir jetzt keine Fotos... . Macht nichts, laden wir uns eins aus dem Netz ;-).

Auf der Rückfahrt nach 'Chivay' genossen wir die außergewöhnliche Landschaft des Canyons. Hier werden auf terassenartigen Feldern Gemüse, Kartoffeln und Getreide angebaut. Diese Form der Landwirtschaft wurde von den Inkas entwickelt und hat bis heute Bestand.



Gegen Mittag waren wir wieder in 'Chivay'. Um dem Tourismus zu entfliehen, gingen wir auf den lokalen Markt und ließen uns von einer Indianer-Frau einen leckeren Fisch braten und einen frisch gepressten Orangensaft servieren. Es war sehr schmackhaft und wirklich preiswert.

Nachdem wir noch ein bisschen auf dem Markt herumschlenderten, ging es auf die 3-stündige Rückfahrt nach 'Arequipa'. Dort hatten wir noch ein wenig Zeit, bevor wir uns ein Taxi zum Busbahnhof nahmen.

19:00 Uhr ging dann der Nachbus von 'Arequipa' nach 'Paracas'. Frank versuchte seine 2. Runde peruanisches Bingo. Allerdings unter erschwerten Bedingungen, da ich als sein persönlicher Zahlen-Dolmetscher schlief... .
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