Dolce Farniente an der Karibikküste

Trip Start Aug 15, 2012
1
12
21
Trip End Ongoing


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

, Quintana Roo,
Monday, January 21, 2013

In Mérida waren wir nicht die einzigen Touristen, es gefiel uns dennoch richtig gut. Nicht so unseren Strassenfood gewohnten Mägen: nach dem teuersten Abendessen, das wir uns in ganz Mexico gönnten, verbrachten wir abwechselnd mehr Zeit im Bett und Badezimmer, denn anderswo. Nach ein paar ruhigen Tagen brachen wir auf und liessen uns zu 125 Kilometer nach Chichen Itza hinreissen, wo eine grosse Mayastätte steht. Als hätten wir es geplant, fuhren wir pünktlich zum Weltuntergang am 21.12.12 dort ein. Tausende andere waren schon vor uns dort und wir waren wohl die Einzigen ohne zehn Piercings oder Tatoos im Gesicht, ohne Dreadlocks und ohne Batikshirts. Da Camping überall verboten war, ergatterten wir uns wohl oder übel dann noch das letzte verfügbare und völlig überteuerte Zimmer. Es war mitunter etwas vom Schäbigsten, was uns je begegnet war und wir stellten fest, dass das Zimmer wohl vor 50 Jahren - beim letzten Mayakalenderwechsel - den letzten Putzlappen sah.

Via Coba, einer weiteren Mayastätte, erreichten wir Tulum und nach ein paar Stunden Zimmersucherei wurden wir endlich fündig und liessen uns ein paar Tage am traumhaften Strand nieder. Wir fanden uns dann irgendwann auch mit den vielen lauten, amerikanischen (Pauschal-)Touristen ab. Unsere Velos ruhten an der Palme und wir auf der Terrasse unseres Cabañas - Ferien von den Ferien waren einfach herrlich!
Wenn es so etwas wie ein Ziel unseres Veloritts seit Vancouver gab, dann war es zweifelsohne Playa del Carmen. Wir waren natürlich entsprechend glücklich, als wir dort kurz vor Silvester ankamen. Fast schon etwas Kultstatus hat das Hotel, in dem wir uns einquartierten. Über den deutschen Hotelbesitzer und seine bis unter Söns Arme reichenden Dobermänner, könnten wir Bücher schreiben. Nur soviel sei an dieser Stelle geschrieben: trotz stattlichen 25 Zimmern existiert kein schriftliches Reservationssystem - das heisst, nur im Kopf des deutschen Besitzers (der kein Spanisch spricht) und seines mexikanischen Mitarbeiters (der kein Deutsch spricht). Beide nahmen auch in der gefragten Hochsaison munter Reservationen entgegen und jeder hatte seine eigene Vorstellung von der Zimmerauslastung. In den paar Tagen, in denen wir dort waren, amüsierten wir uns täglich mehrmals über die fatalen Kommunikationspannen und fungierten als Übersetzer für empörte Gäste, da Zimmer doppelt und dreifach vermietet wurden.

Nach der trauten Zweisamkeit, die wir in den letzten Monaten lebten und genossen, freuten wir uns auf Besuch aus der Schweiz und darauf, Zeit mit lieben Freunden und Familie zu verbringen: Liliane, Söns Schwester, und ihr Freund Patrick sowie Lenz, ein Freund von Chrigu flogen für je eine Woche ein. Ebenso trafen wir uns immer wieder mit Fred - einem playaansässigen guten Freund Chrigus und seiner charmanten chilenischen Freundin Pia. Dass wir uns alle so gut verstanden, lag wohl auch an der Tatsache, dass nicht nur Fred und Chrigu am gleichen Tag Geburtstag haben, sondern auch Pia und Sön. Welch Zufall!

Mit Liliane und Patrick genossen wir ruhige und herrliche Tage und Abende rund um Playa del Carmen, mit Lenz erkundeten wir Cozumel und die Jungs besonders die Unterwasserwelt beim Tauchen. Leider schoben sich besonders die Männer gegenseitig den schwarzen Peter in Form eines lästigen Magendarmvirus zu, der ihnen Extrastunden im Bett und Badezimmer bescherte.

Ein besonderes Erlebnis war für uns das Delfinschwimmen in Xcaret, einem Naturpark in Playa del Carmen, wo Pia als Delfintrainerin arbeitet. Es war die schönste Tierbegegnung, die wir je hatten und am Liebsten wären wir den ganzen Tag im Wasser geblieben und hätten einen Flipper auf Ort und Stelle adoptiert.

Da unsere Velos langsam aber sicher Staub ansetzen und es unter unseren Fingern zu kribbeln beginnt, ist es höchste Alarmstufe, das Dolce Farniente zu beenden und ein paar Veloseiten vor unserem Segeltörn zu füllen: Kuba, wir kommen!
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: