Holidays Maldives
Trip Start
Jan 12, 2009
1
Trip End
Jan 27, 2009
Montag, 12. Januar 2009
Endlich gehts los!
Um 13 Uhr fährt uns Stephs Papa zum Bahnhof in Basel und wir fahren per Zug nach Zürich zum Flughafen. Um 17.40 Uhr hebt die Maschine von Edelweiss Air ab Richtung Colombo/Sri Lanka. Nach ziemlich genau 9 Stunden folgte die Landung, nachdem wir uns die Zeit mit Essen, Filme gucken, lesen, Essen, Nintento DS zocken und nochmal Essen vertrödelt hatten. An Schlaf war leider mangels Platz nicht so wirklich zu denken. Das hatte natürlich zur Folge, dass wir nach dem 9-stündigen Flug nach Colombo, der dortigen 1-stündigen Pause und dem 1-stündigen Weiterflug nach Male schon ziemlich fix und fertig waren. Was dann folge, war erstmal ein gehöriger Temperatur- und Luftfeuchtigkeitshammerschlag: bei ca. -3 Grad Celsius und sehr trockenem Wetter sind wir in der Schweiz in den Flieger gestiegen und bei 28 Grad Celsius und geschätzten 90% Luftfeuchtigkeit in Male glitten wir - instant schweissgebadet - aus dem Flugzeug. Lustig schien auch der Vergleich zwischen dem eher "normal" ruhigen Flughafen in Zürich und dem "leicht" lebhafteren Gewusele kleiner Schokomenschen hier in Male. Empfangen wurden wir von unserem Helvetic Tours-Reiseleiter Chris, der uns jedoch nach ein paar wenigen Worten schnell zum Check-In Schalter der Wasserflugzeuge weiterschickte, aber dafür waren wir ihm sogar angesichts unserer unter den Arm geklemmten Winterjacken sogar sehr dankbar...aber so schnell sollte es nicht immer vorwärts gehen... Der Check-In für unser Air Taxi war schnell erledigt und unser Gepäcke wurde wegtransportiert und wir durften kurz danach in einem uralten, aber schick knallroten, klimatisierten Bus Platz nehmen. Die kleine Rundreise führte uns kreuz und quer übers Flughafen-Areal in Richtung "Gates" der Wasserflugzeuge.
Zugegeben, Velidhu Island ist jetzt nicht grad eine der grössten Inseln und man wartet immer etwas, bis genug Leute für einen Flug zusammen sind - aber über 3 Stunden Wartezeit (immer noch halb in Winterklamotten) war dann auch für uns "normalsterbliche Reisende" fast zuviel. Nachdem es dann aber endlich losging, entschädigte der Flug im Wasserflugzeug dann doch für einiges: erstens waren da die hübschen nostalgischen Flieger, die imposanten Starts und Landungen und natürlich die phänomenale Aussicht auf die verschiedenen azurblauen und smaragdgrünen Atolle.
Bei der ersten Landung wurden ein paar der Mitreisenden auf eine Art grosses Floss etwas ausserhalb von einer Insel "ausgesetzt", jedoch wurden die rasch von einem Dhoni (traditionelles Boot) abgeholt. Die nächste Station galt uns: Velidhu Island Resort. Dort konnte das Flugzeug direkt am Steg anlegen und wir wurden sehr herzlich und freundlich von der Hotelleitung, kleinen Schokomännern und -frauen empfangen. (Dazu muss ich erwähnen, dass wir nicht genau wussten, wie man diese Menschen dort nennt: Malediver? Maledivier, Sri Lankesen? Deswegen hab ich beschlossen, die Einheimischen dort Schokomenschen zu taufen gemäss ihrer Hautfarbe und weil sie immer so wahnsinnig freundlich sind) Soweit so gut, doch bald mussten wir feststellen, dass ein Teil unseres Gepäcks abhanden gekommen war, genau wie das eines jungen Pärchens aus der Westschweiz. Nichtsdestotrotz freuten wir uns, endlich angekommen zu sein und wir wurden erstmal in das "Speisebungalow" geführt, damit wir uns stärken konnten nach der langen Reise. Wir waren zwar nicht sehr hungrig und der Benzingestank des Flugzeugs war auch nicht sehr angenehm, aber wir zwangen uns dann doch, wenigstens bisschen was zu essen, nämlich leckeres Curry und Reis.
Der Check-In im Hotel gestaltete sich dann doch wieder etwas schwieriger, weil die Kofferträger auch meinen Handgepäck-Koffer samt aller Unterlagen, sprich Voucher und Pässe zu unserem Bungalow transportiert hatte. Die Schlüssel bekamen wir trotzdem und nach dem Auspacken und einer erfrischenden Dusche erledigten wir dann auch den Rest der Check-In-Formalitäten nach einem ersten Insel-Rundgang.
Wir haben da schon voller Freude unsere ersten Weissspitzen-Riffhaibabies entdeckt neben vielem anderen Kriechgetier. Danach noch einen Drink an der Strandbar zu geniessen war schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, denn wir konnten beide kaum noch unsere Augen offen halten. Deswegen genehmigten wir uns vor dem Abendessen noch ein kleines Nickerchen in unserem Bungi, welches uns wenigstens ermöglichen sollte, das Abendessen unfallfrei einzunehmen.
Das Buffet war so wunderschön und einladend lecker gestaltet, dass wir uns gleich hungrig aufs Essen stürzten und wir wurden auch nicht davon enttäuscht.
Viele Nationalitäten sind hier vertreten, viele Schweizer und vor allem französisch-sprachige Urlauber.
Dann ging es aber endlich, nach einem, bzw. eigentlich 2 langen Tagen ins Bett, um viel Schlaf nachzuholen.
