Trip nach Nikkō

Trip Start Sep 26, 2010
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Trip End Dec 24, 2010


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Flag of Japan  , Tochigi,
Tuesday, November 2, 2010

Dienstag, 2. November. Roland muss wieder zurück nach Wien. T_T
Und ich muss auf einen Ausflug mit 42 Studenten. D.h. aufstehen um 5:30 weil wir noch den Futon abziehen müssen und ich um 7:30 bei der Uni sein muss.

Wir sind dann gemeinsam mit der Mita-sen Richtung Stadt gefahren, ich bis Kasuga (kurze Verabschiedung, weil in der UBahn weinen kommt nicht so gut) und der Roland bis Ôtemachi, wo er dann in den NEX eingestiegen ist.

Um 8:00 war Treffpunkt für alle beim Nordtor der Uni. Und es waren, bis auf eine, die krankheitshalber nicht gekommen ist, alle mehr oder weniger pünklich. Wir konnten sogar ein paar Minuten früher als geplant losfahren.

Um ca. 10:30 waren wir dann bei der Kao Fabrik in Haga City. Kao ist ein riesiger Konzern, der Haushaltsprodukte wie Waschmittel, Kosmetika und u.a. auch Windeln herstellt. Bei uns bekannte Produkte sind Nivea, das sie in Japan vertreiben, und vielleicht Kanebo, eine Luxus-Kosmetikmarke.
Wir waren in der Windelfabrik. Zuerst haben wir eine kurze Erklärung über den Konzern und die Fabrik gehört, dann 2 kurze Filme gesehen und sind dann schließlich in die Fabrikshalle. Dafür mussten wir uns natürlich ein Flieshauberl und Armschoner (oder wie das heißt) anziehen und Plastiksackerl über die Schuhe ziehen, damit die Windeln nicht schon schmutzig werden, bevor ein 赤ちゃん (akachan - wörtlich rotes Kind --> Säugling) sein Geschäft rein macht.
Wir haben auch etwas über die Windeltechnologie erfahren, über das saugfähige Polymer, das die Hauptaufgabe der Windelübernimmt, über das atmungsaktive aber wasserundurchlässige Material, das den Popo vor Ausschlägen bewahren soll, und den gelben Streifen, der die Farbe wechselt, wenn es Zeit ist, die Windel zu wechslen.
Als Geschenk haben wir Haarshampoo und Conditioner bekommen. Ich hab eines über, weil mir die Parissa ihres abgegeben hat. Wenn das jemand haben will, ich hab ein Set japanische Haarpflege zu vergeben.

Danach sind wir in ein Hotelrestaurant zum Essen gefahren. Witzigerweise waren die Speisen alle europäisch. Ich hatte das Fischmenü. Als Vorspeise gab es, für alle gleich, eine Art Quiche mit Pilzen, als Hauptspeise hatte ich ein gebratenes Fischfilet, keine Ahnung was genau, in einer übersichtlichen Größe, und als Nachspeise, wieder für alle gleich, Schokokuchen, anderer Kuchen, der aber auch irgendwie nach Schoko schmeckte, und Erdbeereis. War alles recht gut.

Dann Aufbruch nach Nikkô zum Tôhoku-Tempel. Die Busfahrt dauerte ca. eine Stunde, und kaum angekommen rennen natürlich alle auf's Klo. Weil wir nicht viel Zeit haben, geht die Gruppe schon recht bald los, aber eine Prinzessin auf der Erbse braucht natürlich länger. Ihr geduldiger Freund (Paul - ein Professor aus Amerika, der recht lustig ist - und ich haben gewettet wie lange die schon zusammen sind und sind auf maximal 2 Wochen gekommen) hat vor den Toiletten auf sie gewartet. Nach einer viertel Stunde kommt sie endlich raus und zieht ein Gesicht, als wäre ein naher Verwandter gestorben. Ich geh hin und frag sie, ob ihr vielleicht schlecht ist, aber sie antwortet nicht. Ich frage sie noch einmal. Endlich bequemt sie sich, mir eine Antwort zu geben, aber die hatte ich echt nicht erwartet. Ihr ist ihr iPhone ins Häusl gefallen und jetzt geht's ihr schlecht und sie will jetzt nicht mitkommen. Ok, is mir wurscht, bleib halt da. Sie sind da eh nachgekommen, aber ich hätt sie die ganze Zeit erwürgen können, das Prinzesschen mit dem nassen iPhone und ihrem Freund, den sie quasi an der Leine hatte.
Da wir nämlich eine halbe Stunde mit der Gurkn verschwendet hatten, haben wir bei den Tempeln nur mehr sehr wenig Zeit gehabt, ich konnte aber trotzdem einige Fotos machen.

Danach sind wir noch zum Kegon Wasserfall gefahren. Langsam ist es schon dunkel geworden und wir haben es gerade noch geschafft einen Aufzug der runter zu der Aussichtsplattform fährt zu erwischen. Der Wasserfall, eigentlich sind es mehrere, ist sehr beeindruckend, und meine Handykamera hat es trotz Dämmerung geschafft ganz gute Fotos zu machen.

Danach ging's zurück nach Tokyo, ca. 3 Stunden Busfahrt mit einem kurzen Stopp bei einer Autobahnraststation.

Fazit: es war eine interessante Erfahrung aber Reiseleiter will ich ganz sicher keiner werden.
Nikko hotels Slideshow

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