Bus - Bus - Mini-Bus mit Grenze und Mini-Bus

Trip Start Nov 07, 2006
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Trip End Ongoing


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Flag of Thailand  ,
Wednesday, December 13, 2006

Fuer die Busfahrt nach Butterworth hatten wir schon bei unserer Ankunft ein Ticket gekauft. Wir haben uns die Super VIP Klasse gegoennt, was nur wenig teurer war, als ein normaler Bus. Von Butterworth sollte es dann weiter via Hat Yai nach Krabi gehen. Aber erst mal von vorne.

An diesem Morgen habe ich mich schon wieder wesentlich besser gefuehlt, aber vor der kurvigen Strasse nach Ipoh noch nichts gegessen. Schon auf der Fahrt nach Ipoh hat der Bus immer wieder komische Geraeusche gemacht und wenn irgend eine Hydraulik benutzt wurde (z.B. von der Tuer) funktionierte die erst nach etwa 30 Sekunden zischen. Na ja, ich glaube wenigstens waren die Reifen OK. In Ipoh angekommen hat es dann geheissen, dass der Bus in einer halben Stunde weiter fahren will und wir solange auch aussteigen koennen. Ich benutzte diese Gelegenheit, um meinen unterdessen knurrenden Magen zu versorgen. Nach einer halben Stunde haben wir uns wieder im Bus eingerichtet, dass es dann mal weiter gehen kann - dreiviertel Stunde vorbei, Stunde vorbei, eineinviertel Stunden spaeter kam dann endlich einer der Busgesellschaft und hat alle Gaeste auf der Reise nach Penang (Butterworth liegt auf dem Weg) gebeten, auszusteigen?!?

Wir haben unsere Sachen zusammengepackt und verliessen den Bus. Nach mehrmaligem Fragen meinte einer der Busgesellschaft, dass ein Kabel gerissen ist. hmm... Das hatte eher den Anschein einer komischen Ausrede... Die Leute der Busgesellschaft haben uns dann in einen anderen Bus gelotst, welcher allerdings bis auf 3 Plaetze schon absolut gefuellt war und mindestens 6 Backpackers (inklusive uns) noch in den Bus wollten. Natuerlich war das dann auch kein VIP-Bus, sondern eher einer fuers gemeine Volk (keine Klima, unbequeme Sessel eng aneinander gereit etc...) Nach laengerem Verhandeln mit Jan, Daniela, Frederico, mir und den Leuten der Busgesellschaft, haben wir vier auf den restlichen drei Plaetzen und einer Fussablage in der groesse etwa von einem A4-Blatt (Jan hat sich geopfert) den Bus aufgefuellt. Die anderen Zwei mussten in Ipoh auf einen anderen Bus warten. Von Geld zurueck wollte natuerlich niemand was wissen.

Ich habe mich in der hintersten Reihe zwischen einen Islam-Studenten und einen halb blinden China-Malaye hineingezwaengt. Ich habe mich dann lange mit dem Studi unterhalten und staunte, dass die Islamische Uni auf der christlichen Insel Penang liegt. So gings der Hellride mit einem bei 100km/h zur offenen Tuer hinausrauchenden und SMS-Schreibenden Chauffeur nach Butterworth.

Dort wurden wir auf einem Parkplatz unter einer Autobahnbruecke ausgeladen, was sich dann als der Busbahnhof ergeben hat. Wir (Jan, Daniela, Frederico und ich) haben mit etwas Glueck und viel heftigem herumdiskutieren in einem Minibus nach Hat Yai in Thailand platz genommen. Immerhin war der Minibus mit Aircon ausgestattet, aber mit unseren Rucksaecken eigentlich sinnlos ueberfuellt und so wars von den Platzverhaeltnissen eigentlich nicht besser als im Bus zuvor.

Nebst uns waren noch 6 andere (inkl. Chauffeur) im Bus. Zuhinderst, neben Jan und mir war ein anderer etwas aelterer Fahrgast, welcher auch gleich mit uns ins Gespraech kam. Eine ziemlich interessante Person...

Er ist indischer Abstammung, in Malaysia aufgewachsen und Member of the British Empire (worauf er masslos Stolz war). Seine Geschichte fing an, als er ohne Geld mit 19 und seinem Fahrrad in Richtung Europa losgezogen ist. Er hat sich mal da eingeladen, mal in der Zelle auf dem Polizeiposten geschlafen, hier und da etwas gearbeitet bis er in Berlin angekommen ist. Dort arbeitete er fuer zwei Jahre, bevor er (wie sein Vater schon) in die britische Armee eingetreten ist und dort 35 Jahre als Board-Engineer irgend in einem groesseren Militaerflugzeug seinen Dienst geleistet hat. Er war mit seiner Maschine schon beinahe Ueberall auf der Welt (Ueberall dort zumindest, wo die britische Armee in den letzten 30 Jahren Einsaetze hatte). Dazu hat er noch ein Buch ueber das Flugzeug und sich geschrieben, worauf er auch sehr Stolz war. Er hat fuer die Passkontrolle nach Thailand nur seinen Pass und sein Buch mitgenommen.

Ansonsten war die Reise nach Thailand vom Busoperator gut organisiert. Der Busfahrer hat uns sogar die Arrival Card ausgefuellt. Beim Uebertritt hat dann Frederico zuerst mal seine Departure Card verloren (das kenne ich ja schon von meiner Ausreise aus Indonesien). Nachdem das geregelt war, konnten wir dann an der thailaendischen Grenze fuer die Einreise anstehen. Zuerst kam Jan, dann ich mit meinem 2-Monate Visum und nach mir Frederico und Daniela. Da die Argentinier erst seit kurzem ein Visum on Arrival machen koennen, war der Zollbeamte etwas verwirrt. Zuerst wollte er die nicht einreisen lassen, bis ein Kollege ihn darauf hingewiesen hat, dass das in Ordnung sei. Dann hat er den Datumsstempel in die falsche Richtung gedreht und den Argentinieren ein 3-Monate Visum erteilt, und allen folgenden dann auch...

Fuer die Weiterreise von Hat Yai haben wir schon waehrend der Fahrt einen Platz bei der gleichen Minibus-Gesellschaft gebucht und so den Preis von 230 Baat fuer Thai`s erhalten. Auf dem gleichen Bus war noch ein weiterer Deutscher, Daniel, welcher fuer die gleiche Strecke 300 Baat bezahlt hat. Auf dieser Busreise haben wir dann gelernt, dass ein Fruechtestand auf dem Pannenstreifen auch lukrativ sein kann und der Fahrer so waehrend der Fahrt sein Abendessen einkaufen konnte.

Nach 14 langen Stunden kamen wir dann Abends in Krabi an, wo wir uns zu dritt (Daniel, Jan und Ich) ein zimmer fuer 350 Baat bekamen. Die beiden Argentinier sind in einem Hostel nebenan untergekommen. Nach dem Abladen sind wir noch auf dem Nightmarket von Krabi die Staende leeressen gegangen. Danach hat Daniel uns alle und damit auch die beiden Geldspaar-Argentinier auf einen Bucket eingeladen (ein Bucket = Kessel voll mit Alkohol und einem Redbull).

Daniel hat sich an dem Abend entschieden, dass er mit den Anderen nach Phi Phi faehrt und ich somit am naechsten Morgen alleine rueber an den Ton Sai Beach fahre...
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