Dienstag, 13. Januar 2009
Unmenschlich früh morgens um 8 Uhr klingelte der Wecker. Ganz untypisch sprang Steph aus dem Bett und zwang mich freundlich, aber bestimmt unter die Dusche, denn Frühstück gibt es nur bis 9.30 Uhr und wir wollten es nicht verpassen. Frisch gestärkt machten wir uns danach auf den Weg zum Strand ganz in der Nähe unseres Strandbungalows. Erst wollten wir nur bisschen schwimmen, aber da wir bemerkten, dass irgendwie alles Interessante unter der Wasseroberfläche passiert, war unsere Schnorchelausrüstung schnell geholt. Was wir da zu sehen bekamen, war echt schon sehr imposant, obwohl der Strandabschnitt weder zum Hausriff gehörte, noch in der Lagune liegt. Mit der neuen Digitalkamera, die auch unter Wasser fotografieren kann, haben wir ein paar sehr gute Schnappschüsse gemacht. Leider machte uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn es erreichte uns eine rabenschwarze Gewitterfront. Wir beschlossen, in der Bar zu verweilen, bis das Wetter sich bessert. Und da das Buffet grad so nah neben der Bar liegt, kann man ja auch mal kurz einen Happen essen... *zwinker*
Eigentlich wollten wir ja dann eine kurze Regenpause nützen, um in unseren Bungalow zurück zu kommen...aber ich glaube, Petrus hat uns da echt verarscht. Wenigstens ist der Regen da schön warm, trotzdem gleich nass wie bei uns. Später am Nachmittag wollten wir uns, nachdem Petrus wohl mal kurz zur Toilette musste, an den Strand legen, um ein bisschen zu dösen und sonnen. Doch der fiese Petrus hatte diese Idee wohl mitbekommen und sendete termingerecht, als wir gerade mit Sack und Pack auf dem Strand standen, eine komplett identische schwarze Wand wie zuvor...haha, sehr witzig! Aus Trotz spazierten wir dann doch noch am Strand entlang und entdeckten Stachelrochen, kleine Schwarzspitzen-Riffhaie, quasi in Griffnähe vom Strand. Zum Schluss versuchten wir noch einen etwas schüchternen Einsiedlerkrebs zu einem Fotoshooting zu überreden, mit eher mässigem Erfolg.
Die Zeit vor dem Abendessen nutzten wir dann noch dazu, bei der Tauchschule vorbeizuschauen und mit dem Leiter Winnie kurz zu sprechen. Er erklärte uns alles, was wir wissen wollten und schickte uns mit den Hausaufgaben nach Hause, uns zu überlegen, welche Kurse wir machen wollen.
Nach einem Aperitif vor dem Abendessen, der auf leeren Magen doch etwas "schlagkräftig" war, und dem Abendessen selbst (heute war indischer Abend) neigte sich wieder ein Tag dem Ende zu.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Tagesthema heute: Regen, Regen, nochmal Regen. Als wir uns aus dem Bett schälten, waren alle Scheiben komplett beschlagen (nein, nicht das was ihr jetzt denkt!). Während wir bei laufender Klimaanlage beinahe schlotterten (ohne Klimaanlage ist schlafen noch unangenehmer), hatte es draussen einen Grossteil der Nacht geregnet und dementsprechend feucht (gefühlte 200% Luftfeuchtigkeit) war es auch.
Zum Frühstück kamen wir zwar noch einigermassen trocken, danach öffneten sich jedoch wieder die Schleusen und es regnete "cats and dogs". Eine kurze Unterbrechung nutzten wir aber dennoch, um in der Lagune und beim Hausriff zu schnorcheln. Das Hausriff ist noch schöner anzusehen als die paar Korallen, die sich an unserem Strandteil befanden. Wir haben wieder ein paar schöne Fotos gemacht. Erschreckt haben wir uns beide, als sich plötzlich unter uns ein Rochen bewegte. Der Regen, diesmal noch heftiger als zuvor, zwang uns dann aus dem Wasser und wir wussten beim Spaziergang zum Bungalow nicht, ob wir mehr von unten oder von oben nass wurden. Nach einem kurzen Nickerchen spazierten wir Richtung Tauchschule, um mich für den Open Water Diver-Kurs anzumelden. Ich durfte bisschen Tauchequip anprobieren, bekam meine eigene Tauchkiste # 27 und sah mir den ersten 45-minütigen Teil des PADI-Lehrvideos an, denn danach kam schon ein kurzer Multiple-Choice Test über das eben gesehene. Wir verabredeten für mich am nächsten Morgen 09.00 Uhr die erste Lektion für meinen Tauchkurs und für Steph um 10.30 Uhr den Orientierungstauchgang.
Leider war es dann noch etwas zu früh fürs Abendessen, so dass wir noch bisschen Zeit in der Bar vertrödelten. Unsere knurrenden Mägen trieben uns aber recht fix in Richtung Buffet, sobald es öffnete. Die Auswahl heute war etwas italienisch angehaucht mit Pizza, Lasagne, Pasta und Eis.
Wir liessen danach den Abend in der Bar bei 1-2 Drinks, Popcorn und "Tschau Sepp" ausklingen. Dazu gab es Livemusik von zwei jungen Maledivern mit Bass und verstärkter akkustischer Gitarre, die viele sehr bekannte Evergreens spielten.
Freitag, 16. Januar 2009
Heute war der erste Tag meines Open Water Diver-Kurses. Um 09.00 Uhr hiess es auf der Matte stehen beim Tauchcenter und der Tauchlehrer Olli erklärte uns erstmal das ganze Equipment und wie man es zusammenbaut. Natürlich durfte ich es dann nachmachen, um zu beweisen, dass ich es kapiert hatte.
Ausrüstung anlegen, Schnorchel, Flossen und Taucherbrille schnappen und ab in die Lagune zum ersten Tauchgang.
Mein Kurskollegin, die aber "nur" einen Scubadiving-Kurs machen wollte, konnte ihre Angst nicht überwinden, so dass sie nach ein paar Sekunden wieder aus dem Wasser rannte. Weiter ging es dann eben zu zweit mit ein paar Übungen in ca. 3-4 Meter Tiefe. Zum Schluss wieder zurück zur Basis, Equip spülen und ab zum Mittagessen, welches aber vor lauter Nervosität etwas mägerlicher ausfiel als sonst.
Am Nachmittag 14.00 Uhr ging es dann zum ersten Mal zum Tauchgang mit dem Boot zu einem Riff bei der Nachbarinsel von Velidhu. Das Equip wurde schon von den Buddies auf das Donghi geladen. Während der Fahrt war Zeit, seine Ausrüstung zusammen zu bauen und zu checken... und schon hiess es "Hopp" ins kühle Nass. Wir tauchten auf ca. 12m (mit einem kleine Ausrutscher meinerseits auf 13m) und es war noch atemberaubender als alles andere, was ich bis jetzt so unter Wasser gesehen hatte. Wunderschöne Formen, Farben und unzählige verschiedene Fische und Korallen.
Steph absolvierte während meines Lagunen-Tauchganges seinen Orientierungstauchgang, hatte jedoch etwas Mühe mit dem Taucherbrille unter Wasser abnehmen. (die Übung braucht echt etwas Überwindung). Deswegen darf er morgen mit mir nochmal in die Lagune und die Übung wiederholen, während ich Übungsteil 2 und 3 mache.
Samstag, 17. Januar 2009
Ohje, leider waren die letzten Tage etwas stressig und ermüdend, so dass ich den Reisebericht leider aus meiner Erinnerung, mit Hilfe von Steph oder meinem brandneuen "Divers Log Book". Aber beginnen wir wieder bei Samstag: pünktlich um 09.00 Uhr standen Steph und ich auf der Matte des Tauchcenters, noch etwas verschlafen, aber gut motiviert. Ausrüstung bereit machen geht schon recht flott und ich lerne gleich mal den Buddy-Check, bei dem man seinen Buddy nach einem gewissen Schema kontrollieren muss. Nicht, dass man später wegen einer vergessenen Kleinigkeit in Schwierigkeiten kommt unter Wasser. Heute ging der Einstieg ins Wasser mal über den Steg, also quasi mit einem grossen Schritt ins Wasser platschen.
Erstmal regelkonform abtauchen und los ging es mit den Übungen: Brille für 1 Minute ablegen, anziehen und wieder auspusten, (Steph musste dich gleich Übung auch machen, jedoch nicht so lange), in liegender Position schweben nur durch den eigenen Atem gesteuert, mit Steph eine Strecke schwimmen, nach dem wir die "Keine Luft, ich brauch deinen Alternativ-Atemregler" simuliert hatten und 1-2 Rettungsübungen an der Oberfläche.
Am Nachmittag ging es dann aufs Boot für einen Tauchgang am nahe gelegenen Gemburuga West. Beim Tauchgang war alles spitze, schade war nur, dass mir die Luft so schnell ausging, was aber bei Anfängern normal ist. So nach 35 Minuten ist bei mir meist Ende Feuer, bzw. Luft. Zumindest lief es diesmal angenehmer mit der Brille, weil das mit dem Wasser ausblasen schon viel besser ging.
Wieder zurück in der Basis durfte ich mir den Lehrfilm zum Theoriekapitel 4 und 5 reinziehen, aber getestet wurde an diesem Abend nur Kapitel 5.
Sonntag, 18. Januar 2009
Und weiter gehts mit Tauchschule, heute wieder allein mit Olli. Zum letzten Mal gehts in die Lagune für die letzten Übungen, die zum Open Water Kurs gehören. Dazu gehörten unter anderem auch: Bleigurt unter Wasser und an der Wasserfläche ab- und wieder anlegen (was bei 8 kg Blei echt nicht einfach ist), dasselbe mit Jacket, Orientierung unter Wasser mit dem Kompass, wenigstens einigermassen...
Zum Schluss durfte ich noch die Boje setzen für unseren Aufstieg, doch das blöde Ding ging mit so einem unerwarteten Ruck hoch, dass ich die Halterung aus der Hand verlor, was aber nicht wirklich tragisch war - sie wartete reumütig an der Wasseroberfläche :) Die Sicht in der Lagune war heute so miserabel, dass ich zeitweise das lustige "such-den-Tauchlehrer"-Spiel spielen durfte und war froh, wieder an Land zu sein.
Am Nachmittag tauchten wir beim Riff "Gaagandhu Faru" zusammen mit einem Zürcher. Die Sicht war super und die Strömung ziemlich stark. Das hiess, einfach in die Strömung legen und sich am Riff vorbeiziehen lassen, wirklich sehr entspannend. Was leider immer etwas nervte war, dass ich mit der Tarierung Mühe hatte. Ich hatte ja für die Übungen morgens das Blei etwas umgepackt, teilweise ins Jacket gepackt, das war irgendwie nicht so angenehm. Ich hatte immer irgendwie das Gefühl, vorn über zu kippen. Um beim leider viel zu frühen Aufstieg musste ich die Boje setzen, was mir zuviel Auftrieb gab und ich hatte Mühe, auf gleichem Level zu bleiben und nicht zu steigen. (Am Schluss der Tauchgänge hatte ich immer etwas Mühe, weil mir dann ca. 2 kg Gewicht fehlte aus der Sauerstoff-Flasche, d.h. ich hatte zuviel positiven Auftrieb und das mit reiner Atemtechnik zu regulieren war schon fast unmöglich) Zu guter letzt kamen dann auch noch wenig später Steph und sein Buddy, der Zürcher ganz happy aufs Boot, weil sie ca. 10m nach meinem Aufstieg eine Schildkröte gesehen hatten...damn!
Wieder zurück in der Basis wurde erstmal mein Theoriebuch kontrolliert, ob ich auch brav alle meine Hausaufgaben-Übungen gelöst hatte und ob sie auch richtig waren. Anschliessend gab es eine Theoriestunde von Olli über die Anwendung des Diving Planners: eine Tabelle, anhand derer man seine maximale Tauchzeit berechnen kann und mehr. Für einen Zahlenlegasteniker wie mich schrecklich, aber es ist eine wichtige Voraussetzung, um sichere Tauchgänge planen zu können...also hab ich mir Mühe gegeben und es gelernt.
Im Anschluss daran konnte ich noch die Prüfung zum Theorieteil 4 abschliessen und als grosses Finale noch die Abschlussprüfung mit 50 Fragen für den OWD-Schein. Die Fragen waren z.T. einfach und z.T. etwas knifflig, aber mit 5 von erlaubten 12 Fehlern hab ich es dann schlussendlich bestanden. Fehlt also nur noch 1 Bootstauchgang und ich darf mich stolz "Open Water Diverin" nennen!
Montag, 19. Januar 2009
Heute war also der Tag des letzten Tauchgangs für meinen Schein und es ging nach ... Der Tauchgang an sich war spitze. Steph tauchte mit einem Hamburger und ich mit Olli, da ich wieder 1-2 Übungen zu absolvieren hatte.
Irgendwie hatte ich es leider geschafft, mir gleich zu Beginn des Tauchgangs entweder beim Sprung vom Boot oder kurz danach, meinen Kiefer zu lädieren. Das heisst, mein rechtes Kiefergelenk hatte sich wieder mal etwas selbständig gemacht. Das tut es zwar ab und zu, aber unter Wasser gab es diesmal keine Möglichkeit, das Problem zu richten. Es gab also 2 Möglichkeiten: entweder kurz auftauchen, warten, bis sich das Ganze normalisiert hat und dann wieder von vorne oder Zähne zusammen beissen und den Tauchgang so durchhalten. Ich hab mich für zweiteres entschieden und bin dann halt mit einem etwas unangenehmen Gefühl getaucht. Es dauerte eh nicht so lange (ca. 35 Min.), weil ich wohl durch die ganze Aufregung mehr Luft, bzw. Nitrox geatmet hab. Ach ja, Steph und ich durften heute zum ersten Mal mit Nitrox tauchen. (Das ist zwar ähnlich wie die "alten" Luftflaschen, nur mit dem Unterschied, dass bei Nitrox der Sauerstoffanteil bei 32%-40% liegt) Man atmet also damit weniger Stickstoff ein, kann länger tauchen und ist danach auch nicht ganz so müde.
Der Höhepunkt unseres Tauchganges waren jedoch 6-7 kleine Mantas, die in schöner Formation über unsere Köpfe schwebten...ein unvergesslicher Moment!
Wieder zurück in der Basis bekam ich dann mein heiss ersehntes "Divers Log Book" ausgehändigt von Olli. Nun bin ich also offiziell Taucherin *jubel*
Abends nach dem Abendessen gab es in der Bar eine Art Unterwassershow, bei der ein Unterwasservideo gezeigt wurde und diverse Leute geehrt. Olli hatte mich zwar schon vorgewarnt, aber ich hatte ihm das nicht abgenommen (wär nicht die erste "Verarsche" von der Pappnase gewesen). Tatsächlich musste ich dann auf die Bühne und mir wurde ein Diplom der Tauchschule überreicht. Eigentlich sollte ich dann auch noch was ins Mikro plappern, aber vor lauter perplex konnte ich dann doch nicht. Happy und zufrieden ging es danach in Richtung Koje.
Dienstag, 20. Januar 2009
Endlich mal einen Tag ausspannen! Die Tauchausbildung war zwar toll die letzten Tage, aber geschlaucht hat das Ganze auch ganz schön.
Ausnahmsweise liessen wir das Frühstück mal Frühstück sein und schliefen bis mittags. Am Nachmittag wollten wir es uns eigentlich auf dem Strand gemütlich machen, aber erst nach einem kleinen Spaziergang mit Fotokamera. Unterwegs bekam Steph plötzlich so etwas wie einen Allergieanfall, hatte ganz rote Haut am Bauch und war mit Pusteln übersät, die scheusslich juckten. Erst gingen wir noch ins Wasser, weil wir dachten, das Salzwasser würde vielleicht helfen, aber da dachten wir leider falsch...es wurde so schlimm, dass er sofort duschen musste. Bei mir entwickelte sich auch so was ähnliches, ein roter Streifen zierte meine Brust, mein Bauch bis runter auf meinen Oberschenkel, aber es juckte nicht ganz so extrem bei Steph. Er hatte Mühe mit schlafen deswegen, bei mir ging es eigentlich ganz gut.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Heute hatten wir uns sogar extra den Wecker gestellt, um das Frühstück nicht zu verpassen und nicht den halben Tag zu verpennen. Unser Ausschlag war aber immer noch da, so dass uns nicht viel anderes übrig blieb als zu warten. Gegen Abend beschlossen wir dann doch, den Inselarzt aufzusuchen. Der meinte, wir hätten eine "contact urticare", also eine Allergie gegen irgend etwas auf der Insel, wie informativ O.o Wir bekamen Tabletten dagegen, die aber irgendwie nicht so richtig geholfen hatten. Der Arzt wollte Steph eine Spritze geben, aber er wollte nicht so recht...bis zum nächsten Morgen, da war der Juckreiz dann grösser als der Respekt vor der Spritze.
Vor dem Arztbesuch gingen wir noch bei der Tauchschule vorbei, um unser nächstes Theoriebuch für den Nitroxkurs zu holen.
Donnerstag, 22. Januar - Samstag, 24. Januar 2009
Die nächsten Tage verliefen eigentlich recht ruhig wie die meisten bisherigen mit aufstehen, gemütlich frühstücken usw. Wir relaxten entweder beim Bungalow, auf dem Strand oder in der Bar und verbrachten unsere Zeit mit Kartenspiele etc. Donnerstag absolvierten wir noch unsere Theorielektion (in unserem Fall von Winnie, dem Tauchbasis-Manager) für den Nitroxkurs , um danach den Test zu absolvieren. Wir haben das natürlich beide fehlerfrei bestanden *angeb*
Sonntag, 25. Januar 2009
Kurz vor unserer Heimreise war heute die letzte Gelegenheit für einen Tauchgang. Die letzten Tage waren wir nicht so in Stimmung zum tauchen wegen dieser Allergie, die uns immer noch nervte. Wir hatten Angst, dass das Salzwasser unserer Haut nicht gut tut, sprich es brannte ziemlich, wenn man ins Wasser ging. Aber ich hatte im Zuge meiner Tauchausbildung noch einen Gratistauchgang gut und den wollte ich unbedingt noch nutzen, ausserdem wollte ich nochmal ein schönes Erlebnis haben unter Wasser, an das ich lange zurückdenken kann.
Heute war Olli nicht da, so dass wir mit Mario, genannt "Supermario" tauchen durften. Er hat uns unter Wasser viele versteckte Dinge gezeigt, die ich so nie gesehen hätte, zum Beispiel einen Oktopus oder kleine Putzerfische. Später begegneten uns auch noch ein paar Rochen. Der Tauchgang war absolut spitze, nur die Sicht war nicht ganz so optimal, aber das lässt sich ja bekanntlich nicht steuern.
Am Abend gab es in der Bar das wöchentliche "Crab-Race", bei dem man für 5 Dollar auf eine Krabbe setzen konnte. Unsere Krabbe #16 allerdings wusste irgendwie nicht so recht, dass wir alle Hoffnungen auf sie gesetzt hatten und blieb vorsichtshalber mal in ihrer Muschel in der Mitte sitzen.
Montag, 26. Januar 2009
Den heutigen Tag verbrachten wir mit packen und Abschied nehmen...wie traurig. Wir machten unseren letzten Spaziergang um die Insel und warteten aufs Tauchboot, um davon auch noch Bilder zu machen. Dabei trafen wir Winnie, der von uns auch noch ein Feedback wollte, wie es uns denn auf der Insel gefallen habe und wie wir mit dem Angebot der Tauchschule zufrieden seien. Abends fand ein letztes Mal der Tauchschul-Abend in der Bar statt und ein weiteres mal durfte ich, diesmal zusammen mit Steph auf die Bühne, um erneut ein Diplom zu erhalten. Diesmal war es für unseren Nitrox-Abschluss. Leider war der Abend etwas traurig, weil es auch der Abschied von "Supermario", der nach Ägypten wechselt, und von Olli war.
Wir beschlossen, früh ins Bett zu gehen, da wir am nächsten Morgen schon um 06.20 Uhr geweckt werden sollten.
Dienstag, 27. Januar 2009
Seltsam war es schon, nach 2 Wochen wieder mal lange Hosen, Socken und Schuhe anzuziehen. Es war die letzten Tage schon bisschen heisser und schwüler geworden, so dass uns schon nach wenigen Minuten ausserhalb des klimatisierten Bungalows der Schweiss nur so runterlief. Um 06.30 Uhr morgens hatten wir dafür das ganze Frühstücksbuffet für uns allein. Der nette Schokomann-Koch überredete mich zu einem leckeren frisch zubereiteten Omelette und strahlte mich dabei an. Sind echt sehr freundliche Menschen, diese Schokos ;)
Nach dem Frühstück trafen wir uns am Bootssteg noch mit Winnie, der uns verabschieden wollte. Mit leichter Verspätung ging es dann los mit dem Wasserflugzeug und knappe 11 Stunden später landeten wir bei 0 Grad in Basel..brrr Wenigstens haben wir da ja noch die schönen Erinnerungen an die Malediven, die uns warm halten :)
Endlich gehts los!
Um 13 Uhr fährt uns Stephs Papa zum Bahnhof in Basel und wir fahren per Zug nach Zürich zum Flughafen. Um 17.40 Uhr hebt die Maschine von Edelweiss Air ab Richtung Colombo/Sri Lanka. Nach ziemlich genau 9 Stunden folgte die Landung, nachdem wir uns die Zeit mit Essen, Filme gucken, lesen, Essen, Nintento DS zocken und nochmal Essen vertrödelt hatten. An Schlaf war leider mangels Platz nicht so wirklich zu denken. Das hatte natürlich zur Folge, dass wir nach dem 9-stündigen Flug nach Colombo, der dortigen 1-stündigen Pause und dem 1-stündigen Weiterflug nach Male schon ziemlich fix und fertig waren. Was dann folge, war erstmal ein gehöriger Temperatur- und Luftfeuchtigkeitshammerschlag: bei ca. -3 Grad Celsius und sehr trockenem Wetter sind wir in der Schweiz in den Flieger gestiegen und bei 28 Grad Celsius und geschätzten 90% Luftfeuchtigkeit in Male glitten wir - instant schweissgebadet - aus dem Flugzeug. Lustig schien auch der Vergleich zwischen dem eher "normal" ruhigen Flughafen in Zürich und dem "leicht" lebhafteren Gewusele kleiner Schokomenschen hier in Male. Empfangen wurden wir von unserem Helvetic Tours-Reiseleiter Chris, der uns jedoch nach ein paar wenigen Worten schnell zum Check-In Schalter der Wasserflugzeuge weiterschickte, aber dafür waren wir ihm sogar angesichts unserer unter den Arm geklemmten Winterjacken sogar sehr dankbar...aber so schnell sollte es nicht immer vorwärts gehen... Der Check-In für unser Air Taxi war schnell erledigt und unser Gepäcke wurde wegtransportiert und wir durften kurz danach in einem uralten, aber schick knallroten, klimatisierten Bus Platz nehmen. Die kleine Rundreise führte uns kreuz und quer übers Flughafen-Areal in Richtung "Gates" der Wasserflugzeuge.
Zugegeben, Velidhu Island ist jetzt nicht grad eine der grössten Inseln und man wartet immer etwas, bis genug Leute für einen Flug zusammen sind - aber über 3 Stunden Wartezeit (immer noch halb in Winterklamotten) war dann auch für uns "normalsterbliche Reisende" fast zuviel. Nachdem es dann aber endlich losging, entschädigte der Flug im Wasserflugzeug dann doch für einiges: erstens waren da die hübschen nostalgischen Flieger, die imposanten Starts und Landungen und natürlich die phänomenale Aussicht auf die verschiedenen azurblauen und smaragdgrünen Atolle.
Bei der ersten Landung wurden ein paar der Mitreisenden auf eine Art grosses Floss etwas ausserhalb von einer Insel "ausgesetzt", jedoch wurden die rasch von einem Dhoni (traditionelles Boot) abgeholt. Die nächste Station galt uns: Velidhu Island Resort. Dort konnte das Flugzeug direkt am Steg anlegen und wir wurden sehr herzlich und freundlich von der Hotelleitung, kleinen Schokomännern und -frauen empfangen. (Dazu muss ich erwähnen, dass wir nicht genau wussten, wie man diese Menschen dort nennt: Malediver? Maledivier, Sri Lankesen? Deswegen hab ich beschlossen, die Einheimischen dort Schokomenschen zu taufen gemäss ihrer Hautfarbe und weil sie immer so wahnsinnig freundlich sind) Soweit so gut, doch bald mussten wir feststellen, dass ein Teil unseres Gepäcks abhanden gekommen war, genau wie das eines jungen Pärchens aus der Westschweiz. Nichtsdestotrotz freuten wir uns, endlich angekommen zu sein und wir wurden erstmal in das "Speisebungalow" geführt, damit wir uns stärken konnten nach der langen Reise. Wir waren zwar nicht sehr hungrig und der Benzingestank des Flugzeugs war auch nicht sehr angenehm, aber wir zwangen uns dann doch, wenigstens bisschen was zu essen, nämlich leckeres Curry und Reis.
Der Check-In im Hotel gestaltete sich dann doch wieder etwas schwieriger, weil die Kofferträger auch meinen Handgepäck-Koffer samt aller Unterlagen, sprich Voucher und Pässe zu unserem Bungalow transportiert hatte. Die Schlüssel bekamen wir trotzdem und nach dem Auspacken und einer erfrischenden Dusche erledigten wir dann auch den Rest der Check-In-Formalitäten nach einem ersten Insel-Rundgang.
Wir haben da schon voller Freude unsere ersten Weissspitzen-Riffhaibabies entdeckt neben vielem anderen Kriechgetier. Danach noch einen Drink an der Strandbar zu geniessen war schon fast ein Ding der Unmöglichkeit, denn wir konnten beide kaum noch unsere Augen offen halten. Deswegen genehmigten wir uns vor dem Abendessen noch ein kleines Nickerchen in unserem Bungi, welches uns wenigstens ermöglichen sollte, das Abendessen unfallfrei einzunehmen.
Das Buffet war so wunderschön und einladend lecker gestaltet, dass wir uns gleich hungrig aufs Essen stürzten und wir wurden auch nicht davon enttäuscht.
Viele Nationalitäten sind hier vertreten, viele Schweizer und vor allem französisch-sprachige Urlauber.
Dann ging es aber endlich, nach einem, bzw. eigentlich 2 langen Tagen ins Bett, um viel Schlaf nachzuholen.
Dienstag, 13. Januar 2009
Unmenschlich früh morgens um 8 Uhr klingelte der Wecker. Ganz untypisch sprang Steph aus dem Bett und zwang mich freundlich, aber bestimmt unter die Dusche, denn Frühstück gibt es nur bis 9.30 Uhr und wir wollten es nicht verpassen. Frisch gestärkt machten wir uns danach auf den Weg zum Strand ganz in der Nähe unseres Strandbungalows. Erst wollten wir nur bisschen schwimmen, aber da wir bemerkten, dass irgendwie alles Interessante unter der Wasseroberfläche passiert, war unsere Schnorchelausrüstung schnell geholt. Was wir da zu sehen bekamen, war echt schon sehr imposant, obwohl der Strandabschnitt weder zum Hausriff gehörte, noch in der Lagune liegt. Mit der neuen Digitalkamera, die auch unter Wasser fotografieren kann, haben wir ein paar sehr gute Schnappschüsse gemacht. Leider machte uns dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn es erreichte uns eine rabenschwarze Gewitterfront. Wir beschlossen, in der Bar zu verweilen, bis das Wetter sich bessert. Und da das Buffet grad so nah neben der Bar liegt, kann man ja auch mal kurz einen Happen essen... *zwinker*
Eigentlich wollten wir ja dann eine kurze Regenpause nützen, um in unseren Bungalow zurück zu kommen...aber ich glaube, Petrus hat uns da echt verarscht. Wenigstens ist der Regen da schön warm, trotzdem gleich nass wie bei uns. Später am Nachmittag wollten wir uns, nachdem Petrus wohl mal kurz zur Toilette musste, an den Strand legen, um ein bisschen zu dösen und sonnen. Doch der fiese Petrus hatte diese Idee wohl mitbekommen und sendete termingerecht, als wir gerade mit Sack und Pack auf dem Strand standen, eine komplett identische schwarze Wand wie zuvor...haha, sehr witzig! Aus Trotz spazierten wir dann doch noch am Strand entlang und entdeckten Stachelrochen, kleine Schwarzspitzen-Riffhaie, quasi in Griffnähe vom Strand. Zum Schluss versuchten wir noch einen etwas schüchternen Einsiedlerkrebs zu einem Fotoshooting zu überreden, mit eher mässigem Erfolg.
Die Zeit vor dem Abendessen nutzten wir dann noch dazu, bei der Tauchschule vorbeizuschauen und mit dem Leiter Winnie kurz zu sprechen. Er erklärte uns alles, was wir wissen wollten und schickte uns mit den Hausaufgaben nach Hause, uns zu überlegen, welche Kurse wir machen wollen.
Nach einem Aperitif vor dem Abendessen, der auf leeren Magen doch etwas "schlagkräftig" war, und dem Abendessen selbst (heute war indischer Abend) neigte sich wieder ein Tag dem Ende zu.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Tagesthema heute: Regen, Regen, nochmal Regen. Als wir uns aus dem Bett schälten, waren alle Scheiben komplett beschlagen (nein, nicht das was ihr jetzt denkt!). Während wir bei laufender Klimaanlage beinahe schlotterten (ohne Klimaanlage ist schlafen noch unangenehmer), hatte es draussen einen Grossteil der Nacht geregnet und dementsprechend feucht (gefühlte 200% Luftfeuchtigkeit) war es auch.
Zum Frühstück kamen wir zwar noch einigermassen trocken, danach öffneten sich jedoch wieder die Schleusen und es regnete "cats and dogs". Eine kurze Unterbrechung nutzten wir aber dennoch, um in der Lagune und beim Hausriff zu schnorcheln. Das Hausriff ist noch schöner anzusehen als die paar Korallen, die sich an unserem Strandteil befanden. Wir haben wieder ein paar schöne Fotos gemacht. Erschreckt haben wir uns beide, als sich plötzlich unter uns ein Rochen bewegte. Der Regen, diesmal noch heftiger als zuvor, zwang uns dann aus dem Wasser und wir wussten beim Spaziergang zum Bungalow nicht, ob wir mehr von unten oder von oben nass wurden. Nach einem kurzen Nickerchen spazierten wir Richtung Tauchschule, um mich für den Open Water Diver-Kurs anzumelden. Ich durfte bisschen Tauchequip anprobieren, bekam meine eigene Tauchkiste # 27 und sah mir den ersten 45-minütigen Teil des PADI-Lehrvideos an, denn danach kam schon ein kurzer Multiple-Choice Test über das eben gesehene. Wir verabredeten für mich am nächsten Morgen 09.00 Uhr die erste Lektion für meinen Tauchkurs und für Steph um 10.30 Uhr den Orientierungstauchgang.
Leider war es dann noch etwas zu früh fürs Abendessen, so dass wir noch bisschen Zeit in der Bar vertrödelten. Unsere knurrenden Mägen trieben uns aber recht fix in Richtung Buffet, sobald es öffnete. Die Auswahl heute war etwas italienisch angehaucht mit Pizza, Lasagne, Pasta und Eis.
Wir liessen danach den Abend in der Bar bei 1-2 Drinks, Popcorn und "Tschau Sepp" ausklingen. Dazu gab es Livemusik von zwei jungen Maledivern mit Bass und verstärkter akkustischer Gitarre, die viele sehr bekannte Evergreens spielten.
Freitag, 16. Januar 2009
Heute war der erste Tag meines Open Water Diver-Kurses. Um 09.00 Uhr hiess es auf der Matte stehen beim Tauchcenter und der Tauchlehrer Olli erklärte uns erstmal das ganze Equipment und wie man es zusammenbaut. Natürlich durfte ich es dann nachmachen, um zu beweisen, dass ich es kapiert hatte.
Ausrüstung anlegen, Schnorchel, Flossen und Taucherbrille schnappen und ab in die Lagune zum ersten Tauchgang.
Mein Kurskollegin, die aber "nur" einen Scubadiving-Kurs machen wollte, konnte ihre Angst nicht überwinden, so dass sie nach ein paar Sekunden wieder aus dem Wasser rannte. Weiter ging es dann eben zu zweit mit ein paar Übungen in ca. 3-4 Meter Tiefe. Zum Schluss wieder zurück zur Basis, Equip spülen und ab zum Mittagessen, welches aber vor lauter Nervosität etwas mägerlicher ausfiel als sonst.
Am Nachmittag 14.00 Uhr ging es dann zum ersten Mal zum Tauchgang mit dem Boot zu einem Riff bei der Nachbarinsel von Velidhu. Das Equip wurde schon von den Buddies auf das Donghi geladen. Während der Fahrt war Zeit, seine Ausrüstung zusammen zu bauen und zu checken... und schon hiess es "Hopp" ins kühle Nass. Wir tauchten auf ca. 12m (mit einem kleine Ausrutscher meinerseits auf 13m) und es war noch atemberaubender als alles andere, was ich bis jetzt so unter Wasser gesehen hatte. Wunderschöne Formen, Farben und unzählige verschiedene Fische und Korallen.
Steph absolvierte während meines Lagunen-Tauchganges seinen Orientierungstauchgang, hatte jedoch etwas Mühe mit dem Taucherbrille unter Wasser abnehmen. (die Übung braucht echt etwas Überwindung). Deswegen darf er morgen mit mir nochmal in die Lagune und die Übung wiederholen, während ich Übungsteil 2 und 3 mache.
Samstag, 17. Januar 2009
Ohje, leider waren die letzten Tage etwas stressig und ermüdend, so dass ich den Reisebericht leider aus meiner Erinnerung, mit Hilfe von Steph oder meinem brandneuen "Divers Log Book". Aber beginnen wir wieder bei Samstag: pünktlich um 09.00 Uhr standen Steph und ich auf der Matte des Tauchcenters, noch etwas verschlafen, aber gut motiviert. Ausrüstung bereit machen geht schon recht flott und ich lerne gleich mal den Buddy-Check, bei dem man seinen Buddy nach einem gewissen Schema kontrollieren muss. Nicht, dass man später wegen einer vergessenen Kleinigkeit in Schwierigkeiten kommt unter Wasser. Heute ging der Einstieg ins Wasser mal über den Steg, also quasi mit einem grossen Schritt ins Wasser platschen.
