Jaeger und Sammler

Trip Start Oct 06, 2006
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Trip End Jul 15, 2007


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Flag of Vietnam  ,
Friday, October 27, 2006

Nach langer Busfahrt und noch laengerem Fussmarsch erreichen wir erschoepft das gewuenschte Hotel mit Sicht aufs Meer in Nha Trang. Es steht unmittelbar neben einem Rohbau, und Reisender Haldemann witzelt lahm ueber die wohl zu erwartenden Laermimissionen. Was kann das Einziehen von elektrischen Leitungen und Anbringen von ein bisschen Putz aber schon fuer Laerm machen? Nach 5 Stunden Schlaf explodiert ca 2 Meter neben unserem Kopf offenbar eine Tretmine (danke Kuno Lauener und "Radio zum Glueck"); in Nha Trang herrscht scheinbar kein Mangel an presslufthammerbewehrten Bauarbeitern mit seniler Bettflucht: es ist 7 Uhr. Der Strom geht aus und damit auch die Wasserversorgung; die Temperatur im Raum steigt mangels Ventilator rasch auf ueber 30 Grad, und als eine halbe Stunde spaeter auch noch eine Dreierseilschaft Hotelangestellter unsern Raum invadiert, um kuebelweise Wasser zum Duschen und Toilettenspuelen heranzuschaffen, wechseln wir das Hotel.

Als Mann ist man ja nur allzu schnell bereit, zu seinen animalischen Wurzeln zu stehen, beziehungsweise diese in gewissen Situationen sogar noch hervorzuheben - unter anderem (aber beileibe nicht nur) wenn die Rolle als Beschuetzer und Ernaehrer gefragt ist. Was kann zum Beispiel gegenueber einer Angehoerigen des schoenen Geschlechtes schon urspruenglicher, echter, vertrauensbildender wirken als der zufriedene Ausruf "Madame, ich habe Feuer angefacht", fuenf Minuten nachdem man durchnaesst mit dem Floss auf der einsamen Insel gelandet ist? Nun denn, geneigter Leser, hier ist die harte Realitaet, wie sie uns in Nha Trang eingeholt hat:
Abfahrt des Bootes im Hafen von Nha Trang: 17:00, an Bord zwei Vietnamesen und eine XXL-Kuehlkiste (zur Verstauung der zu erwartenden Fischmassen), ca 2 kg Koeder, sowie zwei selbstbewusste Schweizer Fischer. Erwartete Rueckkehr in den Hafen: 21:00 - so bleibt noch genug Zeit, den Fang zu kochen und verspeisen, sowie den uebriggebliebenen Fisch der zu erwartenden gaffenden Menge mit nach Hause zu geben, damit die wieder mal was anstaendiges in den Magen kriegen.
Um ca 19:30 macht sich eine erste Unruhe breit - doch da, war das nicht ein Ruckeln an der Angelrute??? Grosse Freude beim Reisenden am Ende derjenigen - das Fehlen des Koederfisches beweist einwandfrei und glasklar, dass es irgendwo dort unten effektiv Fische gibt. Die Besatzung wird aufgefordert, den Kuehlcontainer zu oeffnen und sich bereitzuhalten, um den zu erwartenden Fang an Bord zu hieven. 20:00: Der Sieg ist nahe, auch der andere Reiseteilnehmer konnte 2 Koederfischchen an den Fisch bringen, die leeren Haken zeugen von unserem mustergueltigen Jagdplan und unnachgiebiger Durchfuehrung desselbigen.
20:30: Die offensichtlich mittlerweile vollgefressenen Fische irgendwo dort unten sind jetzt sogar zu faul, um die Koederfischchen als Ganzes vom Haken zu holen - sie verlegen sich darauf, ein bisschen vom Kopf und Schwanz anzuknabbern, so wie Pablo Jenni, nachdem er nach 700 Gramm Pferdefleisch noch ein Dessert bestellt. Wir ueberlegen eine Aenderung der Taktik: Einsammeln der Fische mit blossen Haenden, wenn sie vollgestopft mit Koeder traege an der Wasseroberflaeche treiben.
21:00: Einlaufen in den Hafen mit leerer Kuehlbox im Schutz der Dunkelheit und Gang in das naechste Restaurant unter Benutzung von moeglichst schlecht beleuchteten Seitenstrassen. Lieber Leser, spuerst Du den Schmerz?

Noch was zum Schluss: Wer "Platoon" gesehen hat, weiss wovon ich spreche: Die Art und Weise, wie sich ein Vietnamese lautlos an sein nichtsahnendes Opfer anschleichen kann. Da steht also Reiseteilnehmer 2 spaet des Nachts (beziehungsweise frueh des Morgens) mausbeinalleine mit einer neuen Bekanntschaft auf dem Strand von Nha Trang und diskutiert den Zustand der globalen Wirtschaft, oder so. Der Strand ist hell erleuchtet, ausser den Wellen kein Geraeusch. Dann geht's ziemlich schnell: Der Reiseteilnehmer macht einen kleinen Schritt zurueck, wohl um mehr Raum fuer seine Ausfuehrungen zu haben (was weiss ich denn) - und setzt sich umgehend rassig in den Sand, weil er naemlich ueber ein Vietnameslein gestolpert ist, welches sich ueber besagten hellerleuchteten Strand unbemerkt angeschlichen und sich unmittelbar hinter dem Reisliteilnehmer hingekauert hatte. Grosses Geflattere und Gezeter; ein kurzer Versuch, das fliehende Maennlein einzuholen - und der Spuk (und die Bekanntschaft mit dem ersten einheimischen (und erfolglosen) Spanner) ist vorbei.
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Comments

scooter12
scooter12 on

was ist?
was ist blau-weiss und stinkt nach fisch?

FC ZÜÜÜÜRI

2:0 gegen die fische

scooter12
scooter12 on

Re: was ist?
jaja ihr scheiss young boys: wie ein krokdodil, gross fresse und alle kraft im schwanz

201709
201709 on

was ist blau weiss
fc bisu

Hei giele, mann. YB ist jetzt Nummer 1 in der Liga und Ihr seid Gigla. Simu, bleib ohne Schimu. Miller Du schreibst wie Schiller. Damit hast Du aber bei den Wiiber keine Schriis, Priis.

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