Nova Scotia - a lot to discover..

Trip Start May 14, 2011
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Trip End Jun 02, 2012


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Flag of Canada  , Nova Scotia,
Friday, September 9, 2011

So, mein letzter Tag auf der Horse and Garden Farm, Windsor, Nova Scotia ist heute vorbei. Nach 4 Tagen harter Arbeite liege ich gerade im Bett in unserem kleinen gemütlichen und von Moskitos besetzten Trailer und blicke dem morgigen Tag mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits werde ich wohl die Ruhe, die frische Luft und das einfache Leben vermissen, aber andererseits freue ich mich mit der arbeit fertig zu sein. Nein, Farmleben ist nicht nur romantisch und frei sondern auch ne menge harte Arbeit. So habe ich in den letzten Tagen Brombeeren gepflückt, Pferde und Hühner gepflegt, Brombeeren, Tomaten, Bohnen und Äpfel geerntet, Knoblauch und Tomaten sortiert, Brombeersträucher und mich selbst geschnitten, Erbsenbeete präpariert (peabrushes sind der größte schmarrn und die dümmste arbeit dies gibt… charlotte findet es toll, muss die teile ja aber auch nicht aufstellen…), die Hunde unterhalten, Brombeeren gegessen und abgefüllt, viel Gemüse gekocht und gewaschen, Apfelcider gemacht und mich durch Brombeersträucher gekämpt. Überrascht habe ich festgestellt, das Brombeerdornen sehr wenig erschreckend aussehen, wenn sie zwischen Rosensträuchen, Hagebutten und Diesteln stehen.

Die letzten 4 tage haben wir uns meistens um 6:30h und manchmal um 8h morgens im Haupthaus zur Arbeitseinweisung getroffen. Halb ausgeschlafen aber gut mit Kaffee und selbstgemachtem Brot mit Honig und Erdnussbutter (man passt sich ja an ;) ) aufgetankt stiefelten wir also zu Sonnenaufgang in Gummistiefeln durch die frische morgendliche Landluft. Auf Charlottes kleiner aber feiner Biofarm gab es allerhand zu tun. 42 verschiedene Gemüse und Obstsorten werden angebaut, und dabei noch Hühner, Pferde, Hunde und Katzen gehalten. Jede Woche müssen vor allem der Samstägige Marktverkauf und die CSA Körbe vorbereitet werden. CSA ist ein Nordamerikanisches Projekt zur allgemeinen  Förderung von Kleinbauern. Es werden sogenannte Harvestshares angeboten. Für einen gewissen Geldbetrag pro Saison, bekommt man wöchentlich einen großen Korb mit verschiedenem Gemüse und Obst, alles was die Farm halt gerade zu bieten hat, jede Woche anders zusammengestellt. 51 große gleiche Körbe müssen da jedes mal produziert werden, diese Woche mit unter anderem Brombeeren, Tomaten, Knoblauch, Kürbis, Karotten, Salat und Basilikum.

Weitere Attraktionen in unserem Farmleben waren vor allem die Hunde, einer davon hatte ADS und wollte die ganze Zeit Stöckchen geschmissen bekommen. Er hat dafür alles gemacht, einen mit ganz ganz großen Augen ansehen, winseln und mit dem Schwanz wedeln, einem den Stock überall hinterhertragen und sogar in die Hand geben wenn man es verlangt. Und manche Charakterzüge haben sogar an menschliche (v.a. männliche ;-) ) Verhaltensweisen erinnert. Eine andere Attraktion war die Dusche…. Dusche kann man das wohl kaum nennen, wohl eher „Kabine im Freien in der man sich selbst kaltes Wasser über den Kopf schüttet" – auch mal eine Erfahrung wert.

Morgen geht es weiter auf unserem Roadtrip – letzte Etappe: zurück in die Rocky Mountains in Die Glacier Park Lodge wo ich ab mitte September als Kellnerin, Rezeptinonsfrau (?)  und Zimmermädchen in einem arbeite. (und nein, das Hotel ist nicht mini sondern recht groß – aber anscheinend sind sie von meiner vielseitigkeit überzeugt und ich werde da eingesetzt wo ich gebraucht werde… ^^) Mein nächster Bericht kommt also von dort – ich bin auf jeden Fall schon gespannt.
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