Erstmal regelkonform abtauchen und los ging es mit den Übungen: Brille für 1 Minute ablegen, anziehen und wieder auspusten, (Steph musste dich gleich Übung auch machen, jedoch nicht so lange), in liegender Position schweben nur durch den eigenen Atem gesteuert, mit Steph eine Strecke schwimmen, nach dem wir die "Keine Luft, ich brauch deinen Alternativ-Atemregler" simuliert hatten und 1-2 Rettungsübungen an der Oberfläche.
Am Nachmittag ging es dann aufs Boot für einen Tauchgang am nahe gelegenen Gemburuga West. Beim Tauchgang war alles spitze, schade war nur, dass mir die Luft so schnell ausging, was aber bei Anfängern normal ist. So nach 35 Minuten ist bei mir meist Ende Feuer, bzw. Luft. Zumindest lief es diesmal angenehmer mit der Brille, weil das mit dem Wasser ausblasen schon viel besser ging.
Wieder zurück in der Basis durfte ich mir den Lehrfilm zum Theoriekapitel 4 und 5 reinziehen, aber getestet wurde an diesem Abend nur Kapitel 5.
Sonntag, 18. Januar 2009
Und weiter gehts mit Tauchschule, heute wieder allein mit Olli. Zum letzten Mal gehts in die Lagune für die letzten Übungen, die zum Open Water Kurs gehören. Dazu gehörten unter anderem auch: Bleigurt unter Wasser und an der Wasserfläche ab- und wieder anlegen (was bei 8 kg Blei echt nicht einfach ist), dasselbe mit Jacket, Orientierung unter Wasser mit dem Kompass, wenigstens einigermassen...
Zum Schluss durfte ich noch die Boje setzen für unseren Aufstieg, doch das blöde Ding ging mit so einem unerwarteten Ruck hoch, dass ich die Halterung aus der Hand verlor, was aber nicht wirklich tragisch war - sie wartete reumütig an der Wasseroberfläche :) Die Sicht in der Lagune war heute so miserabel, dass ich zeitweise das lustige "such-den-Tauchlehrer"-Spiel spielen durfte und war froh, wieder an Land zu sein.
Am Nachmittag tauchten wir beim Riff "Gaagandhu Faru" zusammen mit einem Zürcher. Die Sicht war super und die Strömung ziemlich stark. Das hiess, einfach in die Strömung legen und sich am Riff vorbeiziehen lassen, wirklich sehr entspannend. Was leider immer etwas nervte war, dass ich mit der Tarierung Mühe hatte. Ich hatte ja für die Übungen morgens das Blei etwas umgepackt, teilweise ins Jacket gepackt, das war irgendwie nicht so angenehm. Ich hatte immer irgendwie das Gefühl, vorn über zu kippen. Um beim leider viel zu frühen Aufstieg musste ich die Boje setzen, was mir zuviel Auftrieb gab und ich hatte Mühe, auf gleichem Level zu bleiben und nicht zu steigen. (Am Schluss der Tauchgänge hatte ich immer etwas Mühe, weil mir dann ca. 2 kg Gewicht fehlte aus der Sauerstoff-Flasche, d.h. ich hatte zuviel positiven Auftrieb und das mit reiner Atemtechnik zu regulieren war schon fast unmöglich) Zu guter letzt kamen dann auch noch wenig später Steph und sein Buddy, der Zürcher ganz happy aufs Boot, weil sie ca. 10m nach meinem Aufstieg eine Schildkröte gesehen hatten...damn!
Wieder zurück in der Basis wurde erstmal mein Theoriebuch kontrolliert, ob ich auch brav alle meine Hausaufgaben-Übungen gelöst hatte und ob sie auch richtig waren. Anschliessend gab es eine Theoriestunde von Olli über die Anwendung des Diving Planners: eine Tabelle, anhand derer man seine maximale Tauchzeit berechnen kann und mehr. Für einen Zahlenlegasteniker wie mich schrecklich, aber es ist eine wichtige Voraussetzung, um sichere Tauchgänge planen zu können...also hab ich mir Mühe gegeben und es gelernt.
Im Anschluss daran konnte ich noch die Prüfung zum Theorieteil 4 abschliessen und als grosses Finale noch die Abschlussprüfung mit 50 Fragen für den OWD-Schein. Die Fragen waren z.T. einfach und z.T. etwas knifflig, aber mit 5 von erlaubten 12 Fehlern hab ich es dann schlussendlich bestanden. Fehlt also nur noch 1 Bootstauchgang und ich darf mich stolz "Open Water Diverin" nennen!
Montag, 19. Januar 2009
Heute war also der Tag des letzten Tauchgangs für meinen Schein und es ging nach ... Der Tauchgang an sich war spitze. Steph tauchte mit einem Hamburger und ich mit Olli, da ich wieder 1-2 Übungen zu absolvieren hatte.
Irgendwie hatte ich es leider geschafft, mir gleich zu Beginn des Tauchgangs entweder beim Sprung vom Boot oder kurz danach, meinen Kiefer zu lädieren. Das heisst, mein rechtes Kiefergelenk hatte sich wieder mal etwas selbständig gemacht. Das tut es zwar ab und zu, aber unter Wasser gab es diesmal keine Möglichkeit, das Problem zu richten. Es gab also 2 Möglichkeiten: entweder kurz auftauchen, warten, bis sich das Ganze normalisiert hat und dann wieder von vorne oder Zähne zusammen beissen und den Tauchgang so durchhalten. Ich hab mich für zweiteres entschieden und bin dann halt mit einem etwas unangenehmen Gefühl getaucht. Es dauerte eh nicht so lange (ca. 35 Min.), weil ich wohl durch die ganze Aufregung mehr Luft, bzw. Nitrox geatmet hab. Ach ja, Steph und ich durften heute zum ersten Mal mit Nitrox tauchen. (Das ist zwar ähnlich wie die "alten" Luftflaschen, nur mit dem Unterschied, dass bei Nitrox der Sauerstoffanteil bei 32%-40% liegt) Man atmet also damit weniger Stickstoff ein, kann länger tauchen und ist danach auch nicht ganz so müde.
Der Höhepunkt unseres Tauchganges waren jedoch 6-7 kleine Mantas, die in schöner Formation über unsere Köpfe schwebten...ein unvergesslicher Moment!
