Big Island - eine kurze Zusammenfassung

Trip Start Jun 30, 2011
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Trip End Jun 15, 2012


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Flag of United States  , Hawaii
Thursday, September 1, 2011













Hawaii, wegen dem gleichen Namen wie der Staat auch Big Island genannt, ist mit etwa einem Viertel der Fläche der Schweiz die grösste Insel des 50. Bundesstaates der USA. Die Einwohnerzahl beläuft sich gerade mal auf ca. 175'000, wovon 40'000 in der Hauptstadt Hilo leben.

Hilo wurde im letzten Jahrhundert bereits zweimal Opfer einer Tsunami-Katastrophe. 1946 zerstörte eine 14 Meter hohe Welle grosse Teile der Stadt und forderte insgesamt 159 Menschenleben. 1960 löste das grösste Erdbeben des 20. Jahrhunderts in Chile trotz einer Entfernung von 10'000 km einen weiteren Tsunami aus. Viele Bewohner ignorierten die Sirenen des Frühwarnsystems und es starben weitere 61 Menschen in den Fluten.

Diese prägende Vergangenheit wird im Tsunami Museum inklusive einem Film mit einigen Zeitzeugen-Interviews eindrücklich dargestellt. Da mittlerweile intensive Präventionsarbeit geleistet wurde und immer noch wird, sollten Todesopfer bei einem nächsten allfälligen Unglück  vermieden werden können.

Übrigens hat uns heute ein Testalarm einer Tsunami-Sirene den Puls in die Höhe schnellen lassen. Das markdurchdringende Geräusch stieg auf einen dermassen ohrenbetäubenden Pegel an, dass es vermutlich selbst Taube am Kitzeln des Trommelfells wahrnehmen würden. Glücklicherweise war der Spuk nach einer Minute vorüber und wir konnten uns wieder entspannen.

Trotz der kleinen Fläche der Insel hat sie eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften, Vegetation und Klimazonen zu bieten: karge Lavawüsten, grüne Hügel mit weidenen Kühen und Schafen, idyllische Buchten, dampfende Regenwälder, helle und dunkle und sogar grüne Strände, um nur einiges zu nennen. Elf von insgesamt dreizehn Klimazonen sind hier auf kleinstem Raum vertreten. Ob kalt, warm, trocken oder feucht -  jeder Geschmack kommt hier auf seine Kosten.

Die Insel hat auch Superlativen zu bieten:
Mauna Loa ist einer der grössten, aktiven Vulkane der Erde und Kilauea der aktivste.
Wenn man von der Basis der Berge ausgeht, misst der Mauna Kea vom 5500 m tiefen Meeresboden bis zum 4205 m hohen Gipfel eine Gesamthöhe von über 9700 m und darf so betrachtet sogar als der höchste Berg der Welt bezeichnet werden. Auf dem Gipfel befindet sich zudem eines der bedeutendsten astronomischen Observatorien der Gegenwart mit dem bis Juni 2007 grössten Teleskop mit einem Spiegeldurchmesser von 10 m.   

Wir haben an der Ostküste im Dörfchen Volcano einen Sternenhimmel von einer solch gewaltigen Klarheit erlebt, wie man es sonst nur von der Wüste her kennt. Die exorbitante Vielzahl an leuchtenden Punkten wirkte beinahe surreal. Die Milchstrasse zeichnete sich dermassen deutlich ab, dass einem nur noch das Staunen übrig blieb.


Der langen Rede kurzer Sinn: Diese Insel hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen und wir sind sehr gespannt, was die nächsten drei Kandidaten (Kauai, Maui und Oahu) für Überraschungen bereit halten.



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