Let's take the scenic route
Trip Start
Jul 10, 2012
1
18
21
Trip End
Aug 02, 2012
Where I stayed
In der Früh wollten wir recht früh los, weil an dem Tag 皇太子殿下 Kôtaishidenka (der Kronprinz von Japan) nach Niigata kommen wollte und in unserem Hotel absteigt. Jaja, wir übernachten im gleich Hotel wie der Kronprinz von Japan. Da kommt man sich gleich voll wichtig vor.
Na jedenfalls haben wir uns ziemlich flott nach dem Frühstück auf den Weg nach Zaô Onsen gemacht. Das Navi hat uns eine eher langweilige Route über die Autobahn durch Tôhoku (Nordost-Japan) vorgeschlagen, wir wollten aber lieber an der Westseite die Küste entlang fahren und auch noch in einem Ort mit einem Tempel, in dem es eine Mumie gibt Halt machen. Also, haben wir erstmal das eingegeben und sind dann auch tatsächlich entlang der Küste geführt worden. Japans Westküste ist wirklich wunderschön.
Die Mumie, die sich in einem Tempel in der Präfektur Yamagata, und es hat folgende Bewandnis mit ihr - ein Mönch hat uns ca. 1 Stunde lang erklärt worum's geht, natürlich auf Japanisch und ich hab nicht alles so ganz verstanden, aber im Großen und Ganzen geht die Geschichte so: ein Mönch, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, hat sich selbst mumifiziert in dem er v.a. Salz und Wasser zu sich genommen hat. Um seinen Körper vor Ungezieferbefall nach dem Tod zu bewahren hat er Urushi-Tee (ein Tee aus dem Lack, mit dem das Holz in Japans alten Gebäuden lackiert wurde) getrunken hat. Seine Mumie sitzt jetzt im Tempel von Dainichibo eingehüllt in kostbare Kleidung. Die ist relativ neu, die alte wurde vor einigen Jahren zerschnitten und wird jetzt in o-mamori お守り (
Glücksbringer oder Schutzamulette) verkauft. Der Priester dort hat uns überredet auch eines zu kaufen. Er hat uns auch erzählt, wie vielen Leuten diese Glücksbringer schon geholfen haben. Die spektakulärste Geschichte war die von einem Mann, der das o-mamori in seinem Auto hängen hatte und gerade unterwegs war, als im März 2011 die Tsunami in Japan große Verwüstungen anrichteten. Sein Weg war abgeschnitten aber das o-mamori schwang in die Richtung, in die er flüchten konnte, und er hat überlebt.
Nach der Geschichte haben wir noch einen kurzen buddhistischen Gottesdienst mitgemacht (auch nicht ganz freiwillig, aber die nehmen's nicht so genau, wenn man nicht ihrer Konfession angehört), bei dem wir wohl auch gesegnet wurden. Und zu allerletzt hat uns der Priester noch ein paar Schätze seines Tempels gezeigt. U.a. ein Handabdruck von Tokugawa Ieyasu und Teegeschirr von Godaigo tennô (für die Nicht-Japanologen: das sind beides wichtige historische Persönlichkeiten). Alles in allem war das eigentlich sehr interessant.
Nach der Geschichtestunde sind wir weiter nach Zaô Onsen, wo unser Ryokan für die heutige Nacht ist. Zaô Onsen ist ein eher kleiner Onsen-Ort, in dem es die ganze Zeit nach Schwefel riecht. Unser Ryokan war etwas einen Hügel hinauf über einige Stiegen erreichbar und das Zimmer, das der absolute Wahnsinn war, weil zweistöckig, war irgendwo ganz hinten in dem verwinkelten Haus. Nach dem recht opulenten Essen mit Shabu-shabu (japanisches Fleischfondue) haben wir es uns relativ früh in unseren Betten gemütlich gemacht und sind auch bald eingeschlafen.
Na jedenfalls haben wir uns ziemlich flott nach dem Frühstück auf den Weg nach Zaô Onsen gemacht. Das Navi hat uns eine eher langweilige Route über die Autobahn durch Tôhoku (Nordost-Japan) vorgeschlagen, wir wollten aber lieber an der Westseite die Küste entlang fahren und auch noch in einem Ort mit einem Tempel, in dem es eine Mumie gibt Halt machen. Also, haben wir erstmal das eingegeben und sind dann auch tatsächlich entlang der Küste geführt worden. Japans Westküste ist wirklich wunderschön.
Die Mumie, die sich in einem Tempel in der Präfektur Yamagata, und es hat folgende Bewandnis mit ihr - ein Mönch hat uns ca. 1 Stunde lang erklärt worum's geht, natürlich auf Japanisch und ich hab nicht alles so ganz verstanden, aber im Großen und Ganzen geht die Geschichte so: ein Mönch, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, hat sich selbst mumifiziert in dem er v.a. Salz und Wasser zu sich genommen hat. Um seinen Körper vor Ungezieferbefall nach dem Tod zu bewahren hat er Urushi-Tee (ein Tee aus dem Lack, mit dem das Holz in Japans alten Gebäuden lackiert wurde) getrunken hat. Seine Mumie sitzt jetzt im Tempel von Dainichibo eingehüllt in kostbare Kleidung. Die ist relativ neu, die alte wurde vor einigen Jahren zerschnitten und wird jetzt in o-mamori お守り (
Glücksbringer oder Schutzamulette) verkauft. Der Priester dort hat uns überredet auch eines zu kaufen. Er hat uns auch erzählt, wie vielen Leuten diese Glücksbringer schon geholfen haben. Die spektakulärste Geschichte war die von einem Mann, der das o-mamori in seinem Auto hängen hatte und gerade unterwegs war, als im März 2011 die Tsunami in Japan große Verwüstungen anrichteten. Sein Weg war abgeschnitten aber das o-mamori schwang in die Richtung, in die er flüchten konnte, und er hat überlebt.
Nach der Geschichte haben wir noch einen kurzen buddhistischen Gottesdienst mitgemacht (auch nicht ganz freiwillig, aber die nehmen's nicht so genau, wenn man nicht ihrer Konfession angehört), bei dem wir wohl auch gesegnet wurden. Und zu allerletzt hat uns der Priester noch ein paar Schätze seines Tempels gezeigt. U.a. ein Handabdruck von Tokugawa Ieyasu und Teegeschirr von Godaigo tennô (für die Nicht-Japanologen: das sind beides wichtige historische Persönlichkeiten). Alles in allem war das eigentlich sehr interessant.
Nach der Geschichtestunde sind wir weiter nach Zaô Onsen, wo unser Ryokan für die heutige Nacht ist. Zaô Onsen ist ein eher kleiner Onsen-Ort, in dem es die ganze Zeit nach Schwefel riecht. Unser Ryokan war etwas einen Hügel hinauf über einige Stiegen erreichbar und das Zimmer, das der absolute Wahnsinn war, weil zweistöckig, war irgendwo ganz hinten in dem verwinkelten Haus. Nach dem recht opulenten Essen mit Shabu-shabu (japanisches Fleischfondue) haben wir es uns relativ früh in unseren Betten gemütlich gemacht und sind auch bald eingeschlafen.


