Trinidad, Manila, (H)eureka!

Trip Start Jun 30, 2011
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Trip End Jun 15, 2012


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Flag of United States  , California
Saturday, August 6, 2011

Man wäre heute Morgen nicht auf die Idee gekommen, dass aktuell die Jahreszeit herrscht, die wir „Hochsommer" nennen. Viel mehr hat es an einen klassisch tristen Herbsttag erinnert – kühl, grau und neblig. Wie wir von einer Einheimischen erfahren haben, sei diese Wettersituation speziell im August in dieser Region nichts Aussergewöhnliches.

Einen umso aussergewöhnlicheren Moment erlebten wir rund eine Stunde nach unserer Weiterfahrt nach Eureka. Wir kamen an eine ca. 300 Meter lange Brücke, die über den Klamath River führte. Rechts und links des Strassenrands thronte eingangs auf einem Betonsockel je ein goldener Bär. Als wir dutzende Leute mit Kameras in den Händen passierten, vermuteten wir, dass es allenfalls einen oder sogar mehrere Bären zu beobachten gibt. Auf der anderen Flussseite angekommen, parkierten wir unser Auto und bewegten uns in Richtung Menschenauflauf, der sich im mittleren Bereich der Brücke breit machte. Weit und breit war kein Bär in Sicht, es sollte noch spektakulärer kommen. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir einen Wal entdeckten. Ein älterer Herr klärte uns auf, dass es sich hierbei um ein Grauwal-Weibchen handelt, welches sich vor drei Wochen mit seinem 6 Monate alten „Kind“ in diesem Fluss auf dem Weg nach Alaska verirrt hat. Das Kleine habe vor einigen Tagen wieder den Weg zurück ins Meer gefunden, die Mutter sei aber nach wie vor verwirrt und kreise seit Tagen ununterbrochen vor dieser Brücke an derselben Stelle. Alle Versuche von Wissenschaftlern, das Tier wieder ins Meer zu locken, hätten bis jetzt fehlgeschlagen. Umso tragischer, da das Jungtier mit seinen 6 Monaten ohne Unterstützung seiner Mutter vermutlich nicht überleben wird.

Einige Kilometer weiter entdeckten wir aus einiger Entfernung am Waldrand noch eine ganze Herde Wapitis. Diese Tiere gleichen unseren Rothirschen, sind aber etwas grösser.

Gewisse  Ortsnamen, die wir auf unserer Weiterfahrt auf Strassenschildern entdeckt haben, geben einem nicht wirklich das Gefühl, in den USA zu sein - so beispielsweise Trinidad und Manila wie auch Eureka, das unser heutiges Tagesziel darstellte. Dort angekommen, streckte uns beim Spaziergang an einem Flussufer noch ein Seehund seine Schnauze entgegen.

Das letzte Tier dieses tierreichen Tages haben wir uns dann auf dem Teller schmecken lassen.

   
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