Varanasi, Agra (Taj Mahal), Fathepur Sikri

Trip Start Feb 15, 2008
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Trip End Ongoing


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Flag of India  ,
Monday, May 5, 2008

Hallo.

Nun bin ich im heissen (44 Grad), hektischen, ueberfuellten, dreckigen, stinkenden und voller Sehesnwuerdigkeit platzenden Indien.
Die Menschen hier sind sehr aufdringlich und man kann keine 30m laufen ohne eine Rickshaw, Postkarten, einen Geldwechler, Marmofiguerchen, saemtliche erdenklichen Drogen und was man sich sonst alles vorstellen kann, angeboten zu bekommen. Leider ueberhoeren die meisten Leute das Wort "No" und geben deshalb keine Ruhe. Dies kann mit der Zeit sehr nervig werden.
Sobald man in die Naehe eines Flusses oder Baches kommt, erschnueffelt man einen Geruch von Fikalien (welche uebrigens auch auf jeder Strasze zu finden sind, da man es nicht fuer noetig haelt, eine Toilette aufzusuchen) und Abfall, der einen fast zum Erbrechen bringt.
Nun zu den sehenswerten Dingen:

Vor kurzem war ich in Varansi, eine der heiligsten Staedte Indiens.
Varanasi, die Stadt Shivas, ist am Ufer des Ganges gelegen und deshalb (und wegen einiger Legenden) einer der wichtigsten Pilgerorte im Land. Die Menschen kommen in die Stadt um hier zu sterben, da der Tod und die Verbrennung am Ganges Erloesung aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten verspricht.

Das Ufer ist gesaeumt von sogenannten Ghats, Treppenstufen, die in den Ganges fuehren.
Dort laesst sich einiges Interessantes, Erstaunliches, Merkwuerdiges und vorallem Ekelhaftes beobachten.
So sieht man Menschen, die im Ganges schwimmen, Waesche waschen, Bueffel und Kuehe abschrubben, Kerzen anzuenden und schwimmen lassen, Wasser holen,
um dieses entweder zu trinken (!) oder als heilgies Wasser ueber irgendeine Figur oder einen Stein zu tropfen; mit dem Boot fahren, am Ufer beten, meditieren, Zeremonien abhalten und dort Leichen verbennen oder diese, an einem Stein gebunden, in die Fluten werfen.
Dies geschieht alles durcheinander und nebeneinander. Mitten zwischen Abflussrohren und bergeweise Muell.  - Prost!

Meine Unterkunft war direkt hinter dem Ghat, an dem die Verbrennungen stattfanden. Diese finden rund um die Uhr statt und an "Nachschub"mangelt es hier nicht, da direkt nebenan Haeuser sind, in denen alte Menschen liegen und auf den Tod warten.
So war rund um die Uhr ein reges Treiben zu beobacht: Familienangehoerige tragen betend und singend, die in Tuecher (goldenes Tuch bei alten Menschen, orangenes bei jungen Frauen, weisses bei jungen Maennern) gehuellten, Toten, tauchen diese einmal in die Bruehe und legen sie dann auf einen Holzstapel. Dieses Holz wurde vorher teuer erstanden. Der Preis richtet sich je nach Holzsorte und Menge. Durchschnittlich braucht man, so sagte man mir, 200kg Holz, was etwa 2500-4000Rs (40-65€) kostet.
Dabei wird nicht gerade Zimperlich mit der Leiche umgegangen, wenn das Holz umgeschichtet wird.
Einmal konnte ich beobachten, wie ein Mann mit einem Bambusrohr durch den Oberkoerper der verkohlten Leiche gestochen hat und diese dann zur Seite gehoben hat. Nachdem er mehr Holz aufgelegt hatte, wurde der Koerper wieder auf den Stock gestochen und wieder auf den Haufen geworfen. Wenn alles Holz verbrannt ist, wird der Rest in den Ganges gekehrt.
Heilige, Kinder, Schwangere und Kranke werden uebrigens nicht verbrannt. Diese werden an einen Stein gebunden und in der Flussmitte in den Flussgeworfen.
- ich erinnere noch einmal an das Trinken =)

Ansonsten habe ich dort einige Tempel und zwei Zeremonien gesehen. Das Interessanteste, war aber dennnoch das Treiben am Fluss.



Nun bin ich in Agra. Hier gibts den Taj Mahal.
Dieser wurde 1653 von Shah Jahan fuer seine, bei der Geburt ihres 14. Kindes gestorbenen Frau, erbaut. Das Gebaeude ist wirklich aeuszerst beeindruckend.  Statt Text gibts einfach Bilder.
 
Auszerdem war ich noch in Fathepur Sikri, einer Ruinenstadt 40km auszerhalb von Agra.
Dort gab es das groeszte Tor Asiens, sowie die zweitgroeszte Moschee Indiens zu sehen. Zusaetzlich war das gesamte Areal uebersaeht mit Palasten und Ruinen.
Die Stadt war Hauptsadt des Mughal Koenigreichs von 1571-1585, das sich von Afghanistan bis West-Indien erstreckte.  Die Stadt wurde  von Akbar  dem  Groszen  erbaut, der fuer seine religioese Toleranz und seinen Gerechtigkeitssinn geschaetzt wurde. Er hatte mehrere Frauen, eine davon Christin, eine andere Hindu und eine andere Muslimin. Jede dieser Frauen hatte einen Palast, der liebevoll, je nach Religion, gestaltet war.


Heute geht es noch zum Fort in Agra und morgen weiter nach Jaipur.


ciao
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