Benzin, Boliden und Bubentraeume

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Malaysia  ,
Monday, April 9, 2007

Es ist schon ein ganz spezielles Gefuehl, wenn man tausende von Kilometern von zu Hause entfernt aus der feuchten Hitze eines tropischen Landes in eine Bar stolpert und einen echten YB-Fan in die Arme schliessen darf! Der glueckliche Zufall fuehrt uns zur selben Zeit in die Hauptstadt Malaysias wie das Berner Urgestein Meschae Meister samt holder Angetrauter - ein besonderes Vergnuegen nicht zuletzt deshalb, weil wir von Goma umgehend zum Nachtessen bei ihrer Schwester eingeladen werden. Bewaffnet mit einer Heuchler-Staude und der vagen Erinnerung an gute Tischmanieren werden wir alsbald von Mama Jeevamany begruesst, welche bei ihrer Tochter (also Goma's Schwester) wohnt und allem Anschein nach den ganzen Tag ueber in der Kueche gestanden ist, um uns zu verwoehnen. Im Lauf des Abends trudeln noch dermassen viele Brueder, Cousins, Nichten, Neveus und Freunde ein, dass sich das schoene Familien-Organigramm in meinem Kopf derart kompliziert, dass ich kapituliere und mich dem Tiger Beer ergebe. Gegessen wird in indischer Art in Schichten (ist angesichts der Anzahl Gaeste auch gar nicht anders moeglich) und mit der Hand - wir ueberlegen uns ernsthaft, uns die linke Pfote auf den Ruecken zu binden, damit wir nicht mit ihr zu futtern beginnen und damit einen gigantischen Tischsitten-Fauxpas begehen (die Linke ist unrein und zum Fuedliputzen reserviert und hat deshalb am Tisch ueberhaupt nichts zu suchen). Wir machen unsere strahlende Gastgeberin gluecklich und fuehren uns gehoerige Mengen des ausgezeichneten Mahls zu. Das "Boedele" ist auch bitter noetig: Kasim, Lebemann und aelterer Bruder von Goma in Personalunion, entpuppt sich naemlich spaeter als eingefleischter Whiskytrinker, der seine Vorliebe gerne mit seinen bleichgesichtigen Gaesten teilt. Der Abend klingt in einem Hindi-Pub aus - hm, eigentlich ist es eher ein Droehnen, denn Bhangra wird nicht unter 110 dB gehoert.

Ein paar statistische Eckdaten zur Erfuellung des Bubentraums "Formel 1" auf der Rennstrecke von Sepang suedlich von Kuala Lumpur:
- Durch Schwitzen verlorenes Koerpergewicht der Fahrer waehrend der 56 Runden: 4 kg (die Zuschauer nehmen allerdings infolge Bierkonsums eher zu, aehnlich wie zu Hause vor der Glotze).
- Benoetigte Zeitdauer, um ein Formel 1 - Geschoss von 0 auf 180 km/h und wieder zurueck in den Stillstand zu bringen: 4 Sekunden (scheint's).
- Geraeuschpegel auf den Zuschauerraengen: Bis zu 140 dB (ein startender Airbus wird aus 300 m seitlicher Entfernung mit 85 dB gehoert, die Lautstaerke eines Geraeusches nimmt pro 10 dB um 100% zu; die Schmerz- und Schadensgrenze des menschlichen Ohrs liegt bei 120 - 130 dB). Die einzig aehnlich laute Erfahrung in letzter Zeit: Das Hindi-Pub vom Abend zuvor...
- Daraus folgend der Preis fuer 2 Stueck Ohrenstoepsel fuer nicht-eingeweihte oder vergessliche Zuschauer: ca 7 Stutz (...da war doch was mit Angebot und Nachfrage...).
- Anzahl erspaehter Boxenluder: 1.
- Anzahl der durch Reisliteilnehmer 1 zugunsten einer optimalen Rennvorbereitung ausgelassenen Parties: 1.



Nachtrag durch Reisliteilnehmer I:

- Anzahl Kopfschuetteln von Peter: ...habe bei 30 aufgehoert zu zaehlen...

Wie man sofort feststellen kann, haette Reiseteilnehmer II das Formel I Ticket lieber in Tauchgaenge oder indische Stickhemden investiert, fuer mich aber ging ein Traum in Erfuellung und ich durfte zwei unvergessliche Tage erleben!!
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Comments

joosch
joosch on

formel1
servus ihr benzinnasen...
oder habt ihr die abgase der boliden wieder aus der lunge gefiltert..
ich bin so richtig neidisch auf euch...war bestimmt ein riesiges erlebnis..und im gegensatz zu europa ein bezahlbares..hehe
wünsche euch weiterhin viel spass..
bis bald
gruess usdr sulgenau
jüri

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