Into the Jungle

Trip Start Sep 24, 2011
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8
Trip End Nov 12, 2011


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Where I stayed
Guacamayo Lodge
What I did
Kaymane, Spinnen, Piranhas, Papageien etc.

Flag of Ecuador  , Sucumbios,
Wednesday, November 2, 2011

Nach 9 Stunden Fahrt über Nacht komme ich morgens um 05.30 in Lago Agrio an, das Sprungbrett nach Cuyabeno, ein geschütztes Gebiet Regenwald, nahe der Grenze zu Kolumbien.
Nach ein wenig Verwirrung bzgl. der Zuordnung zu den Reisegruppen und 2 weiteren Stunden Fahrt in einem Bus, bzw. 2 Bussen, da der erste kurz vor dem Ziel den Geist aufgab...(todo possible, nada seguro..), erreichen wir die "Brücke", den Umschlagspunkt, an dem man auf eines der Jungleboote wechseln muss. Im seichten Jungleregen geht es dann wiederum 2 Stunden weiter, diesmal jedoch deutlich interessanter, durch unberührte Natur, unter Sichtung einiger Affen und Papageien. Das Camp, natürlich umgeben von dichtem Jungle, ist einfach aber schön, mit luftigen 4-Bett-Zimmern, Aussichtsturm auf Baumwipfelniveau und Taranteln in den Dächern aus Palmenblättern. Das Programm besteht aus Tag- und Nachtwanderungen, Schwimmen in der Lagune bei Sonnenuntergang (jedoch unbedingt unter kontinenten Bedingungen, weil sich hier bereits der berühmte Candiru herumtreibt, einfach mal googlen)
, Piranha-Fischen, nächtliche Kaiman-"Jagd" und (mein persönliches Highlight) Paddeln in einem Boot, wie es die Einheimischen verwenden. Auf die Frage, ob ich denn hinten sitzen könne (von wo aus man das Boot ja steuert), reagiert der junge Guide bejahend, aber doch etwas nervös, er beruhigt sich jedoch schnell, als er merkt, dass ich mit dem Paddeln vertraut bin. 
Der mit Abstand spannendste Moment ereignet sich am letzten Abend, auf dem Weg zurück zum Camp entdecken wir ein Monster von einem Kaiman (geschätze 3 Meter von Kopf bis Schwanzspitze) am Flussrand. Wir nähern uns ruhig bis auf ca. 2 Meter an und rechnen jeden Moment damit, dass das Tier die Augen schliesst und genervt abtaucht, wie sie es normalerweise immer tun. Dieser Herr jedoch muss großen Gefallen an seinem Platz im Fluss gefunden haben, denn anstatt abzutauchen, hebt dieser seinen ganzen Körper aus dem Wasser um seine Größe zu demonstrieren und lässt ein recht beunruhigendes Grollen vernehmen. Ich und die restlichen Mitreisenden finden sich auf der dem Tier abgelegenden Seite des Bootes wieder, es neigt sich bedenklich zur Seite. Auch die Guides wirken verblüfft, was nicht grad zur Beruhigung beiträgt und somit gibt der Schwächere nach, wirft den Motor an und verdrückt sich zügig.
Es ist insgesamt eine zugleich spannende und entspannende Erfahrung, an einem fremden Ort, ohne Infrastruktur, wo der gewohnte Auto- und Flugzeuglärm vom Chor der unzähligen Insekten und Tiere ersetzt wird und das Bild des sonst beinahe ubiquitär vorkommenden Mülls in Landschaft und Wasser bis auf eine einzige Plastiktüte in 5 Tagen vollständig fehlt.
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