Doing it the Philippine way

Trip Start Oct 06, 2006
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46
Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Philippines  ,
Thursday, March 1, 2007

Wenn man so faul am Strand liegt, den Sand durch die Finger rieseln laesst und traege in die Sonne blinzelt, kommen einem unweigerlich philosophische Gedanken - unter anderem ueber das Land, in dem wir gegenwaertig leben. Ein Bild sage zwar mehr als tausend Worte; trotzdem moechten wir es aber zusaetzlich nicht versaeumen, unseren philippinischen Alltag im Vergleich zur guten alten Schweiz ein bisschen zu beschreiben:

Anhalten des OeV: Schweiz: Aufstehen - roten Knopf druecken - das Tram haelt an der naechsten Haltestelle. Philippinen: Versuchen, im Gedraenge irgendwie an den linken Hosensack zu kommen ohne der intensiv riechenden Nachbarin zu nahe zu kommen - irgendeine Muenze hervorklauben - damit an ein Metallteil im Gefaehrt klopfen - der Bus haelt moeglicherweise naechstens mal (falls der Fahrer einem ueber das Geschrei der mitgefuehrten Gueggel gehoert hat).

Auf-sich-aufmerksam-machen beim Personal der Beiz: Schweiz: "Zahlen bitte". Philippinen: Hervorbringen eines Geraeusches, das schwierig zu beschreiben ist; am ehesten ist es mit dem zu vergleichen, das entstehen wuerde, wenn ein Viertklaessler das erste Mal versucht, sein Schulgspaendli zu kuessen.

Abfallabfuhr: Schweiz: 3 professionell aussehende Typen mit einem technologisch ausgereiften Gefaehrt eliminieren im Turbotempo den Muell vom Trottoir. Philippinen: Ein paar Jungs auf einem angeschlagenen Lastwagen tuckern der Strasse entlang, bedroehnen die Umgebung mit luepfigem Sound aus diversen Lautsprechern, und die so aufgeschreckten Anwohner schlurfen zur Strasse und kippen ihren Abfall in das Gefaehrt.

Auf der Strasse erkennen, ob man sich innerorts oder ausserorts befindet: Schweiz: Beachten der Tafeln mit der Geschwindigkeitsbegrenzung. Philippinen: Was fuer Tafeln? Man kommt dann von ausserorts nach innerorts, wenn die Passagiere vom Dach des Buses steigen und die Motorradfahrer den Helm aufsetzen (offenbar hat's innerorts mehr Polizisten).

Bemuehung des Ladenbesitzers, auf seine tiefen Preise aufmerksam zu machen: Schweiz: Preisschild: Dieses Teil kostet nur sFr. 9.95. Philippinen: "That's 35 Peso ONLY, Sir!"

Gestaltung des Sonntagnachmittags: Schweiz: Je nach Gusto und Jahreszeit Fussballmatch, Grillen mit der Familie, Spaziergang auf die Maenziwilegg oder Besuch bei den Grosseltern in Ruettihubelbad. Philippinen: a) Maenner: Gang zur Hahnenkampfarena mit dem eigenen Gueggel. b) Frauen: Abends Braten des Gegners vom Gueggel des Mannes (falls des Ehemann's Gueggel gewonnen hat - der Besitzer des Siegergueggels kriegt naemlich die Leiche des Verlierergueggels als Siegertrophaee). Was die Frauen der Maenner mit Verlierer-Gueggeln so tun, war nicht zu eruieren.

Interessant ist auch, dass die Leute hier eine ganz heimtueckische Methode haben, einem um mehr Geld als notwendig zu bringen: Anstelle naemlich einen ueberrissenen Preis zu verlangen, den man nachher mit Charme und Verhandlungsgeschick auf ein akzeptables Niveau runterhandeln kann, sagen sie schlicht "it's up to you". Da man als Reisender halt haeufig neu in einem Dorf oder Staedtchen ankommt, hat man keine Ahnung von den lokalen Tarifen und versteigt sich meist in einen zu hohen Preis (weil man naemlich immer noch kaum glauben kann, wie suendhaft billig hier alles ist).
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