Buenos Aires zum zweiten Mal!

Trip Start Mar 03, 2011
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Trip End Dec 16, 2011


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Flag of Argentina  , Capital Federal District,
Monday, April 18, 2011

So da bin ich also wieder am Ausgangspunkt meiner Reise angekommen! Buenos Aires!

Bin vom Busbahnhof zu der Wohnung von Ernesto gelaufen um ihn zu begruessen, oder besser um mich zu verabschieden und zu bedanken, da ich ihn beim letzten Besuch nicht persoenlich verabschieden konnte. Habe an seiner Haustuer geklingelt, doch niemand hat aufgemacht. Als ich gerade wieder gehen wollte, bog Ernesto um die Ecke und hat sich sehr gefreut mich wohl und munter wiederzusehen. Er hat mich direkt eingeladen bei ihm zu uebernachten und mit ihm nach La Plata zu fahren. Hab ich dann auch gemacht und er hat mir ein bischen was von La Plata gezeigt und mich zum Essen eingeladen.
 
Auch habe ich durch Zufall wieder den Nils aus Wuppertal getroffen und ein paar Tage etwas mit ihm unternommen. Die Welt ist doch sehr klein. Da trifft man sich durch Zufall in Brasilien und dann nochmals in einer Millionenstadt wieder.

Am naechsten Tag hab ich  mich aufgemacht Nacho (Ignacio) zu besuchen. Einen jungen Argentinier den ich in Urugay kannengelernt habe. Ernesto hat mir noch seinen Schluessel ueberlassen fuer den Fall, dass ich mal Probleme mit einer Uebernachtung haben sollte. Welch ein Vertrauen! So hatte ich also die Moeglichkeit in zwei Wohnungen unterzukommen ohne was zu bezahlen.

Bin dann bei Nacho angekommen und bin mit Ihm und Sol erstmal auf mehreren verschiedene Partys gegangen. War feucht-froehlich, mit vielen netten Argentiniern. Die naechsten Tage habe ich verschiedene Plaetze in Buenos Aires besichtigt, war im botanischen- und im Rosengarten, habe einige Konzerte besucht, ein Fussballspiel der Boca Juniors gesehen (contra Tigre 3:3), Freunde aus Urugay getroffen, Fernet getrunken, Karten gespielt und mich ein wenig vom Reisstress ( langen Busfahrten) erholt.

Ein ganz besonderes Highlight war der Besuch in Tigre. Ein Ort, etwa eine Stunde vom Zentrum entfernt. Das Charakteristische an Tigre sind die vielen Kanaele mit den kleinen bewohnten Inseln. Diese  Inseln, auf denen Menschen wohnen sind nur mit Booten zu erreichen. Allerdings gibt es Orte, welche mit kleinen Bruecken und schmalen Pfaden verbunden sind, so dass man  dort wunderbar ein paar Stunden herumspazieren kann. Als ich nach Tigre gefahren bin, hatten wir strahlenden Sonnenschein und ein wirkliches Traumwetter. Ich bin dort ein paar Stunden  geblieben und habe den Tag genossen. Dieser Ort errinnerte  mich sehr an die Backwater in  Indien! Allerdings leben die Menschen hier in viel schoeneren und reicheren Haeusern und haben Zugang zu Strom und Trinkwasser.

Habe am letzten Tag in Buenos Aires nochmal Ernesto getroffen  und ihm den Schluessel  uebergeben. Er hat mich nochmal zum Essen eingeladen und wir hatten sehr spannende Gespraeche ueber die  Kultur, die Menschen, Unterschiede im Leben, im Denken, das Reisen und ueber das Gluecklichsein im Leben. Ein sehr bewundernswerter, interressierter Mensch! Ich habe bisher selten jemanden kennengelernt, der mir, einem Fremden, so viel Vertrauen und Offenheit entgegengebracht hat. Ich bin ihm und allen anderen Personen in Buenos Aires sehr dankbar fuer eine tolle, zweite Zeit in Buenos Aires!

Was mir ganz besonders auffaellt in Suedamerika, ist, dass viele Leute Angst haben bestohlen, ausgeraubt oder umgebracht zu werden. Sie schliessen alle Tueren doppelt und dreifach ab und muessen staendig auf ihre Wertsachen aufpassen. In Deutschland ist es was anderes. Dort wo
ich wohne ist alles offen und ich muss eigentlich nie Angst habe bestohlen zu werden. Dies  weiss ich nun etwas mehr zu schaetzen! Die Sicherheit in Europa ist doch etwas anderes. Zumindest in der Region wo ich lebe. Sicherlich gibt es dort auch Staedte, Regionen, wo diese Sicherheit nicht gegeben ist.

Langsam hatte ich angefangen mich an Buenos Aires zu gewoehnen. Es war fast wie ein kleines,  neues Zuhause fuer mich. Es war mir nicht mehr so fremd wie in den ersten Tagen meiner Reise. Dies lag unter anderem auch daran, dass ich jetzt Leute aus der Stadt kannte, eine Wohnung hatte und die Sprache schon etwas besser beherrschte. Allerdings war es schon deutlich kuehler als noch vor 5 Wochen.

Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt sich wieder auf den Weg zu machen und ein neues Kapitel der Reise zu beginnen und so habe ich mich, mit einem  weihnenden und einem lachenden Auge auf den Weg in Richtung der Anden gemacht, in Richtung Mendoza. Nun lasse ich meine  neu gewonnenen Freunde zurueck und begebe mich wieder in eine voellig neue, unbekannte Welt.


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