Dieter!

Trip Start Oct 06, 2006
1
16
46
Trip End Jul 15, 2007


Loading Map
Map your own trip!
Map Options
Show trip route
Hide lines
shadow

Flag of Cambodia  ,
Sunday, December 3, 2006

Hossa! Die Geschehnisse ueberschlagen sich!

Da schleichen wir uns also ueber die Hintertuere (sprich auf dem Landweg) aus Laos, die Gegend koennte abgelegener nicht sein, und der Grenzuebergang bietet unseren Augen nie-dagewesene Bilder: Auf einem Waldweg rumpeln wir etwa 20 Minuten ins Dickicht hinein und befuerchten schon ein Kidnapping der raffinierteren Sorte. Da taucht ploetzlich mitten in der Pampa ein Holzhuettchen auf, in dem 3 Uniformierte sitzen, bewaffnet mit einem Arsenal an diversen Stempeln. Der laotische Grenzposten! Der Waldweg fuehrt 300 Meter durchs Niemandsland (was wohl passieren wuerde, wenn einem hier der Pass abhanden kommen wuerde? Zum Beispiel einem Martin Friedli waere solches durchaus zuzutrauen! Waere sicher deutlich weniger komfortabel als Tom Hanks' Situation in "The Terminal"), und dann treffen wir auf das kambodschanische Holzhuetten-Gegenstueck. Auch hier geschwind einen Dollar als "Gebuehr" abgedrueckt (...die Grenzbeamten scheinen mir ploetzlich mit etwas gar vielen Goldzaehnen zu blitzen, Gott weiss wo unser Obolus landet...), und schon schlurfen unsere Flipflops ueber kambodschanischen Grund und Boden.

Aber eigentlich ist uns noch etwas viel wichtigeres widerfahren (und deshalb auch das Hossa): Wir haben auf der Insel Don Det im suedlichsten Laos kurz nacheinander "The One And Only: Dieter Thomas Kuhn" getroffen, nur um gleich darauf auf Andi Michel zu stossen, welchen wir in Namibia waehnten (man betrachte bitte die entsprechende Fotografie). Dieter Thomas erwies sich zugegebenermassen spaeter als trinkfester Englaender, welcher sich keinen Deut um deutsche Schlagerkultur zu scheren schien und jeweils etwas pikiert reagierte, wenn man ihm frischgepflueckte Blumen zuwerfen wollte, aber trotzdem! Andi Nr. 2 hingegen entpuppte sich getreu seinem Vorbild in Bern als ganz cooler Socken, weshalb unser Buebereisli-Team fuer den Moment auf 3 Personen angeschwollen ist.
Ach ja, Don Det: Die Insel hat nur von 18:00 bis 21:00 abends Strom aus Generatoren - die Folgen sind einerseits eine wirklich unglaubliche Hitze (da nirgends ein Ventilator verlaessliche Kuehlung schafft), andererseits aber auch spassige Szenen (z.B. wenn man nur mit einer Kerze bewaffnet in einem riesigen fremden Guesthouse versucht, die Kuehlboxe zu finden um ein weiteres Bier auszugraben).

Item, jedenfalls befinden wir uns jetzt auf kambodschanischem Grund und Boden. Die erste schweizerisch-kambodschanische Interaktion verlief jedoch ein bisschen ungluecklich: Es ist hier wie in ganz Asien ueblich, sich bei Betreten eines Lokals seines Schuhwerks zu entledigen. Als Simon selbiges wieder montieren wollte, um die Toilette aufzusuchen, waren seine geliebten Brasi-Schlarpen ploetzlich nicht mehr an Ort und Stelle. Auch eine intensive Suche hatte keinen Erfolg, bis da ploetzlich ein vertrautes Schlurfen erklang und der Besitzer der Kaschemme mit dem Corpus delicti an den kambodschanischen Kaesefuessen auftauchte! Rasch wurde er sich der Brenzligkeit der Situation bewusst, war er doch dem rechtmaessigen Besitzer der Treter an Groesse und Gewicht wie David dem Goliath unterlegen. Da er aber gluecklicherweise Buddhist war, wusste er nicht um den biblischen Verlauf selbiger Konfrontation, rueckte die Schuhe ohne Murren heraus und bedachte den aufgebrachten Besitzer zur Beschwichtigung mit diversen Schulterklopfern, "Friend, Friend"-Rufen und einigen Glaesern an Destilliertem - was natuerlich die gewuenschte Wirkung zeitigte.
Slideshow Report as Spam

Use this image in your site

Copy and paste this html: