Von Luang Namtha nach Oudomxai

Trip Start Jul 11, 2009
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Trip End Ongoing


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Thursday, March 4, 2010

 Luang Namtha nach Oudomxai

Da der Bus um acht abfahren soll, bin ich schon mal um kurz nach sieben reisefertig, stapfte gemütlich die paar Meter zur Bushaltestelle, von wo mich ein TukTuk zur Zentralbushaltestelle bringen soll. Der erste TukTukfahrer will sage und schreibe 70 000 Kip, soviel kostet nichtmal die Busfahrt. Der zweite will 20 000, was immer noch zuviel ist. Hoffentlich kenenn die Touris die angemessenen Preise! Da ziehe ich wieder von dannen, mache grad kehrt, und an der nächsten Straßenecke kommt ein beinahe volles TukTuk um die Kurve. Ohne zu überlegen, halte ich es an. Ja, die Reise geht zur Bushaltestelle, preislich etwa im Soll und drei von den lokalen Insassen wollen ebenfalls nach Oudomxai. Sehr gut. Wir machen noch eine Zwischenstation, niemand kann mir allerdings erklären, warum. Ich sehe mich um, aber entdecke nichts. Zeichensprache sollten die Laoten noch etwas üben. Essen darstellen finde ich jetzt nicht so schwer. Sie kommen nämlich mit Tüten zurück, einer hat Fleisch, ein anderer Bohnen.

Der etwas klapprig aussehende Bus wird beladen, ich kaufe mir trockene Kekse. Beim Abfahren passt kein Huhn mehr in den Bus, die Reserveplastikstühle sind bereits aufgefüllt. Glücklicherweise hatte ich mir zeitig einen Platz ergattert. Der Italiener neben mir wird wohl durch das kräftige Holpern eingelullt, er verschläft fast den lustigen Höhepunkt und Grund eines ausgiebigen Veronika-Lachanfalle: Unserer Rückenlehne wird es zufiel. Sie gibt den Lebensgeist auf-ratsch. Abgebrochen. Einfach so. Gut, schaukeln wir halt so weiter, geht schon. Doch hinter der nächsten Biegung steht ein Laster, wir haben schlecht funktionierende Bremsen, und schon klescht es kräftig. Rumms. Der zweite, weniger lustige Höhepunkt der Reise. Die Front-Scheibe ist hin, wie im Hollywoodfilm zerbröselt, der Bus eine kräftige Delle. Alle sind wohlauf. Dankeschön.

(Nebenbei: die irgendwo aufgeschnappte Theorie, dass Stunts beim Movie-Dreh mit Fensterscheiben aus Zucker gedreht werden, widerlege ich hiermit)

Kurz bleibt mir die Luft weg, aber das passiere hier andauernd, erzählt ein französischer Langzeitreisender, “ansonsten sei es halt der Motor`. Klingt ja beruhigend, Französle. Und erinnert mich an den Urlaub in Ägypten.

Nochmal Glück im Unglück, wir sind nicht mehr weit von der Stadt entfernt, und ständig kommen Fahrzeuge vorbei. Bei einem leeren TukTuk erhalten wir Unterschlupf. Ich sitze auf einer riesigen Tasche mit Bohnen und wer weiß, was sonst noch drinn war, verdrücke fast die Melonen, wie ich beim Absitzen herausfand aber immer noch steigen Leutchen zu. Trotzdem landen wir-vollbepackt bis zur kleinen Zehe in Oudomxai. Erstmal Unterkunft.

Den Abend verbrachte ich lesend und äußerst gemütlich. Am anderen Tag stapfte ich dann auf den Hügel Phou That, wo eine Pagode steht. Kurz davor leben junge Mönche. Einig davon frühstücken gerade, andere spazieren zur Pagode hinauf. Einer kniet mit Heften auf einer Bank und hört mit dem MP3 Player Musik.

Im einzigen chinesischen Supermarkt möchte ich Proviant für die Weiterreise kaufen. Es gibt halbe getrocknete Hühner, Algen, chin. Nudeln in allen Arten, chin. Einminutensuppe, und ganz viele Dinge bei denen ich nicht weiß, was es sein soll, alles schön verpackt und eingeschweißt. Irgenwelche Kekse sehen essbar aus, die kaufe ich dann.

Weiter findet täglich ein Riesenmarkt statt, wo hauptsächtlich chin. Ware verkauft wird. Meine Absicht sind Turnschuhe, zum Wandern, und so frage ich mal, was sie kosten. Sie sollen einen ganzen Euro kosten. Schnell präsentiere ich also umgerechnet 2Euro, die Verkäuferin guckt mich belämmert an, ich guck zurück, da wird der Taschenrechner unter die Lupe genommen. Sie hat eine Null vergessen. Das Gelächter ist groß.
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