Wieder zurück in der Basis bekam ich dann mein heiss ersehntes "Divers Log Book" ausgehändigt von Olli. Nun bin ich also offiziell Taucherin *jubel*
Abends nach dem Abendessen gab es in der Bar eine Art Unterwassershow, bei der ein Unterwasservideo gezeigt wurde und diverse Leute geehrt. Olli hatte mich zwar schon vorgewarnt, aber ich hatte ihm das nicht abgenommen (wär nicht die erste "Verarsche" von der Pappnase gewesen). Tatsächlich musste ich dann auf die Bühne und mir wurde ein Diplom der Tauchschule überreicht. Eigentlich sollte ich dann auch noch was ins Mikro plappern, aber vor lauter perplex konnte ich dann doch nicht. Happy und zufrieden ging es danach in Richtung Koje.
Dienstag, 20. Januar 2009
Endlich mal einen Tag ausspannen! Die Tauchausbildung war zwar toll die letzten Tage, aber geschlaucht hat das Ganze auch ganz schön.
Ausnahmsweise liessen wir das Frühstück mal Frühstück sein und schliefen bis mittags. Am Nachmittag wollten wir es uns eigentlich auf dem Strand gemütlich machen, aber erst nach einem kleinen Spaziergang mit Fotokamera. Unterwegs bekam Steph plötzlich so etwas wie einen Allergieanfall, hatte ganz rote Haut am Bauch und war mit Pusteln übersät, die scheusslich juckten. Erst gingen wir noch ins Wasser, weil wir dachten, das Salzwasser würde vielleicht helfen, aber da dachten wir leider falsch...es wurde so schlimm, dass er sofort duschen musste. Bei mir entwickelte sich auch so was ähnliches, ein roter Streifen zierte meine Brust, mein Bauch bis runter auf meinen Oberschenkel, aber es juckte nicht ganz so extrem bei Steph. Er hatte Mühe mit schlafen deswegen, bei mir ging es eigentlich ganz gut.
Mittwoch, 21. Januar 2009
Heute hatten wir uns sogar extra den Wecker gestellt, um das Frühstück nicht zu verpassen und nicht den halben Tag zu verpennen. Unser Ausschlag war aber immer noch da, so dass uns nicht viel anderes übrig blieb als zu warten. Gegen Abend beschlossen wir dann doch, den Inselarzt aufzusuchen. Der meinte, wir hätten eine "contact urticare", also eine Allergie gegen irgend etwas auf der Insel, wie informativ O.o Wir bekamen Tabletten dagegen, die aber irgendwie nicht so richtig geholfen hatten. Der Arzt wollte Steph eine Spritze geben, aber er wollte nicht so recht...bis zum nächsten Morgen, da war der Juckreiz dann grösser als der Respekt vor der Spritze.
Vor dem Arztbesuch gingen wir noch bei der Tauchschule vorbei, um unser nächstes Theoriebuch für den Nitroxkurs zu holen.
Donnerstag, 22. Januar - Samstag, 24. Januar 2009
Die nächsten Tage verliefen eigentlich recht ruhig wie die meisten bisherigen mit aufstehen, gemütlich frühstücken usw. Wir relaxten entweder beim Bungalow, auf dem Strand oder in der Bar und verbrachten unsere Zeit mit Kartenspiele etc. Donnerstag absolvierten wir noch unsere Theorielektion (in unserem Fall von Winnie, dem Tauchbasis-Manager) für den Nitroxkurs , um danach den Test zu absolvieren. Wir haben das natürlich beide fehlerfrei bestanden *angeb*
Sonntag, 25. Januar 2009
Kurz vor unserer Heimreise war heute die letzte Gelegenheit für einen Tauchgang. Die letzten Tage waren wir nicht so in Stimmung zum tauchen wegen dieser Allergie, die uns immer noch nervte. Wir hatten Angst, dass das Salzwasser unserer Haut nicht gut tut, sprich es brannte ziemlich, wenn man ins Wasser ging. Aber ich hatte im Zuge meiner Tauchausbildung noch einen Gratistauchgang gut und den wollte ich unbedingt noch nutzen, ausserdem wollte ich nochmal ein schönes Erlebnis haben unter Wasser, an das ich lange zurückdenken kann.
Heute war Olli nicht da, so dass wir mit Mario, genannt "Supermario" tauchen durften. Er hat uns unter Wasser viele versteckte Dinge gezeigt, die ich so nie gesehen hätte, zum Beispiel einen Oktopus oder kleine Putzerfische. Später begegneten uns auch noch ein paar Rochen. Der Tauchgang war absolut spitze, nur die Sicht war nicht ganz so optimal, aber das lässt sich ja bekanntlich nicht steuern.
Am Abend gab es in der Bar das wöchentliche "Crab-Race", bei dem man für 5 Dollar auf eine Krabbe setzen konnte. Unsere Krabbe #16 allerdings wusste irgendwie nicht so recht, dass wir alle Hoffnungen auf sie gesetzt hatten und blieb vorsichtshalber mal in ihrer Muschel in der Mitte sitzen.
Montag, 26. Januar 2009
Den heutigen Tag verbrachten wir mit packen und Abschied nehmen...wie traurig. Wir machten unseren letzten Spaziergang um die Insel und warteten aufs Tauchboot, um davon auch noch Bilder zu machen. Dabei trafen wir Winnie, der von uns auch noch ein Feedback wollte, wie es uns denn auf der Insel gefallen habe und wie wir mit dem Angebot der Tauchschule zufrieden seien. Abends fand ein letztes Mal der Tauchschul-Abend in der Bar statt und ein weiteres mal durfte ich, diesmal zusammen mit Steph auf die Bühne, um erneut ein Diplom zu erhalten. Diesmal war es für unseren Nitrox-Abschluss. Leider war der Abend etwas traurig, weil es auch der Abschied von "Supermario", der nach Ägypten wechselt, und von Olli war.
Wir beschlossen, früh ins Bett zu gehen, da wir am nächsten Morgen schon um 06.20 Uhr geweckt werden sollten.
Dienstag, 27. Januar 2009
Seltsam war es schon, nach 2 Wochen wieder mal lange Hosen, Socken und Schuhe anzuziehen. Es war die letzten Tage schon bisschen heisser und schwüler geworden, so dass uns schon nach wenigen Minuten ausserhalb des klimatisierten Bungalows der Schweiss nur so runterlief. Um 06.30 Uhr morgens hatten wir dafür das ganze Frühstücksbuffet für uns allein. Der nette Schokomann-Koch überredete mich zu einem leckeren frisch zubereiteten Omelette und strahlte mich dabei an. Sind echt sehr freundliche Menschen, diese Schokos ;)
Nach dem Frühstück trafen wir uns am Bootssteg noch mit Winnie, der uns verabschieden wollte. Mit leichter Verspätung ging es dann los mit dem Wasserflugzeug und knappe 11 Stunden später landeten wir bei 0 Grad in Basel..brrr Wenigstens haben wir da ja noch die schönen Erinnerungen an die Malediven, die uns warm halten :)



