Back to mother nature

Trip Start May 01, 2012
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Trip End May 28, 2012


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Flag of United States  , California
Wednesday, May 23, 2012

Nach den ereignisreichen Tagen entlang der Küste, mal laut, mal leise, mal hektisch, mal ruhig, mal kalt, mal warm, in Weltmetropolen und kleinen Ortschaften, ging es heute eine Etappe weiter. Eine Etappe in Richtung Natur, in Richtung Einsamkeit und leider auch in Richtung Ende unserer Reise. An diesem Tag sollten wir das vorletzte Mal in unserem Wohnmobil nächtigen, das allerletzte Mal in der Stille und Dunkelheit der Wildnis verbringen und damit auch den letzten Nationalpark unserer vierwöchigen Tour besichtigen.

Am Morgen genossen wir noch ein wenig die Sonne und den traumhaften Ausblick vom hoch oben gelegenen Malibu RV Resort über den glitzernden Ozean bevor wir uns aufmachten, den Ballungsraum Los Angeles über den Highway und die Interstate zu durchqueren. Trotz der im Internet bedrohend klingenden Warnungen vor dem Berufsverkehr verlief die Fahrt erstaunlich ruhig und flüssig - wenn man bedenkt, dass man sich mit vielen Tausenden Fahrzeugen diese Hauptverbindungswege durch die Metropole teilen muss.

Etwas östlich von LA fanden wir ein Outlet Center und wir wagten den Versuch uns da "ein wenig" mit Klamotten etc. einzudecken. Am Ende sprangen zwei T-Shirts und zwei Paar Flipflops dabei raus... und das alles aus dem gleichen Laden. Marco Polo, Calvin Klein, Versace und wie diese bescheuerten Modelabel alle heißen gingen dabei völlig leer aus, das Rennen machte ein Quiksilver Shop. Wir waren dann noch kurz im Converse Laden um für meinen Arbeitskollegen ein neues Paar Schläuche (Converse Chucks um genau zu sein) zu erstehen... Fehlanzeige! Die Dinger sind hier keinen Cent billiger als in Deutschland. Tut mir leid Pöltl, ich hatte es wirklich versucht! Daraufhin war es uns dann schon wieder zuviel und wir zogen weiter, ohne überhaupt noch die vielen anderen Shops zu durchstöbern.

Wir erreichten am frühen Nachmittag dann den Joshua Tree Nationalpark. Den Namen hat der Park von den "Joshua Tree's", wirklich komischen und doch zugleich eindrucksvollen Bäumen, die ein wenig aussehen wie Palmen und dann noch diese Eigenart haben, sich aufs lustigste zu verwinden... kennt wer Medusa, die Figur aus der griechischen Mythologie? Wenn deren Schlangenhaare sich nicht bewegen würden... so ähnlich kann man sich Joshua Tree's vorstellen. Etwas müde von der Fahrt, die zunehmende Hitze spielte dabei auch eine Rolle (auch wenn ich mich freue, dass es endlich wieder wärmer wird), pausierten wir erst ein wenig am Jumbo Rocks Campground, der für die Nacht unser "Zuhause" sein wird. Endlich wieder Natur, endlich wieder Stille, endlich wieder Hitze und viel Sonne... nach dem ganzen Großstadtgewirr in San Francisco und Los Angeles tut dies verdammt gut! Bea und ich besichtigten dann am frühen Abend noch den Barker Dam Trail und verliefen uns beim nebenan beginnenden Trail zu einer alten Mühle ein wenig im dort vorherrschenden Wüstengebüschzeugs... trafen dafür aber auf Ruinen verlassener Wohnhäuser und ein altes, völlig verrostetes Fahrzeug.

Da wir noch nichts gegessen hatten, entschieden wir uns danach spontan, die 14 Meilen raus aus dem Park bis in die Stadt Yucca Valley zu fahren - beim örtlichen Walmart, der leider diesmal echt enttäuschend schlecht sortiert war, kauften wir uns dann noch ein paar Dinge fürs Abendessen und fuhren zurück. Leider war es dann schon dunkel geworden, wir hatten kein Feuerholz mehr (bei Walmart gabs auch keins) und nicht einmal aufsammeln konnte man etwas. Wir verbrachten die restliche Zeit daher im Wohnmobil und konnten leider nicht wirklich viel vom Joshua Tree NP entdecken. Aber dann schreiben wir uns das eben für einen weiteren Besuch in der Zukunft auf die ToDo-Liste.

An solchen Tagen hätten wir uns wirklich gewünscht, wir hätten einen weniger straffen Zeitplan - aber wie in den Vorbereitungen mit Alfred abgesprochen kann man eben nicht alles haben. Zumindest konnten wir so auf der Tour viele verschiedene Dinge, Orte und Sehenswürdigkeiten besichtigen - das ist auch was wert!

Morgen ist quasi "Tag X", der letzte Tag mit dem RV, die letzte lange Fahrstrecke bis kurz vor Las Vegas, die letzte Nacht an einem Campingplatz. Einerseits wirklich schade, denn nun merken wir erst, wie schnell die Zeit doch tatsächlich verging und wie nah die Heimreise rückt. Andererseits freuen wir uns insgeheim auch schon wieder auf daheim, vorallem auf Familie und Freunde, das von uns mittlerweile hochgeschätzte heimische Essen und die anderen "üblichen Verdächtigen" - Sitten, Dinge und Menschen, die unser Leben in Deutschland so prägen.

Bis bald... wenn wir die Augen schließen und uns konzentrieren hören wir schon ganz leise die Flugzeugturbinen :-)


Bea & Martin
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