Aus dem Naehkaestchen (Teil III)

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Lao Peoples Dem Rep  ,
Tuesday, November 14, 2006

Geneigter Leser,
angekommen in dem Land mit dem National-Motto "working is bad for your brain", haben wir entsprechend der entspannten Atmosphaere in Laos noch keine grossen Stricke zerrissen. Grund genug, mit unserer beliebten Rubrik "aus dem Naehkaestchen" fortzufahren! Aber habt fein acht, dieser Bericht ist nichts fuer schwache Nerven und schwache Maegen, denn es geht um ... die Verdauung von Simon H. Deshalb: Falls Du minderjaehrig bist, oder eher zu der sensibleren Sorte Mensch gehoerst, empfehle ich Dir, einfach die wunderbaren Aufnahmen der Tempel und Monumente der laotischen Hauptstadt zu geniessen, um dann wieder zur Tagesordnung ueberzugehen.

Geweckt wurde mein wissenschaftliches Interesse vor ueber einem Monat in Saigon. Nach meiner morgendlichen Dusche trat ich unvermittelt wieder ins Hotelzimmer ein, nur um meinen Reisepartner in einer kompromittierenden Pose zu ueberraschen: wie weiland Pirmin Zurbriggen an der Minschkante kauerte der Junge in einer vorbildlichen Abfahrer-Hocke mitten im Zimmer. Auf meine perplexe Frage, was denn das solle, antwortete er mit zusammengebissenen Zaehnen und leicht geroetetem Kopf: "Wollte nur mal schauen, ob sich was tut in Sachen Morgensch..., lass mich in Ruhe, hgnnngh!"
Nun denn, lieber Leser, als Reisender ist man sich seiner koerperlichen Funktionen sicherlich deutlicher bewusst denn als Arbeitsbiene in der sicheren Schweiz, und jegliche Abweichung von der Norm besorgt einem ungebuehrlich. Der Sachverhalt duenkte mich aber doch gar wunderlich, und so begann ich heimlich, des morgens meinen Reisepartner diskret etwas genauer zu beobachten. Es stellte sich mit der Zeit heraus, dass die Tageslaune desselben in direkt proportionalem Verhaeltnis zur Laenge seiner morgendlichen koerperlichen Ausscheidung zu stehen scheint. War er denn einmal unverrichteter Dinge wieder vom Thron gestiegen, wirkte der Bursche in der Folge tagsueber grantig und verschlossen; konnte er hingegen nach verrichtetem Geschaeft erfolgreich die Spuelung betaetigen, war er danach der gutgelaunte, froehliche Geselle wie man ihn kennt und liebt. Nun erschien mir auch logisch, warum Reiseteilnehmer I frueh am Morgen stets in einen sportlichen Aktionismus verfiel: das Armeschwingen, die Gymnastik, die Liegestuetze, das Zigarettenrauchen hatte alles seinen Sinn und Zweck: Es sollte die Darmaktivitaet beschleunigen und somit den morgendlichen Gang auf die Toilette zu einem Erfolgserlebnis werden lassen. Als der Bube mit meiner entsprechenden Frage konfrontiert wurde, gestand er den Sachverhalt leicht erroetend ein; er sei halt immer in Sorge, dass er tagsueber in Schwierigkeiten geraten koennte und sich dann unter unwuerdigen Bedingungen erleichtern muesste.
Nun denn, jedem Tierchen sein Plaesierchen - verstehen kann ich solches dennoch nur bedingt, weil wir hier naemlich immer noch nicht so weit ab vom Schuss sind, dass man sich im Notfall nicht einigermassen komfortabel versaeubern koennte. Ich befuerchte eher, dass mein Reisepartner bis anhin eine dunkle paranoide Seite verschaemt vor der Welt verborgen hatte - was auch erklaeren wuerde, weshalb er von 10 mitgefuehrten T-Shirts bis jetzt maximal die Haelfte getragen hat, um die restliche Haelfte "fuer den Notfall, wenn man nicht waschen koennte" beiseite zu legen.
Deshalb, lieber Leser, waschen wir hier drueben jetzt alle 5 Tage.
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