Paraguay

Trip Start Mar 03, 2011
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Trip End Dec 16, 2011


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Flag of Paraguay  ,
Tuesday, April 5, 2011

So jetzt bin ich im zweitärmsten Land Südamerikas angekommen! Mit klapprigen, überfüllten Bussen bin ich viel länger als gedacht nach Ascuncion (Capital) gefahren! Mitten in der Nacht bin ich dort angekommen und habe mir ein Zimmer in der Innenstadt gesucht. 
 
Engegen allern Vorsichtsmassnahmen sind wir nachts mit dem öffentlichern Bus in die Innenstadt und dort zu Fuss zum Hostal. Es gibt angeblich immer noch viel Raubüberfälle, aber diesmal ist nichts passiert!
 
Leider waren wir zum Wochenende in der Hauptstadt Paraguays und sie war wie ausgestorben. Alle Geschäfte hatten geschlossen, nur vereinzelte Cafés hatten geöffnet. Das Essen und besonders die Säfte sind ein Gaumenschmaus!
 
Weiter ging es mit dem Bus nach Conception mitten im Herzen Paraguays. Habe mich mit Ricardo zusammengetan und wir reisen ein wenig gemeinsam durch die Weltgeschichte. Nach 11 Stunden unbequemer aber interessanter Busfahrt nur mit Einheimischen, kamen wir, nicht wie versprochen nach 6 Stunden, sondern nach etwas 12 Stunden, mitten in der Nacht in Conception an. Dort verbrachten wir die Zeit bis zum Sonnenaufgang mit Kartenspielen am Busbahnhof.

Weiter ging es in den Nationalpark - Cero Corra im Nordosten Paraguays. Es war wunderschoen. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich und errinnerte mich sehr an Afrika. Trockene Steppe und sandiger Boden wechselten sich ab mit dichtem Urwald. Wir sind dort auch auf Spuren von Pumas und Jaguaren gestossen. Haben sie aber leider nicht zu Gesicht bekommen....vielleicht auch besser so.

Anschliessend an der Laguna Blanca etwas weiter suedlich in Paraguay haben wir uns ein Zelt gemietet und ein paar tolle Tage an einer glasklaren Lagune mit weissem Sandstrand, eingeschlossen im Dschungel, verbracht. Das Wasser war warm und Nachts begann ein Froschkonzert unter einem Sternenhimmel den man in Deutschland nur in den hoeheren Lagen findet. Ich konnte die Milchstrasse und viele Sternenschnuppen bewundern. An der Lagune habe ich nette Biologen aus Frankreich und Paraguay kennengelernt, die dabei sind die dort lebenden Tiere zu klassifizieren und neue Arten zu entdecken und zu beschreiben. Es gibt an dieser Lagune 283 verschieden Vogelarten, wovon einige nur an diesem und zwei weiteren Orten der Welt vorkommen.Auch gibt es Schlangen und Piranhas!
Bin das erste mal in meinem Leben in einem Gewaesser mit Piranhas geschwommen. Ein wenig beaengstigend, aber den Angaben der Einheimischen nach ungefaehrlich. Auf jeden Fall ein Erlebnis.

Nach den Tagen an der wunderschoenen Lagune bin ich alleine weitergereist in den Parque National YBYCUI. Dort habe ich im Haus des Parkwaechters ein guenstiges Zimmer bekommen und dort genaechtigt. Auch hier gab es Dchungel, Spinnen, einzigartige Voegel und einige schoene Wasserfaelle. Es war schoen alleine ohne jegliche Touristen durch den Dchungel, an Bachlaeufen entlangzustreifen und ab und zu wundervolle kleine Wasserfaelle zu sehen. Der Parkwaechter war sehr nett und hat mich zum Essen eingeladen und als Gegenleistung habe ich ein wenig fuer Ihn musiziert.

Anschliessend ging es, wieder einmal stundenlang mit klapprigen Bussen in Richtung argentinische Grenze, nach Encarnation. Dort bin ich einen Tag geblieben und zu den alten Ruinen der Jesuitenmissionen gefahren. Anschliessend habe ich mir ein Ticket zurueck zum Ausgangspunkt gekauft. Buenos Aires!

Gedanken an Paraguay:

Kaum Touristen, klapprige Busse, staubige rote unbefestigte Strassen, teilweise mehr Pferdekarren als Autos auf den Starassen und vor allem viele offene und nette Menschen. Ich habe die Zeit in Paraguay sehr genossen!. Viele Touristen meiden dieses arme Land, weil sie meinen es gibt dort nicht viel zu sehen. Doch ich bin da anderer Ansicht. Wunderschoene Nationalparks Artenreichtum, Menschen die noch nicht des Tourismus ueberdruessig sind.
An fast jedem Busbahnhof wurde ich von den Menschen mit offenen Armen empfangen und sollte fuer Sie musizieren und jonglieren. Habe in Paraguay auch mein erstes Geld mit Jonglage und der Musik verdient. Nicht viel aber wenigstens etwas... und das ausgerechtnet im zweitaermsten Land Suedamerikas.

Ganz besonders wertvoll waren die Minuten, Augenblicke fuer mich, welche ich jonglierend und musizierend mit den Einheimischen verbracht habe.Ich konnte in den Augen dieser oft armen Menschen die Freude und Dankbarkeit, fuer die Abwechslung in einem sonst recht tristen und oeden Alltag, erkennen. Das Lachen der Kinder, die Freude der Menschen, liessen mein Herz hoeher schlagen. Was gibt es Schoeneres, als anderen Mensche ein wenig Freude und Glueck schenken zu koennen!?

Anstatt den armen, bettelnden Menschen nur mit Angst und Abneigung zu begegnen habe ich mit Ihnen wundervolle Augenblicke geteilt!!! Diese Momente werde ich immer in meinen Gedanken behalten und mein Herz strahlt bei dem Erinnerungen an die schoenen Augenblicke!!!

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Comments

Achim on

Hey Bene, ich hab natürlich nur aus reinem Neid bisher nicht geschrieben und wollte natürlich dass du so unvoreingenommen wie möglich den Südamerikanischen Kontinent erkundest ;-). Bin wirklich froh, dass du die knifflige Situation in Brasilien so locker weggesteckt hast und bin freu mich zu lesen und zu sehen, dass die schönen und einprägsamen Ereignisse die Überhand zu haben scheinen. Bleib dir treu, es macht super viel Spaß von deinen Erlebnissen zu lesen. Krich auch schon wieder richtig Hummeln im Arsch. Küsschen vom Fux

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