Pakse
Trip Start
Dec 04, 2006
1
23
30
Trip End
Apr 30, 2007
Der groesste Teil der Landesgrenze zwischen Thailand und Laos bildet der ueber 4000 km lange Mekong. Frueh am Morgen anfangs Februar ueberquerten wir diesen in einem kleinen Boot und wechselten in freudiger Erwartung auf das Slowboat. Wir in Burma werden auch in Laos die Transportmittel bis auf den letzten cm ausgefuellt und so ging es mit zwei Stunden Verspaetung, eingepfercht wie Sardinen, endlich den Mekong hinunter. Unsere hohen Erwartungen an die 2-taegige Flussfahrt wurden des weiteren kaum erfuellt, da auch die Landschaft ziemlich unspektakulaer ist. Auch Pak Beng, wo wir Zwischenhalt machten, truebte unseren ersten Eindruck von Laos, da das Dorf schmutzig und die Leute einen nur ueber das Ohr zu hauen versuchten. Dank der netten Gesellschaft von Sirko und Steffen wurde die Reise trotzdem unterhaltsam.
Unser Bild von Laos verbesserte sich jedoch schlagartig, als wir in der ehemaligen Koenigsstadt Luang Prabang ankamen. Die fuer uns schoenste Stadt des Landes liegt auf einer kleinen mit Palmen bewachsenen Halbinsel und die alten Wats (Tempel) und der lebhafte Markt verleihen Luang Prabang seinen einzigartigen Charme. Wenige Kilometer im Westen besuchten wir den Tad Kuang Si Wasserfall, wo wir neben der wunderschoenen Natur auch erfrischende Baeder in den Becken des Wasserfalls nahmen. Positiv ueberrascht wurden wir auch von der guten laotischen Kueche, wo sich das Chicken Laap (warmer&wuerziger Huenchensalat), das Vegetable Suzy (Gemuesecurrysuppe), der Sticky Rice und die Nudelsuppe als unsere Leibspeisen herauskristallisierten. Zudem ist der franzoesische Einfluss noch immer deutlich zu spueren: neben den Kolonialvillen und dem Boules-Spiel sind die knusprigen Baguettes allgegenwaertig.
Den noerdlichsten Punkt in Laos erreichten wir in Muang Noi Neua, einem immer noch urspruenglichen Fischerdorf mit einer Handvoll Bambus-Bungalows entlang des Nam Ou Flusses. Die herrliche Natur lud ein zum Wandern durch Reisfelder zu kleinen Bergdoerfern und der kuehle Fluss zu ausgedehnten Kanufahrten. Nur wenig erinnert einen an den "Geheimen Krieg" (2. Indochinakrieg) der hier vor nur etwas mehr als 30 Jahren wuetete. Einzig der Bombenschrott, der in den Haushalten wiederverwendet wird macht dies sichtbar. Wie auch zuvor in Pai kuehlte es in der Nacht bis unter 10 Grad ab, so dass neben der kalten Dusche das Steambath mit Warmwasserdusche eine willkommene Wohltat war. Wir haetten nicht gedacht dass eine warme Dusche so schoen sein kann!!!
Fuer die Rueckfahrt entschieden wir uns fuer das Boot anstelle des Pickups. Der Fluss Nam Ou schlaengelt sich durch dichten Urwald und vorbei an schroffen Karstfelsen. Auch der tiefe Wasserstand sorgte fuer eine spannende Reise, da man nie wusste, wann man wieder auf Grund laufen wird.
Von nun an ging es suedwaerts mit dem ersten Halt im sehr touristischen Vang Vieng. Gelegen an einem erfrischenden Fluss und am Fusse von hohen Karstbergen bietet der Ort mehr, als die unzaehligen TV-Bars, Internetcafes und Restaurants mit "Happy"-Meals. Eines der Highlights war die Besichtigung der unzaehligen Hoehlen, wo eine davon einen Kilometer in den Berg hineinfuehrte und an einem unterirdischen Fluss endete, und die andere, eine Wasserhoehle, nur mit aufgeblasenen Tubes (Traktorreifen) erkundet werden konnte. Viele der meist sehr jungen Tourisen kommen jedoch wegen des Tubings auf dem Xong Fluss her. Dabei laesst man sich im Fluss von einer Bar zur naechsten treiben und kann dort mittels Ropeswings ins Wasser springen. Da der Fluss in der Trockenzeit fast steht, bleiben die meisten in den Bars haengen und lassen sich spaeter per Tuk-Tuk sturzbetrunken zurueckfuehren. Unseren letzten Tag in Vang Vieng verbrachten wir in der Haengematte unten am Fluss wo wir schliesslich wie fast jeden Abend den Sonnenuntergang bei einem erfrischenden Beerlao genossen.
