Zusammenfassung der letzten Tage

Trip Start Jun 30, 2011
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339
Trip End Jun 15, 2012


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Flag of Canada  , British Columbia,
Wednesday, July 27, 2011

Vancouver Island hat uns grösstenteils sehr gut gefallen. Petrus ist zudem seiner Wetterlaune treu geblieben und hat gnädiger Weise dafür gesorgt, dass wir uns keinen Sonnenbrand eingefangen haben.

Victoria, trotz Vancouvers wirtschaftlicher Übermacht Hauptstadt von British Columbia und grösste Stadt der Insel, hat ein sehr freundliches Gesicht. Der alte Stadtteil ist viktorianisch geprägt und lädt zum ausgiebigen Flanieren ein. Auf den guten Rat einer Einheimischen hin haben wir in einem ziemlich alternativ angehauchten Restaurant namens Lady Marmelade ein sensationelles Frühstück genossen. Das sogenannte Breakfast Baguette namens „Carlita's Way" war gefüllt mit einer Handvoll Leckereien und schlicht eine kulinarische Offenbarung. 



Mutter Natur hat dafür gesorgt, dass nebst dem Gaumen auch die Augen verwöhnt wurden.  Die Insel ist sehr gebirgig und dicht bewaldet. An der rauen Westküste, wo das Wasser nicht wärmer als 15 Grad wird, ist „Coldwater-Surfing“ angesagt. Da zogen tatsächlich Nebelschwaden über Sand und Meer und haben eine mystische Stimmung erzeugt, wie wir sie an einem Strand noch nie erlebt haben. So reizvoll dies optisch war, so wenig haben die garstigen Umstände zum Baden eingeladen.



Dafür kann auf aufwendig konstruierten Holzpfaden uralter Regenwald bestaunt werden. Die hohe Feuchtigkeit hat das Holz des Pfads  an gewissen  Stellen dermassen morsch werden lassen, dass es sich lohnt, den Blick nicht nur durch den Wald schweifen zu lassen.



Tofino, ein verschlafenes Käffchen mit gerade mal knapp 5000 Einwohnern (im Sommer, im Winter nur noch 1700) stellt die Endstation an der Westküste dar. Eine Hand voll Surflädelchen, ein paar Motels, ein Supermarkt sowie etwa  zwei  Restaurants machen den touristischen Teil des Dörfchens aus – alles in allem sehr überschaubar und durchaus  sympathisch.



Die Ostküste von Vancouver Island ist wärmer und weniger windig. Das Wasser ist immer noch ziemlich kühl, ein Bad kann aber auch ohne Neoprenanzug genossen werden. Nanaimo, eine grössere Küstenstadt,  hat stellenweise wieder etwas urbanen Charakter. Aber auch hier scheint es nicht hektisch zu und her zugehen und die Leute begegnen einem freundlich. 



Dem Küstenhighway entlang weiter nördlich gibt es wunderschöne Strände und Campingplätze wie auch beschauliche, kleine Orte.  Ja, auf dieser Insel kann man es sich gut gehen lassen. 

Am 27.7 sind wir von Comox aus via insgesamt drei Fährenfahrten wieder ans Festland, die Horseshoe Bay,  gelangt. Wir haben ein sogenanntes „Circle Package“ gelöst, ein Fähren-Kombi-Billet, welches einen Preisvorteil von 15% bietet. 

Die malerische Horseshoe Bay liegt ca. 40 km nördlich von Vancouver.  Hier haben wir ausgerechnet, wie viele Kilometer wir mit dem Camper bereits hinter uns gebracht hatten. Leider ist es in Kanada nicht üblich, dass in der Campermiete unbegrenzte Kilometerleistung inbegriffen ist. Wir haben auf Anraten unseres Reiseberaters ein 3200 Kilometer-Package gekauft. Nun haben wir festgestellt, dass wir bereits über 4000 km zurückgelegt hatten. Somit schlagen nun bereits 800 km mit zusätzlichen 35 Rappen pro Kilometer zu Buche. Um die Reisekasse nicht noch zusätzlich zu belasten haben wir uns entschieden, die verbleibenden drei Tage bis zur Fahrzeugabgabe irgendwo stationär, südlich von Vancouver (in der Nàhe unserer Vermietung) zu verbringen.

Dieser Plan hat uns in eine tolle Küstenstadt namens White Rock geführt, welche (wie wir nun erfreut erfahren durften) ein kulinarisches Mekka in dieser Gegend darstellt.  Verteilt an einer herrlichen Strandpromenade findet man über 40 Restaurants jeglicher Art vor. Hierbei handelt es sich nicht, wie man berechtigter Weise befürchten könnte, um haufenweise Touristenfallen.  Wie wir in einem Gespräch mit einem Einheimischen erfahren haben, ist White Rock nicht sonderlich touristisch, sondern eine aufstrebende, expandierende Kleinstadt, welche schönen und auch teuren Wohnraum bietet. Das kulinarische Angebot werde hauptsächlich von Einheimischen wie auch von Vancouverianern genutzt, welche kurzzeitig der Grossstadt entfliehen wollen.  

So haben wir dann auch mit viel Sonne im Gesicht die besten Fish & Chips unseres Lebens gegessen und uns bestätigt gefühlt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen hatten. 
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