Stickstoff

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Philippines  ,
Wednesday, January 24, 2007

Stickstoff ist ein seltsames Gas und ein eigentlicher Feind des Tauchers. Es reichert sich beim Atmen von Druckluft im Koerper an, und wenn man beim Auftauchen nicht vorsichtig ist, beginnt es in den Blutgefaessen zu blubbern wie in einer geschuettelten Bierflasche, was zu (schluck) diversen eher unangenehmen koerperlichen Gebresten fuehren kann.
 
Es gibt nun Leute, die behaupten, dass alle Taucher mit der Zeit mehr oder weniger zu Matschbirnen werden und entweder Halluzinationen kriegen oder aber nur noch Stuss erzaehlen, weil sie halt eben groessere Mengen von diesem Teufelszeugs in den Koerper aufnehmen. Was liegt bei dieser Gelegenheit naeher, als der Sache auf den Grund zu gehen?
 
WAHR ist, dass man in den Club "Why Not" in Dumaguete nicht mit Sandalen reinkommt und einem ein Security mit untergeklemmter Kanone sanft vom Eingang wegschubst, wenn man selbiges trotzdem versucht. WAHR ist hingegen auch, dass man trotzdem in das Lokal reinkommt, wenn man auf dem nahen Nachtmarkt fuer 10 Rappen ein sportliches Paar Socken kauft und dieses dann modisch unkorrekt zu Sandalen und kurzen Hosen kombiniert traegt. Es ist sicher nachvollziehbar, dass dieser Fauxpas sofort korrigiert werden muss, sobald man im Schuppen drin ist - was wiederum zu lustigen Situationen fuehren kann, weil man die Socken halt irgendwo verstauen muss - zum Beispiel in einem der vorderen Hosentaschen der Jeans, wo sie gezwungenermassen eine groessere und ziemlich auffaellige Beule verursachen...
 
WAHR ist, dass ich auf 28 Metern Tiefe einen (entschuldigt den Ausdruck) furzenden Barracuda beobachtet habe, worauf ich vor Lachen beinahe den Regulator verloren haette und jaemmerlich ersoffen waere.
 
WAHR ist, dass in den Kokoswaeldern um mein Bungalow ein Kalb sein Unwesen treibt, welches immer spaet des Nachts an verschiedenen Stellen in selbstmoerderischer Absicht auf die Schotterpiste huepft, um sich von mir auf meinem Scooter ueberfahren zu lassen. Die Gruende dafuer sind mir immer noch unklar; es scheint, dass das Viech schlicht lebensmuede ist und "aifach nimme maag".
 
UNKLAR ist im Moment hingegen noch der Wahrheitsgehalt von folgendem Taucherhirngespinst: Es gaebe - so monierte Herve, ein Taucher aus der Bretagne, des Nachts an der Poolbar - in seiner Heimat eine lokale alkoholische Spezialitaet namens Chouchene. Das Gebraeu werde aus Honig fabriziert und enthalte ordentlich Zuendstoff. Jetzt sei aber das unkontrollierte Brennen von Chouchene traurigerweise von der Regierung verboten worden, und zwar aus folgendem Grund: Wie jeder wisse, habe normaler Alkohol einen nicht zu unterschaetzenden Effekt auf das Gleichgewichtsorgan, was zum normalen Hin- und Herschwanken des betroffenen Konsumenten fuehre. Das Problem mit dem Chouchene sei nun, dass es neben Honig auch fermentiertes Bienengift enthalte, welches den Trinker nicht seitwaerts aus der Bahn werfe, sondern eine vorwaerts-rueckwaerts-Pendelbewegung bewirke. Der so Alkoholisierte falle demzufolge frontal oder mit dem Hinterkopf auf die Schnauze, was logischerweise zu schwereren Verletzungen fuehre als bei einem Sturz auf die Seite, wo ja die Schultern noch eine polsternde Wirkung haben. Die Herren in Paris haetten das nun erkannt, und da sie nicht jedem Bretonen einen Helm aufsetzen koennen, haetten sie jetzt eben das Schwarzbrennen von dieser Koestlichkeit verboten....
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