Per Pickup ging die Reise weiter nach Vientiane, die noch junge Hauptstadt von Laos. Obwohl groesste Stadt des Landes praesentierte sich Vientiane im Gegensatz zu Luang Prabang als zufaellig zusammengewuerfelt und gesichtslos. Deshalb verbrachten wir dort nur wenig Zeit und reisten kurz nach Erhalt des Kambodschavisums weiter via Savannaket und Pakse zu den 4000 Inseln. Wir befuerchteten schon den Norden zu frueh verlassen zu haben, denn die Landschaft in Zentral und Suedlaos zeigte sich von der kargen und trockenen Seite. Als wir jedoch zwischen den gruenen und idyllischen Inseln Don Det ansteuerten waren sogleich jegliche Zweifel weggeblasen. An dieser Stelle waechst der Mekong zur Regenzeit auf 14 km Breite an, in der Trockenzeit fliesst er jedoch traege und im Gegensatz zum Norden einladend gruen dahin. Don Det ist ideal zum relaxen, da Strom nur abends verfuegbar ist (von 18 bis max. 23 Uhr) und einem dadurch nichts vom eigentlichen Entspannen ablenkt. Dies taten wir dann auch, abgesehen von einem heissen Tag wo wir per Fahrrad die Nachbarinsel Don Khon mit den eindruecklichen Wasserfaellen erkundeten. An der Suedspitze sichteten wir ausserdem die aeusserst seltenen und vom Aussterben bedrohten Suesswasser-Irrawady-Delphine.
Der Zufall wollte es dass einer der in Suedostasien extrem seltenen Oesterreicher, der Salzburger Alex, in dem Bungalow neben uns einzog und so hatten wir es umso "gmiedlicher". An einem Tag wo wir uns wie immer im Mekong erfrischen wollten gingen wir an dem angeketteten Hausaffen vorbei zum Fluss hinunter. Diesen Moment nutzte der Affe um auf Monis Kopf zu springen und beim Versuch, ihn sanft zum Hinuntersteigen zu bewegen wurde er ploetzlich aggressiv, begann zu kratzen und biss sie schliesslich in den Oberarm. Der erste Schock war gross und auch das dortige Spital, welches mehr einer Huette glich, trug nicht wirklich zu unserer Beruhigung bei. Es wurden Moni ein paar Antibiotika verschrieben, jedoch konnte uns der Arzt infolge sprachlicher Barrieren die taegliche Menge nicht erklaeren. So wandten wir uns an unsere Krankenkassenhotline, wo wir kompetent beraten und beruhigt wurden. Mittlerweile ist die Wunde abgeheilt und Moni rennt gottseidank nicht wie "vom Affen gebissen" durch die Gegend.
Da wir uns gegen den Grenzuebertritt im Sueden nach Kambodscha und fuer einen Flug direkt nach Siem Reap entschieden, fuhren wir zurueck nach Pakse, von wo aus wir das wunderschoene Bolavenplateau besichtigten. Die auf durchschnittlich auf 1200m gelegene Hochebene ist ein ideales Kaffeeanbaugebiet. Die Hauptverarbeitungsmethode ist die trockene Verarbeitung und so finden sich beiderseits der Strasse ausgelegte Kirschen zum Trocknen. Zu Monis freudiger Ueberraschung konnten wir auch den weiteren Verarbeitungsprozess, naemlich das Entfernen des getrockneten Fruchtfleisches von der eigentlichen Kaffeebohne, beobachten. Zudem wurde von den in Bluete stehenden Kaffeestraeuchern der herrliche Duft von Jasmin verstroemt. Auch auf unserer Fahr nach Tat Lo, einem kleinen Dorf mit schoenen Wasserfaellen, wurden wir von diesem Duft begleitet.
An unserem letzten Tag vor Visumsablauf, besichtigten wir noch den Khmer Tempel Wat Phou, der zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert durch eine mit Steinplatten gepflasterte Strasse mit Angkor in Kambodscha verbunden war. Die eindruecklichen Ruinen dieser Epoche stimmten uns auf die kommenden Wochen in unserem naechsten Reiseland ein.
Laos ist ein Land, das unsere hohen Erwartungen sogar uebertroffen hat. Nicht nur die abwechslungsreiche und eindrueckliche Natur, sondern auch die aeusserst herzlichen Laoten trugen zu einem unvergesslichen Aufenthalt bei, ja machten sogar Lust auf mehr!
Unser Bild von Laos verbesserte sich jedoch schlagartig, als wir in der ehemaligen Koenigsstadt Luang Prabang ankamen. Die fuer uns schoenste Stadt des Landes liegt auf einer kleinen mit Palmen bewachsenen Halbinsel und die alten Wats (Tempel) und der lebhafte Markt verleihen Luang Prabang seinen einzigartigen Charme. Wenige Kilometer im Westen besuchten wir den Tad Kuang Si Wasserfall, wo wir neben der wunderschoenen Natur auch erfrischende Baeder in den Becken des Wasserfalls nahmen. Positiv ueberrascht wurden wir auch von der guten laotischen Kueche, wo sich das Chicken Laap (warmer&wuerziger Huenchensalat), das Vegetable Suzy (Gemuesecurrysuppe), der Sticky Rice und die Nudelsuppe als unsere Leibspeisen herauskristallisierten. Zudem ist der franzoesische Einfluss noch immer deutlich zu spueren: neben den Kolonialvillen und dem Boules-Spiel sind die knusprigen Baguettes allgegenwaertig.
Den noerdlichsten Punkt in Laos erreichten wir in Muang Noi Neua, einem immer noch urspruenglichen Fischerdorf mit einer Handvoll Bambus-Bungalows entlang des Nam Ou Flusses. Die herrliche Natur lud ein zum Wandern durch Reisfelder zu kleinen Bergdoerfern und der kuehle Fluss zu ausgedehnten Kanufahrten. Nur wenig erinnert einen an den "Geheimen Krieg" (2. Indochinakrieg) der hier vor nur etwas mehr als 30 Jahren wuetete. Einzig der Bombenschrott, der in den Haushalten wiederverwendet wird macht dies sichtbar. Wie auch zuvor in Pai kuehlte es in der Nacht bis unter 10 Grad ab, so dass neben der kalten Dusche das Steambath mit Warmwasserdusche eine willkommene Wohltat war. Wir haetten nicht gedacht dass eine warme Dusche so schoen sein kann!!!
Fuer die Rueckfahrt entschieden wir uns fuer das Boot anstelle des Pickups. Der Fluss Nam Ou schlaengelt sich durch dichten Urwald und vorbei an schroffen Karstfelsen. Auch der tiefe Wasserstand sorgte fuer eine spannende Reise, da man nie wusste, wann man wieder auf Grund laufen wird.
Von nun an ging es suedwaerts mit dem ersten Halt im sehr touristischen Vang Vieng. Gelegen an einem erfrischenden Fluss und am Fusse von hohen Karstbergen bietet der Ort mehr, als die unzaehligen TV-Bars, Internetcafes und Restaurants mit "Happy"-Meals. Eines der Highlights war die Besichtigung der unzaehligen Hoehlen, wo eine davon einen Kilometer in den Berg hineinfuehrte und an einem unterirdischen Fluss endete, und die andere, eine Wasserhoehle, nur mit aufgeblasenen Tubes (Traktorreifen) erkundet werden konnte. Viele der meist sehr jungen Tourisen kommen jedoch wegen des Tubings auf dem Xong Fluss her. Dabei laesst man sich im Fluss von einer Bar zur naechsten treiben und kann dort mittels Ropeswings ins Wasser springen. Da der Fluss in der Trockenzeit fast steht, bleiben die meisten in den Bars haengen und lassen sich spaeter per Tuk-Tuk sturzbetrunken zurueckfuehren. Unseren letzten Tag in Vang Vieng verbrachten wir in der Haengematte unten am Fluss wo wir schliesslich wie fast jeden Abend den Sonnenuntergang bei einem erfrischenden Beerlao genossen.
