Dakar – endlich wieder mal eine Stadt

Trip Start Nov 02, 2010
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Trip End Jan 05, 2011


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Where I stayed

Flag of Senegal  ,
Monday, December 13, 2010

Ich muss gestehen, dass ich unserer Ankunft in Dakar mit gemischten Gefühlen entgegengeschaut habe. Zum Einen würden wir nach 5 Wochen das erste Mal wieder das Meer sehen und etwas weniger trockene und staubige Luft einatmen können. Zum Anderen hatten wir von anderen Reisenden wenig Positives zu Senegal vernommen. Das Land sei teuer und die Leute – speziell in Dakar – recht aggressiv und für Touristen extrem mühsam. Alles falsch! Ok, Senegal ist teurer als Mali oder speziell Burkina Faso; aber das Warenangebot ist auch nicht vergleichbar. Und die Leute, die sind super. Nix zu spüren von Touristennepp und billiger Anmache. Zum grössten Teil werden wir einfach ignoriert. So wenig Beachtung geschenkt zu kriegen ist mal wieder eine willkommene Abwechslung und extrem entspannend. In Dakar sind wir auch zum ersten Mal auf unserer Reise in einer Stadt angekommen. Natürlich haben auch Cotonou, Ouagadougou und Bamako Millionenbevölkerungen. Aber tief drin sind das doch alles Dörfer. Zumindest von der Mentalität der Bewohner her. Hier in Dakar sind sich alle bewusst, dass sie in einer Stadt leben. Die Strassen sind geteert (nicht nur die Hauptverkehrsachsen), die Menschen sind grossteils adrett gekleidet, es wird nicht alles auf dem Kopf transportiert und es gibt sogar Mülltrennung (durch getrennte Mülleimer und nicht durch Ziegen, die den organischen Müll wegfressen). Wo in anderen „Städten" auf den Strassen viele Snacks oder ganze Menüs gekocht werden fehlt dies im Stadtbild von Dakar vollkommen. Stattdessen gibt es hier überall gut bestückte Wagen mit frischen Früchten. Der Kontrast ist wirklich frappant, für uns aber sehr angenehm.

Kurze Quizzfrage: Wo kann man das grösste freistehende Monument ausserhalb Asiens / der ehemaligen Sowjetunion bewundern und welche bekannte Künstlernation hat es erbaut? Die erste Frage haben alle mit „Dakar“ richtig beantwortet, die zweite Antwort wäre „Nordkorea“ gewesen. Das Denkmal „African Renaissance“ ist 70 Tonnen schwer und steht in einem Vorort von Dakar. Es soll die Wiedergeburt Afrikas symbolisieren und beruht auf einer Idee des langjährigen Präsidenten von Senegal. Zur Zeit umranken das Denkmal noch verschiedene Streitigkeiten: Die etwas freizügige Darstellung von Menschen wirft in einem 90% muslimischen Land gewisse Fragen auf und die Forderung des Präsidenten nach 15% der Einnahmen des Monumentes sorgt auch für Kopfschütteln.
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