Im wilden Westen

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Philippines  ,
Saturday, February 10, 2007

Die Insel Palawan wird auch "The last Frontier of the Philippines" geheissen - und das nicht zu Unrecht: Hier ist alles noch ein kleines Stueck rauher, urspruenglicher und wilder als im Resten des Landes. Lenny, noch mit dem Geschmack von Berner Gluehwein auf der Zunge und dem Duft von Eichenberger's Lebkuchen in der Nase, musste dies auf die harte Tour erfahren. Es sei, so sprach er beim Anblick eines niedlichen kleinen Aeffchens im gottverlassenen (aber wunderschoenen) Kaff namens Port Barton, es sei also seit jeher ein Bubentraum von ihm gewesen, ein solches Tierlein einmal im Arm zu halten und die Naehe zu dieser wilden, aber doch so verwandten Kreatur zu spueren. Null Problemo, meinte der Kellner des Restaurants zu dem das Aefflein gehoerte, Dominic sei sogar speziell anhaenglich und ein wahrer Musterknabe unter allen Primaten. Das Leuchten in Lorenzens Augen erhellte die sternenklare Nacht, als das Tier sich in seinen Arm kuschelte und vertrauensvoll zu ihm aufblickte. Die romantische Szenerie erfuhr jedoch ein abruptes Ende, als ein offensichtlich suizidales Insekt von ca 7 cm Laenge mit der Lampe ueber dem Tisch kollidierte und benommen zu Boden fiel. Dominic, nicht faul, ergriff die Chance zum Konsum eines Appetizers, sprang auf den Kaefer los, biss ihm flugs den Kopf ab und zog sich dann mit dem Rest des Leichnams auf Lenny's Schulter zurueck, um dort in Ruhe seine Beute zu vertilgen. Hei, war das ein Gezeter und Geflattere - der Mattegiel wurde erst bleich und bleicher, hernach (als er von den Zuschauern erfuhr, dass Dominic daran sei, den Darm des Kaefers wie ein ungezogenes Italienerkind seine Spaghetti zu schluerfen) rot und roeter und schrie um Hilfe. Leider konnte ihm keine zuteil werden, da beide Zuschauer alle Energie aufwenden mussten, um trotz krampfhaftem Gelaechter die Kamera gerade zu halten um den Vorgang auf Film zu bannen. Erst als das Aefflein seinen Appetit gestillt hatte, war es von Lorenzens Schulter zu entfernen, so dass selbiger den Rest des Mahls (einige Darmstuecke sowie die Fluegel und ein offensichtlich uebersehenes Bein) unter Wuergen und Fluchen von seinem Gewande waschen konnte.

Einige unter euch moegen den Begriff der "kritischen Masse" kennen. Er wird gemeinhin fuer diejenige Menge Uran verwendet, die ausreicht, um eine Ketten-Kernreaktion zu veranlassen, wie sie fuer eine Atomexplosion benoetigt wird. Nun denn: Das Buebereisli hat mit 3 Teilnehmern ebenfalls eine kritische Masse erreicht - naemlich diejenige, welche benoetigt wird, um eine waehrschafte Partie "Hosenabe" zu spielen. Dieses eigentlich simple, nichtsdestotrotz aber trickreiche Kartenspiel wird in gewissen Kreisen verwendet, um herauszufinden, welcher der Spieler eine bestimmte (meist unangenehme) Aufgabe zu erfuellen hat - beispielsweise kann um die Bezahlung der naechsten Runde Kamillentee gespielt werden. Wer uns ein bisschen kennt, wird vermuten, dass die ausgesetzten "Bestrafungen" unserer abendlichen Zockerrunden etwas ausgekluegelter sind. So kann es vorkommen, dass der Verlierer einer Runde saemtliches Gepaeck von der Unterkunft zum wartenden Boot tragen muss (manchmal sogar inklusive der zugehoerigen Reiseteilnehmer) oder auf dem Dach eines Autobuses stehend ein infantiles Statement zum Besten geben muss (siehe Bilder und Videos). Zwei weitere Zueckerchen (beide auszufuehren von Reiseteilnehmer Haldemann) stehen noch an - um den Gwunder zu stillen, sei heute nur soviel verraten: Das eine enthaelt die Mitwirkung eines philippinischen Wasserbueffels. Lasst uns hoffen, dass die Bezirksspitaeler hier genuegend Heftpflaster und Desinfektionsmittel auf Lager haben....
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