Per Pickup ging die Reise weiter nach Vientiane, die noch junge Hauptstadt von Laos. Obwohl groesste Stadt des Landes praesentierte sich Vientiane im Gegensatz zu Luang Prabang als zufaellig zusammengewuerfelt und gesichtslos. Deshalb verbrachten wir dort nur wenig Zeit und reisten kurz nach Erhalt des Kambodschavisums weiter via Savannaket und Pakse zu den 4000 Inseln. Wir befuerchteten schon den Norden zu frueh verlassen zu haben, denn die Landschaft in Zentral und Suedlaos zeigte sich von der kargen und trockenen Seite. Als wir jedoch zwischen den gruenen und idyllischen Inseln Don Det ansteuerten waren sogleich jegliche Zweifel weggeblasen. An dieser Stelle waechst der Mekong zur Regenzeit auf 14 km Breite an, in der Trockenzeit fliesst er jedoch traege und im Gegensatz zum Norden einladend gruen dahin. Don Det ist ideal zum relaxen, da Strom nur abends verfuegbar ist (von 18 bis max. 23 Uhr) und einem dadurch nichts vom eigentlichen Entspannen ablenkt. Dies taten wir dann auch, abgesehen von einem heissen Tag wo wir per Fahrrad die Nachbarinsel Don Khon mit den eindruecklichen Wasserfaellen erkundeten. An der Suedspitze sichteten wir ausserdem die aeusserst seltenen und vom Aussterben bedrohten Suesswasser-Irrawady-Delphine.
Der Zufall wollte es dass einer der in Suedostasien extrem seltenen Oesterreicher, der Salzburger Alex, in dem Bungalow neben uns einzog und so hatten wir es umso "gmiedlicher". An einem Tag wo wir uns wie immer im Mekong erfrischen wollten gingen wir an dem angeketteten Hausaffen vorbei zum Fluss hinunter. Diesen Moment nutzte der Affe um auf Monis Kopf zu springen und beim Versuch, ihn sanft zum Hinuntersteigen zu bewegen wurde er ploetzlich aggressiv, begann zu kratzen und biss sie schliesslich in den Oberarm. Der erste Schock war gross und auch das dortige Spital, welches mehr einer Huette glich, trug nicht wirklich zu unserer Beruhigung bei. Es wurden Moni ein paar Antibiotika verschrieben, jedoch konnte uns der Arzt infolge sprachlicher Barrieren die taegliche Menge nicht erklaeren. So wandten wir uns an unsere Krankenkassenhotline, wo wir kompetent beraten und beruhigt wurden. Mittlerweile ist die Wunde abgeheilt und Moni rennt gottseidank nicht wie "vom Affen gebissen" durch die Gegend.
Da wir uns gegen den Grenzuebertritt im Sueden nach Kambodscha und fuer einen Flug direkt nach Siem Reap entschieden, fuhren wir zurueck nach Pakse, von wo aus wir das wunderschoene Bolavenplateau besichtigten. Die auf durchschnittlich auf 1200m gelegene Hochebene ist ein ideales Kaffeeanbaugebiet. Die Hauptverarbeitungsmethode ist die trockene Verarbeitung und so finden sich beiderseits der Strasse ausgelegte Kirschen zum Trocknen. Zu Monis freudiger Ueberraschung konnten wir auch den weiteren Verarbeitungsprozess, naemlich das Entfernen des getrockneten Fruchtfleisches von der eigentlichen Kaffeebohne, beobachten. Zudem wurde von den in Bluete stehenden Kaffeestraeuchern der herrliche Duft von Jasmin verstroemt. Auch auf unserer Fahr nach Tat Lo, einem kleinen Dorf mit schoenen Wasserfaellen, wurden wir von diesem Duft begleitet.
An unserem letzten Tag vor Visumsablauf, besichtigten wir noch den Khmer Tempel Wat Phou, der zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert durch eine mit Steinplatten gepflasterte Strasse mit Angkor in Kambodscha verbunden war. Die eindruecklichen Ruinen dieser Epoche stimmten uns auf die kommenden Wochen in unserem naechsten Reiseland ein.
Laos ist ein Land, das unsere hohen Erwartungen sogar uebertroffen hat. Nicht nur die abwechslungsreiche und eindrueckliche Natur, sondern auch die aeusserst herzlichen Laoten trugen zu einem unvergesslichen Aufenthalt bei, ja machten sogar Lust auf mehr!

