Down South

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Lao Peoples Dem Rep  ,
Monday, November 27, 2006

Es duenkt uns, geneigter Leser, als ob wir wie dereinst Magellan (merci Fuhrer uebrigens fuer dieses grandiose Buch, welches wir beide mit groesstem Genuss gelesen haben!) ein letztes Mal sicheren, heimatlichen Boden unter unseren Fuessen verspueren - jedenfalls in Bezug aufs Internet.... Wir werden in den naechsten Tagen Laos ueber die Hintertuere in Richtung Kambodscha verlassen, und die Gegend hier ist so "offline" wie wahrscheinlich sonst nur Paeuli Accola in seiner letzter Saison in den Rennen jeweils von der Ideallinie offline war. Darum hier ein Lebenszeichen und in Kuerze die letzten Begebenheiten:

1. Wir betrauern den Verlust von meiner (Peter's) Sonnenbrille (Sauber Design, Globus Bern, 130.- (der Kauf war allerdings ein Unfall, weil die Brille im Gestell mit den Discountbrillen fuer 40.- stand, was ich aber erst spaeter realisierte)). Sie entschwand nach heroischem Kampf in den Fluten eines kleinen Wasserfalls, nachdem ich als Schweizer (und damit als berggewohnte, leichtfuessige Gemse) den Rueckweg ueber das entsprechende Fluesslein nehmen wollte. Behende von Stein zu Stein springend schlug ich die Warnung des Laoetleins in den Wind, welches mich vor der Rutschigkeit des Gesteins warnen wollte - ca 5 Sekunden, nachdem ich unseren Guide auf die hohe Qualitaet meines helvetischen Schuhwerkes hingwiesen hatte, versagte dieses und ich entschwand zur Haelfte im Wasser. Die Klage gegen Botty ist immer noch haengig.
...uebrigens: dieses Schicksal ist aus Sonnebrillenperspektive immer noch besser, als wie Simon's Exemplar nach etwa 2 Wochen Reise schlicht und einfach am Strand vergessen zu werden...

2. Fuer zukuenftige Globetrotter unter der Leserschaft: Ein unverzichtbares Utensil fuer so einen Ausflug ist eine gehoerige Rolle Sport-Tape oder Aehnliches. Hauptanwendungsgebiet ist die "Angebrochen Laotische Toilettenbrille", wie sie hier allenthalben anzutreffen ist. Man setzt sich auf selbige, nicht ahnend dass sich die beinahe unsichtbare Spalte im Plastic dadurch soweit spreizen wird, dass eine gehoerige Menge bleiche Europaerhaut samt zugehoerige Haare (fuer die Damen: halt eben nur die Haut) in ebendiese Spalte gelangen wird. Ist das Geschaeft verrichtet und das nichtsahnende Opfer will sich vom Lokus entfernen, so schliesst sich durch die schwindende Belastung die Spalte im Plastic und klemmt einen sehr kleinen, nichtsdestotrotz aber sehr empfindlichen Teil des Opfers ein, was einen (glaubt mir) gehoerigen Schmerz verursacht. 5 cm Tape darueber, und die Sache ist fuer die Zukunft erledigt!

3. Beobachtung bezueglich der Behandlung der Tiere: Auf unserer Reise den Mekong hinunter haben wir folgendes entdeckt: Kleine Schweine werden in alten Reissaecken (nicht ganz undurchlaessige Plasticsaecke, aber deutlich weniger luftdurchlaessig als ein Berner Jute-Kartoffelsack) transportiert, wo sie irgendwo hinten am Lastwagen aufgehaengt werden und jaemmerlich hechelnd und sabbernd in bruetender Hitze dem Staub und den Abgasen ausgesetzt ihrem Bestimmungsort entgegenleiden muessen. Ist man hingegen ein Kampfhahn, wird man in einem luftigen, grossen Kaefig mit Sonnenschutz und an der am besten beluefteten Stelle im Auto transportiert. Steht das Gefaehrt und faellt so der kuehlende Fahrtwind aus, so nimmt der Herr des Tieres einige Schlucke Wasser in den Mund und prustet dieses als Abkuehlung auf das Tier auf dass es keine uebermaessige Waerme zu leiden habe.

4. Hoehepunkt der letzten Tage: Wir sitzen gestern Abend nach dem Nachtessen im verschlafenen Doerfchen Champasak am Mekong mit ein paar Locals zusammen. Es setzt sich dabei auf die Schulter meines Nachbarn eine sicher 10 cm lange Heuschrecke (ich uebertreibe nicht). Ich erschrecke im ersten Moment, will mir das Tierlein danach aber etwas genauer ansehen und dann mit einer Handbewegung wegwischen. Der leicht angesaeuselte Bewohner des Nachbarhauses kommt mir aber zuvor: Mit sicherem Griff packt er das Insekt, bueschelt es in seiner Hand, reisst im beide Fluegel aus, und verschlingt das Tierlein bei lebendigem Leibe nachdem er es in einer Schale mit Chilisauce mit etwas Wuerze versehen hat...
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