Andrea ist schuld!

Trip Start Feb 03, 2013
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Trip End Ongoing


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Flag of United States  , Georgia
Wednesday, June 5, 2013

Ich weiß, aus dem Hochwasser-geplagten Deutschland ist nicht viel Mitleid zu erwarten, aber der Tropensturm „Andrea" hat uns den Urlaub verhagelt. Nach vier Wochen mit sommerlichen Temperaturen und ohne nennenswerten Niederschlag, hat es diese Woche geregnet – genau in unserem Urlaub und zwar so richtig! Tornados, Springfluten, Starkregen, Gewitterstürme – die ganze Palette.


Der ursprüngliche Plan war ein Trip an die Carolina Coast. Charleston anschauen und in einem der zahlreichen Badeorte in North oder South Carolina bei Südstaaten-Drinks und Meerblick chillen.

In der Realität kommen wir nur bis Augusta. Zwei Autostunden von Atlanta entfernt ziehen die ersten Unwetter auf. Also besser Nachtquartier suchen und die Stadt anschauen. Auf dem Papier ist Augusta nach Atlanta die zweitgrößte Stadt in Georgia. In der Realität ist sie Lichtjahre von der großen Schwester entfernt. Etwas trostlos, sehr kleinstädtisch und das Atomkraftwerk als einziger Arbeitgeber. Wohnten die Simpsons nicht in Springfield, in Augusta würden sie sich sehr zuhause fühlen.




Leider rollt „Andrea“ auch am nächsten Tag weiter die Küste entlang. Für Hin-und Rückweg zehn Stunden Autofahrt in Kauf nehmen, um dann doch im Unwetter zu sitzen, klingt nicht verlockend. Also Richtungsänderung. Auf Umwegen und Nebenstraßen zurück nach Atlanta und die Gelegenheit nutzen, etwas vom Hinterland zu sehen. Viel Wald, winzige Ortschaften, gelegentlich ein See. Eigentlich alles ganz schön, aber die Rezession hat vor allem dem ländlichen Amerika eine volle Breitseite verpasst und die Zersiedelung tut ein Übriges: leere Ladenzeilen in den historischen Innenstädten, Burger-Ketten am Stadtrand, kaputte Straßen und verlassene Einfamilienhäuser. Trotzdem ein Ausflug, der sich lohnt. Zum ersten Mal bekommen wir ein Gefühl für das Amerika jenseits der New Economy.




Und ein Highlight liegt auch noch auf der Route: Athens. Eine quirlige Studentenstadt mit entspanntem Flair, guten Coffeeshops und lebendiger Innenstadt. Und nicht zu vergessen: Home of the Terrapin! Terrapin ist in Amerika unser Lieblingsbier geworden (Dank an Christiane für die Entdeckung!): erfrischend, geschmackvoll und mit vielen unterschiedlichen Sorten. Die neuste Sorte: Altbier! Die Brauereibesichtigung inkl. Bierprobe und Partystimmung ist also ganz nach meinem Geschmack.



Auf den letzten Kilometern nach Atlanta holt uns „Andrea“ dann doch noch ein und schwemmt uns mit Wolkenbrüchen nach Hause. Ab Montag muss Kai wieder arbeiten, dann ist auch wieder Hochsommer angesagt.

 
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